Über die DGNLeitlinienPublikationenLinksKongressInternSuche
 
Übersicht und Suchen in den Leitlinien
Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Leitlinien: A
Leitlinien: B - E
Leitlinien: F - L
Leitlinien: M
Leitlinien: N - P
Narkolepsie
Chronische immunvermittelte Polyneuritis, infektiöse Neuritis
Neuroborreliose
Neuritis vestibularis
Vaskulitische Neuropathien und Neuropathien bei Kollagenosen
Diagnostik und Therapie neuropathischer Schmerzen
Nichtrupturierte intrakranielle Aneurysmen
Normaldruckhydrocephalus
Paraneoplastische Syndrome
Parkinson Syndrome
Läsion des N. peronaeus
Pick-Komplex (frontotemporale Lobärdegeneration)
Diagnostik bei Polyneuropathien
Postpunktionelles Syndrom
Postzosterische Neuralgie
Pseudotumor-cerebri-Syndrom
Leitlinien: Q - S
Leitlinien: T - Z
Patientenleitlinien
Leitlinien die unter Beteiligung der DGN entstanden sind
"Conflict of Interest" (COI) Erklärung

Was gibt es Neues?

Bei Patienten mit residueller exzessiver Schläfrigkeit im späteren Tagesverlauf ist eine zusätzliche Dosis von 200 mg Modafinil mittags (zu 400 mg Modafinil morgens) wirksam (B).
Die Umstellung von Methylphenidat auf Modafinil ist bei 95% der Patienten problemlos möglich (B).
Neue Daten belegen die Effizienz von GHB (Gamma-Hydroxybuttersäure) in der Therapie der Kataplexie und der Tagesschläfrigkeit bei Narkolepsie. Unter Berücksichtigung der möglichen Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen kommt GHB nach Antidepressiva wie Venlaflaxin, Clomipramin, Fluoxetin und Reboxetin als Therapie der ersten Wahl in Frage. Es ist in den USA zur Behandlung von Kataplexien zugelassen und kann über die internationale Apotheke bestellt werden (C).
Eine Behandlung mit intravenösen Immunglobulinen (1 g/kg KG/Tag für 2 Tage), gefolgt von Prednisolon (1,3 mg/kg/Tag für 3 Wochen), verringerte in der Frühphase der Narkolepsie (5 Monate nach Symptombeginn) bei einem 10-jährigen Jungen die Anzahl der Kataplexien und reduzierte die Tagesschläfrigkeit (Lecendreux et al. 2003; C).

Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick

Modafinil (200–400 mg/d, in Einzelfällen max. 600–800 mg/d) ist wirksam in der Therapie der Tagesschläfrigkeit (A).
Als Alternativen zu Modafinil kommen Methylphenidat (B) und Pemolin (B) in Frage.
Verhaltensmodifizierende Maßnahmen wie individuell angepasste Tagschlafepisoden können bei einigen Patienten mit oder ohne Medikamente hilfreich sein, werden aber nicht generell empfohlen, sondern nur bei residueller Tagesschläfrigkeit (B).
Kataplexien, Schlaflähmungen, hypnagoge Halluzinationen werden mit Antidepressiva behandelt. Empfohlen werden Venlafaxin 37,5–300 mg/d (B), Clomipramin 10–150 mg/d (B), Fluoxetin 20–60 mg/d (B), Reboxetin 4–12 mg/d (B), Citalopram 20–40 mg/d (C). Die Stärke der Kataplexie-Suppression ist abhängig von der noradrenergen Wiederaufnahmehemmung (B). GHB (Dosis 6–9 g pro Nacht, aufgeteilt in zwei Dosen, z. B. 3–4,5 g zur Bettzeit und erneut 3–4,5 g nach 2–4 Stunden). GHB hat den Vorteil, keinen Rebound von Kataplexien zu verursachen (A).

