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Was gibt es Neues?
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
KlassifikationDie Leitsymptome der SAB sind akut einsetzende Kopf- und Nackenschmerzen und eine akute Bewusstseinsstörung. Nackensteife, Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu und Atemstörungen sind weitere häufige Symptome, die jedoch erst Stunden nach der Blutung auftreten können. Krampfanfälle oder fokale neurologische Defizite in der Initialphase sprechen für ein zusätzliches intrazerebrales Hämatom. Diese typischen Symptome, vor allem der explosionsartige Kopfschmerz, werden jedoch nur von der Hälfte der SAB-Patienten beschrieben; die anderen geben eine zunehmende Kopfschmerzintensität über Minuten an. Umgekehrt bestätigt sich nur bei 10% der Patienten mit perakut einsetzenden Kopfschmerzen eine SAB. Die Klassifikation erfolgt nach der World Federation of Neurological Surgeons (WFNS; Teasdale et al. 1988; Tabelle 1). Daneben wird noch die Einteilung nach Hunt und Hess (1968) verwendet. DiagnostikEin kraniales Computertomogramm (cCT) ohne Kontrastmittel ist bei Verdacht auf eine SAB zwingend erforderlich und sichert fast immer die Diagnose. Die Verteilung des Blutes gibt außerdem einen Hinweis auf die Lokalisation des Aneurysmas. Die Sensitivität des cCT sinkt von 98% innerhalb der ersten 12 Stunden nach Blutung auf 75% am 3. Tag und auf 50% am 7. Tag. Die Kernspintomographie ist am 1. Tag der Blutung mit modernen Flairsequenzen und dem Gradientenecho ähnlich sensitiv wie das cCT und kann Blutungen, die bereits Tage zurückliegen, durch den Hämosiderinnachweis mit höherer Sensitivität aufzeigen (Noguchi et al. 1997). Ein unauffälliges CT kann bei kleinen („warning leak“) oder Tage zurückliegenden Aneurysmablutungen vorkommen. Bei klinischem Verdacht muss dann eine Lumbalpunktion erfolgen. Ein wasserklarer, unauffälliger Liquor schließt eine SAB innerhalb der letzten 2–3 Wochen aus (Edlow u. Caplan 2000). Bei blutigem Liquor muss differenzialdiagnostisch ein artifiziell blutiger Liquor in Betracht gezogen werden, der auch durch die „Drei-Gläser-Probe“ nicht sicher ausgeschlossen werden kann. Sicherer als der direkte Blutnachweis, aber auch nicht spezifisch für die SAB, ist eine xanthochrome Verfärbung des Liquors durch Blutabbauprodukte. Die Xanthochromie entsteht innerhalb von wenigen Stunden und ist für bis zu zwei Wochen nach der SAB nachweisbar. Ferritin und Siderophagen im Liquor können eine SAB auch noch nach 3–4 Wochen nachweisen, es gibt jedoch auch hierbei falsch-negative Befunde (Page et al. 1994). Die höchste Nachweisgenauigkeit in der Aneurysmasuche hat die Katheterangiographie. Wegen der Möglichkeit multipler Aneurysmen (Inzidenz 5–33%; Kassell et al. 1990) wird in jedem Fall eine Vier-Gefäß-Angiographie mit gedrehten Aufnahmen und Aufnahmen nach Kompression empfohlen. Wird kein Aneurysma gefunden, sollten auch alle duralen Gefäße (A. carotis externa beidseits) und die das Halsmark versorgenden Gefäße angiographisch dargestellt werden. Der Zeitpunkt ist so zu wählen, dass die Operation innerhalb von 72 Stunden nach Blutung erfolgen kann, da danach die Gefahr eines Vasospasmus das Operationsrisiko erhöht (Kassell et al. 1990). CTA und MRA können Aneurysmen kleiner als 4 mm nicht nachweisen. Die Sensitivität von CTA und MRA für Aneurysmen > 4 mm liegt zwischen 80% und 95% (Raaymakers 1999; Wardlaw u. White 2000). Bis zu 20% der Aneurysmen > 4 mm werden nicht erkannt, wenn CTA bzw. MRA als alleinige Suchmethoden eingesetzt werden. CTA und MRA haben ihren Stellenwert besonders bei der Therapieplanung komplexer und großer Aneurysmen. Der 3-D-Datensatz erlaubt mit beiden Verfahren eine bessere räumliche