Einführung

Die Narkolepsie gehört zu den intrinsischen Dyssomnien. Diagnostische Schemata, wie die Internationale Klassifikation der Schlafstörungen (ICSD 1990, deutsche Version: Schramm u. Riemann 1995) und das DSM-IV (1994) verwenden als übergeordneten Begriff „unerholsamer Schlaf“. Er erlaubt eine Überwindung alter Einteilungsschemata in Insomnie versus Hypersomnie; es gibt nosologische Krankheitsentitäten, die sich sowohl in Insomnie oder Hypersomnie oder beidem gleichzeitig manifestieren. Dies gilt auch für die Narkolepsie. Eine wissenschaftlich exakte Definition, wie viel Schlaf quantitativ notwendig ist, existiert nicht. Unerholsamer Schlaf kann die Schweregrade leicht, mittelschwer und schwer haben. Die Krankheitswertigkeit ergibt sich aus seinen Konsequenzen (zur Übersicht siehe Fischer et al. 2001, Leitlinie „S2“ Nichterholsamer Schlaf). Die neue ICSD 2 ist der ICD-10-CM-Klassifikation angepasst und unterscheidet Narkolepsie mit Kataplexie („klassische Narkolepsie“), Narkolepsie ohne Kataplexie (syn. monosymptomatische Narkolepsie) und sekundäre Narkolepsie (symptomatisch z. B. bei strukturellen Läsionen des Hypothalamus oder des oberen Hirnstamms infolge Ischämie, Tumor, Neurosarkoidose).

Definition

Die Narkolepsie ist eine Schlaf-Wach-Störung mit REM- (= Rapid-Eye Movement) und Non-REM-Schlafstadien assoziierten Symptomen wie länger als 6 Monate bestehende Tagesschläfrigkeit, Kataplexie, fraktionierter Nachtschlaf und automatisches Verhalten. Polysomnographisch treten verkürzte Einschlaflatenzen und vorzeitiger REM-Schlaf (Sleep-Onset-REM = SOREM) auf.

Epidemiologie

Prävalenz: ca. 26–50/100000 (Hublin et al. 1994b; Ohayon et al. 1996)
Hohe Dunkelziffer
Erstmanifestation (EM) vorwiegend in der 2. Dekade (2. kleinerer Gipfel 4. Dekade; ca. 20% der EM in den ersten 10 Lebensjahren (Guilleminault u. Pelayo 1998)

Pathophysiologie

Ursache ungeklärt; in wenigen Fällen symptomatisch (z. B. Hirnstamm- oder diencephale Läsionen; Übersicht bei Dauvilliers et al. 2003).
Multifaktoriell mit Störungen im cholinergen und noradrenergen (NA) System sowie in der Verminderung hypocretinhaltiger (= Hcrt) Neurone im dorsolateralen Hypothalamus (Lin et al. 1999). Die Reduktion von Hcrt im Liquor unter die Nachweisgrenze ist ein hochsensitiver und -spezifischer Befund für die Narkolepsie (Nishino et al. 2000; Ripley et al. 2001; Bassetti et al. 2003). In 5–10% der Fälle, v.a. bei hereditären/familiären Formen der Krankheit, können allerdings auch bei „klassischer Narkolepsie“ die Hypocretinwerte im Normbereich liegen (Khatami et al. 2004).
Krankheit mit der höchsten HLA-Assoziation: 98% der kaukasischen Narkolepsiepatienten haben den HLA DRB1*1501, DQB1*0602 Typ; hohe Sensitivität dieses HLA-Typs: 95%; geringe Spezifität, da nachweisbar bei 25–35% der Normalbevölkerung (Guilleminault et al. 1988; Mignot et al. 1994 und 1999; Poirier et al. 1986); Angehörige ersten Grades von HLA DQB1*0602-positiven Narkolepsiepatienten haben ein 38- bis 40fach erhöhtes Risiko, an Narkolepsie zu erkranken (Mayer 2000).

Klinische Symptome

Tagesschläfrigkeit mit Tagschlafepisoden, praktisch obligat (meist Erstmanifest-Symptom)
Kataplexie (gilt nahezu als beweisend) in 80–90% der Fälle (meist 2. Symptom)
Schlaflähmung ca. 50%
Hypnagoge Halluzinationen ca. 50%
Gestörter Nachtschlaf ca. 50%
Automatisches Verhalten

Begleiterscheinungen sind Kopfschmerzen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, einschlafbedingte Unfälle, Depression, Potenzstörungen, Persönlichkeitsveränderungen (systematische Analyse des klinischen Spektrums siehe Sturzenegger u. Bassetti 2004).

Typische Befunde in Polysomnographie und Multiple-Sleep-Latency-Test (MSLT)

Nächtlicher Schlaf

Kurze Einschlaf- und REM-Latenz
Gestörte Schlafkontinuität

Untersuchung am Tag (Multiple-Sleep-Latency-Test = MSLT)

Verkürzte Einschlaflatenz (< 8 min) mit Auftreten von verfrühtem REM (³ 2 SOREM bei 5 MSLT-Durchgängen).

Differenzialdiagnose

Bei Kataplexie

Kataplexieähnliche Zustände bei Gesunden
Kataplexieähnliche Episoden bei neurodegenerativen Erkrankungen (z. B. Norrie-Syndrom, Niemann-Pick Typ C, Coffin-Lowry-Syndrom)
Epilepsie mit atonischen/astatischen Anfällen ohne Bewusstseinsverlust
Gelastische Anfälle
Dissoziative Anfälle
Myoklonien (insbesondere negativer Myoklonus; Anmerkung: In der Kataplexie kann es zu kurzer willkürlicher Muskeltonuserhöhung kommen)
Neuromuskuläre Erkrankungen (z. B. periodische Lähmungen)
Orthostatische Dysregulation
Synkopen (z. B. kardiogen, vestibulär)
Transitorische ischämische Attacke (TIA; v. a. vertebrobasilär)

Bei Tagesschläfrigkeit

Chronische Schlafdeprivation
Störungen des zirkadianen Rhythmus, angeboren oder erworben (z. B. Schichtarbeit, „Jetlag“)
Medikamente oder Drogen (z. B. Tranquilizer, Antidepressiva, Neuroleptika, Dopaminergika, Betablocker, Antihistaminika, Antiepileptika)
Idiopathische Hypersomnie (Bassetti u. Aldrich, 1997)
Andere Schlafstörungen (z. B. Schlaf-Apnoe-Syndrom [SAS], Restless-Legs-Syndrom [RLS], Insomnie)
Neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson-Syndrome, Chorea Huntington, myotone Dystrophie, Zustand nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma
Epilepsie mit häufigen nächtlichen Anfällen
Postvirale Zustände/chronische Infekte (z. B. Mononukleose, Borreliose)
Depression

Bei hypnagogen/hypnopompen Halluzinationen

Physiologisch (bei Gesunden, v.a. bei Kindern)
Medikamentös-toxisch bedingte Delir-Formen (z. B. Alkohol, Dopamin, LSD)
Bei neurodegenerativen Erkrankungen (z. B. Demenz mit diffusen Lewy-Körperchen)
Als iktuale Phänomene bei Epilepsie
Bei Migräne
Bei schwerem akuten Visusabfall (Charles-Bonnet-Syndrom)
Bei fokalen Hirnläsionen (z. B. pedunkuläre Halluzinose)

Bei Schlaflähmungen

Familiäre Schlaflähmung ohne weitere Symptome
Sporadische Schlafparalyse (auch bei Gesunden)
Pseudo-Schlafparalyse bei Depression (exzessive morgendliche „Startschwierigkeiten“)

Untersuchungen

Notwendig bei Erstdiagnostik

  1. Gezielte Anamnese der Kernsymptome Tagesschläfrigkeit und Kataplexie; Familienanamnese
  2. Dokumentation durch Schlaffragebögen und Schlaftagebücher: Epworth-Sleepiness-Score (ESS), Abend- und Morgenprotokolle, Stanford Narcolepsy Questionnaire (Anic-Labat et al. 1999), Ullanlinna Narcolepsy Score (UNS) (Hublin et al. 1994a), Sleep-Propensity-during-Active-Situations-Score (SPAS; Sturzenegger u. Bassetti 2004)
  3. Polysomnographie/MSLT (MSLT zeigt bei ca. 20% der Patienten keine zweimaligen SOREM = „falsch negativ“)

Im Einzelfall erforderlich

4. Bestimmung des Hypocretin- (Orexin-)Spiegels im Liquor (bei Narkolepsie ohne Kataplexie allerdings meist normal)

5. HLA-Klasse-II-Typisierung

6. Zerebrale Bildgebung (nur bei Verdacht auf sekundäre Narkolepsie)

Die unter 4. und 5. genannten diagnostischen Maßnahmen werden empfohlen, wenn differenzialdiagnostische Unsicherheiten bestehen bei (a) Patienten mit SOREM, aber ohne eindeutige Kataplexie oder mit seltener oder atypischer Kataplexie, (b) Komorbidität mit anderen Schlafstörungen wie schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS), (c) (Klein-) Kindern (keine validierten MSLT-Kriterien, Kataplexie schwer zu evaluieren), (d) atypischen elektrophysiologischen Befunden, (e) prominenten psychiatrischen Symptomen oder (f) zwingender Dauermedikation mit Substanzen, bei denen eine Beeinträchtigung der Validität des MSLT nicht auszuschließen ist (z. B. Antikonvulsiva).

Ambulant

1, 2, 5, 6

Stationär

3 und 4

Therapie

Nichtmedikamentös

Verhaltensmodifizierende Maßnahmen () (a)

Verbesserung von Copingstrategien
Schlafhygiene
Individuell angepasste Tagschlafepisoden

Medikamentös

Tagesschläfrigkeit

Tagesschläfrigkeit wird mit Stimulanzien behandelt (Mitler u. Hajdukovic 1991).

Gute und große Studien (einschließlich Evaluation von Lebensqualität) gibt es nur für Modafinil (Beusterien et al. 1999). Große, vergleichende Studien zwischen den unterschiedlichen Substanzen existieren nicht (Übersicht bei Mayer 2004).

Therapie der 1. Wahl

Modafinil () (A): 200–400 mg/d (UMiNMS Group 2000), bei 70–80% der Patienten wirksam; die Erhöhung auf 400 mg morgens plus 200 mg mittags ist wirksam gegen residuelle exzessive Schläfrigkeit im späteren Tagesverlauf () (B)
Methylphenidat () (B): 10–60 mg/d
Pemolin () (B): 20–100 mg/d

Therapie der 2. Wahl

Ephedrin () (C): 25–75 mg/d bis max. 250 mg/d
Dextroamphetamin (Metamphetamin) () (C): 40–60 mg/d (Mitler 1994)
MAO-Hemmer () (C): nur bei refraktärer Therapie, z. B. Selegelin ab 30 mg/d

Meist Dauertherapie erforderlich, häufig mit Medikamenten, die dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegen (Modafinil, Methylphenidat). Regelmäßige ambulante Kontrollen notwendig.

Cave

Toleranzentwicklung, selten Abhängigkeit; kardiovaskuläre Nebenwirkungen; Hepatotoxizität; bei fehlendem Ansprechen ggf. Plasmaspiegel bestimmen.

 

Kataplexien, Schlaflähmungen, hypnagoge Halluzinationen

Kataplexien, Schlaflähmungen, hypnagoge Halluzinationen werden mit Antidepressiva behandelt. Eine Alternative ist Gamma-Hydroxybuttersäure (GHB).

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), noradrenerg wirksame Präparate und deren Kombination () (B), z. B. Fluoxetin 20–60 mg/d, Reboxetin 4–12 mg/d , Venlafaxin 37,5–300 mg/d
Clomipramin () (B): 10–150 mg/d
Tri-/Tetrazyklische Antidepressiva oder MAO-Hemmer () (C)
GHB (Gamma-Hydroxybuttersäure) () (C); U.S. Xyrem Multicenter Study Group 2003). Es ist in den USA unter dem Handelsnamen Xyrem zur Behandlung von Kataplexien zugelassen und kann über die internationale Apotheke bestellt werden. Die Zulassung in Europa ist 2005/06 zu erwarten.

Verlauf und Prognose

Lebenslang andauernde Erkrankung
Variable Intensität der Symptome im Verlauf
Keine erhöhte Mortalität

Expertengruppe

Prof. Dr. Claudio Bassetti, Neurologische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinik Zürich

PD Dr. Christian Gerloff, Universitätsklinik Tübingen, Abteilung Allgemeine Neurologie

Prof. Dr. Geert Mayer, Neurologische Klinik Hephata, Treysa

Prof. Dr. Thomas Pollmächer, Klinikum Ingolstadt, Psychiatrie und Psychotherapie

Federführend: PD Dr. Christian Gerloff, Universitätsklinik Tübingen, Abteilung Allgemeine Neurologie, Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen

e-mail: christian.gerloff@uni-tuebingen.de

Literatur

1. Anic-Labat, S., C. Guilleminault, H. C. Kraemer, J. Meehan, J. Arrigoni, E. Mignot (1999): Validation of a cataplexy questionnaire in 983 sleep-disorders patients. Sleep 22, 77–87.

2. Bassetti, C., M. S. Aldrich (1997): Idiopathic hypersomnia. A series of 42 patients. Brain 120, 1423–1435.

3. Bassetti, C., M. Gugger, M. Bischof, J. Mathis, C. Sturzenegger, E. Werth, B. Radanov, B. Ripley, S.

4. Beusterien, K. M., A. E. Rogers, J. A. Walsleben, H. A. Emsellem, J. A. Reblando, L. Wang et al. (1999): Health-related quality of life effects of modafinil for treatment of narcolepsy. Sleep 22, 757–765.

5. Dauvilliers, Y., C. Baumann, F. Maly, M. Billiard, C. Bassetti (2003): CSF hypocretin-1 levels in narcolepsy, Kleine Levin syndrome, other hypersomnias and neurological conditions. J. Neurol. Neurosurg. and Psychiatry 74, 1667–1673.

6. DSM-IV (Diagnostic and statistical manual of mental disorders, 4th ed.). American Psychiatric Association, Washington DC, 1994.

7. Fischer, J., G. Mayer, J. H. Peter, D. Riemann, H. Sitter (2001): Leitlinie „S2“ Nichterholsamer Schlaf. Somnologie 5, Suppl. 3.

8. Guilleminault, C., M. Partinen, M. A. Quera-Salva, B. Hayes, W. C. Dement, G. Nino-Murcia (1988): Determinants of daytime sleepiness in obstructive sleep apnea. Chest. 94, 32–37.

9. Guilleminault, C., R. Pelayo (1998): Narcolepsy in prepubertal children. Ann. Neurol. 43, 135–142.

10. Hublin, C., J. Kaprio, M. Partinen, M. Koskenvuo, K. Heikkila (1994a): The Ullanlinna Narcolepsy Scale: validation of a measure of symptoms in the narcoleptic syndrome. J. Sleep Res. 3, 52–59.

11. Hublin, C., M. Partinen, J. Kaprio, M. Koskenvuo, C. Guilleminault (1994b): Epidemiology of narcolepsy. Sleep 17, 7–12.

12. Khatami, R. Y., S. Maret, E. Werth, J. Rétey, D. Schmid, F. Maly, C. Bassetti (2004): A monozygotic twin pair concorsant for narcolepsy-cataplexy without any detectable abnormality in the hypocretin (orexin) pathway. Lancet 363, 1199–1200.

13. Lecendreux, M., S. Maret, C. Bassetti, M. C. Mouren, M. Tafti (2003): Clinical efficacy of high-dose intravenous immunoglobulins near the onset of narcolepsy in a 10-year-old boy. J. Sleep Res. 12, 347–348.

14. Lin, L., J. Faraco, R. Li, H. Kadotani, W. Rogers, X. Lin et al. (1999): The sleep disorder canine narcolepsy is caused by a mutation in the hypocretin (orexin) receptor 2 gene. Cell. 98, 365–376.

15. Mayer, G. (2000): Narkolepsie. Blackwell, Berlin.

16. Mignot, E., C. Guilleminault, S. Bowersox, A. Rappaport, W. C. Dement (1988): Effect of alpha 1-adrenoceptors blockade with prazosin in canine narcolepsy. Brain Res. 444, 184–188.

17. Mignot, E., X. Lin, J. Arrigoni et al. (1994): DQB1*0602 and DQA1*0102 (DQ1) are better markers than DR2 for narcolepsy in Caucasian and black Americans. Sleep 17 (8 Suppl.), 60–67.

18. Mignot, E., T. Young, L. Lin, L. Finn (1999): Nocturnal sleep and daytime sleepiness in normal subjects with HLA-DQB1*0602. Sleep 22, 347–352.

19. Mitler, M. M. Hajdukovic R. (1991): Relative efficacy of drugs for the treatment of sleepiness in narcolepsy. Sleep 14. 218–220.

20. Mitler, M. M. (1994): Evaluation of treatment with stimulants in narcolepsy. Sleep 17, 103–106.

21. Nishino, S., B. Ripley, S. Overeem, G. J. Lammers, E. Mignot (2000): Hypocretin (orexin) deficiency in human narcolepsy. Lancet 355, 39–40.

22. Ohayon, M. M., R. G. Priest, M. Caulet, C. Guilleminault (1996): Hypnagogic and hypnopompic hallucinations: pathological phenomena? Br. J. Psychiatry 169, 459–467.

23. Poirier, G., J. Montplaisir, F. Decary, D. Momege, A. Lebrun (1986): HLA antigens in narcolepsy and idiopathic central nervous system hypersomnolence. Sleep 9, 153–158.

24. Ripley, B., S. Overeem, N. Fujiki et al. (2001): CSF hypocretin/orexin levels in narcolepsy and other neurological conditions. Neurology 57, 2253–2258.

25. Schramm, E., Riemann D. ICSD – Internationale Klassifikation der Schlafstörungen. PVU-Beltz, Weinheim, 1995.

26. Sturzenegger, C., C. Bassetti (2004): The clinical spectrum of narcolepsy with cataplexy: A reappraisal. J. Sleep Res. 13, 1–13.

27. UMiNMS Group (2000): Randomized trial of modafinil as a treatment for the excessive daytime somnolence of narcolepsy: US Modafinil in Narcolepsy Multicenter Study Group. Neurology 54, 1166–1175.

28. US Modafinil in Narcolepsy Multicenter Study Group (1998): Randomized trial of modafinil for the treatment of pathological somnolence in narcolepsy. Ann. Neurol. 43, 88–97.

29. U.S. Xyrem Multicenter Study Group (2003): A 12-month, open-label, multicenter extension trial of orally administered sodium oxybate for the treatment of narcolepsy. Sleep 26, 31–35.

 

 

 

 

Die in den Leitlinien verwendeten Symbole haben folgende Bedeutung:

 

Aussage zur Wirksamkeit wird gestützt durch mehrere adäquate, valide klinische Studien (z.B. randomisierte klinische Studien) bzw. durch eine oder mehrere valide Metaanalysen oder systematische Reviews. Positive Aussage gut belegt.

 

Aussage zur Wirksamkeit wird gestützt durch zumindest eine adäquate, valide klinische Studie (z.B. randomisierte klinische Studie). Positive Aussage belegt.

 

Negative Aussage zur Wirksamkeit wird gestützt durch eine oder mehrere adäquate, valide klinische Studien (z. B. randomisierte klinische Studie), durch eine oder mehrere Metaanalysen bzw. systematische Reviews. Negative Aussage gut belegt.

 

Es liegen keine sicheren Studienergebnisse vor, die eine günstige oder ungünstige Wirkung belegen. Dies kann bedingt sein durch das Fehlen adäquater Studien, aber auch durch das Vorliegen mehrerer, aber widersprüchlicher Studienergebnisse.



Empfehlungsstärken
A Hohe Empfehlungsstärke aufgrund starker Evidenz oder bei schwächerer Evidenz aufgrund besonders hoher Versorgungsrelevanz
B Mittlere Empfehlungsstärke aufgrund mittlerer Evidenz oder bei schwacher Evidenz mit hoher Versorgungsrelevanz oder bei starker Evidenz und Einschränkungen der Versorgungsrelevanz
C Niedrige Empfehlungsstärke aufgrund schwächerer Evidenz oder bei höherer Evidenz mit Einschränkungen der Versorgungsrelevanz

 

Die Einstufung der Empfehlungsstärke kann neben der Evidenzstärke die Größe des Effekts, die Abwägung von bekannten und möglichen Risiken, Aufwand, Verhältnismäßigkeit, Wirtschaftlichkeit oder ethische Gesichtspunkte berücksichtigen.

 

 

Die "Leitlinien" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sind systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die "Leitlinien" sind für Ärzte rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung.

Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen. Soweit in diesem Werk eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird, darf der Leser zwar darauf vertrauen, dass die Autoren große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung des Werkes entspricht.
Für Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikationsformen kann von der DGN jedoch keine Gewähr übernommen werden. Jeder Benutzer ist angehalten, durch sorgfältige Prüfung der Beipackzettel der verwendeten Präparate und gegebenenfalls nach Konsultation eines Spezialisten festzustellen, ob die dort gegebene Empfehlung für Dosierungen oder die Beachtung von Kontraindikationen gegenüber der Angabe in diesem Buch abweicht. Eine solche Prüfung ist besonders wichtig bei selten verwendeten Präparaten oder solchen, die neu auf den Markt gebracht worden sind. Jede Dosierung oder Applikation erfolgt auf eigene Gefahr des Benutzers. Die Autoren und die DGN appellieren an jeden Benutzer, ihm etwa auffallende Ungenauigkeiten der DGN mitzuteilen.

Geschützte Warennamen und Warenzeichen werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.


 

 

Druckversion als pdf Datei