Visualisierung der komplexen Aneurysmaanatomie. Zusätzlich ist besonders die CTA eine große Hilfe bei der Planung der endovaskulären Therapie, da so eine exakte dreidimensionale Größenausmessung des Aneurysmas möglich ist. Liegt ein großes intrazerebrales raumforderndes Hämatom mit Indikation zur sofortigen Operation vor, kann die CTA direkt im Anschluss an die diagnostische CT eingesetzt werden, um zumindest das symptomatische Aneurysma ausreichend darzustellen. In der postoperativen Phase wird jedoch immer noch eine DSA nötig sein, um die in bis zu 20% der Fälle vorhandenen multiplen Aneurysmen auch nach Clipping des initial symptomatischen Aneurysmas sicher zu diagnostizieren. EpidemiologieEtwa 3% aller Schlaganfälle werden durch eine SAB verursacht (Sudlow u. Warlow 1997). Jährlich erleiden etwa 6–8 von 100000 Personen eine SAB (Linn et al. 1996). Vor dem 40. Lebensjahr ist die SAB bei Männern häufiger, jenseits des 50. Lebensjahres bei Frauen (w:m = 1,5:1). Am häufigsten tritt eine SAB in der 5. und 6. Lebensdekade auf. Risikofaktoren sind arterielle Hypertonie, Rauchen und Hypercholesterinämie, Drogen und fraglich Kontrazeptiva. 5–20% der SAB-Patienten haben eine positive Familienanamnese (Raaymakers 1999). PathophysiologieBei 80% liegt eine Blutung aus einem Aneurysma der basalen Hirnarterien vor. Die Lokalisation am R. communicans anterior oder der A. cerebri anterior ist am häufigsten (40%), gefolgt von A. carotis interna (30%) und A. cerebri media (20%), A. basilaris und der Vertebralarterien (10%). Bei 5% handelt es sich um Blutungen aus arteriovenösen Fehlbildungen. Andere Ursachen sind Schädel-Hirn-Trauma, Dissektionen intrakranieller Arterien (vornehmlich A. vertebralis), mykotische Aneurysmen, Sinusvenenthrombosen, Vaskulitiden und Gerinnungsstörungen. Trotz intensiver Suche wird in 10–15% keine Blutungsquelle gefunden. Die Ursachen intrakranieller Aneurysmen sind multifaktoriell. Während die Anlage der Aneurysmen wahrscheinlich kongenital erfolgt, nehmen sie im frühen Erwachsenenalter aufgrund hämodynamischer Faktoren an Größe zu (Schievink 1997). Arteriosklerotische Aneurysmen sind an Hirngefäßen selten. PrognoseDie wesentlichen prognostischen Faktoren sind das Alter, der Grad der initialen Bewusstseinsstörung, die Menge des subarachnoidalen Blutes und die Lokalisation des Aneurysmas. Aneurysmen im hinteren Hirnversorgungsgebiet und viel subarachnoidales Blut in den Zisternen und Ventrikeln haben eine schlechte Prognose (Broderick et al. 1994). Die Letalität steigt von 13% bei wachen Patienten auf 75% bei initial komatösen Patienten (Kassell et al. 1990). Insgesamt liegt die Letalität innerhalb des ersten Monats mit über 40% immer noch sehr hoch, wobei geschätzt wird, dass 15–20% der Patienten bereits vor Erreichen des Krankenhauses versterben. Die initiale Blutung hat das höchste Letalitäts- und Morbiditätsrisiko (um 20%), nachfolgende Komplikationen wie der Vasospasmus und die Nachblutung verursachen jeweils um 5% Morbidität und Letalität (Säveland u. Brandt 1994). Etwa ein Drittel der überlebenden Patienten hat ein bleibendes neurologisches Defizit. Bleibende neuropsychologische Defizite sind vor allem bei Patienten mit linksseitigem Mediaaneurysma, intraventrikulärem Blut und Hydrozephalus beschrieben (Hackett u. Anderson 2000, Hütter et al. 2001). Bei ca. 25% der Patienten mit Aneurysmablutung tritt Tage bis Wochen vor dem Ereignis ein kleines Aneurysmaleck (sog. „warning leak“) auf, das zwar mit plötzlichen Kopfschmerzen und geringer Nackensteifigkeit, aber oft nicht mit CT-Auffälligkeiten assoziiert ist (Edlow u. Caplan, 2000). Der Liquor zeigt die Diagnose durch eine xanthochrome Färbung. Das Erkennen ist wichtig, da die durch ein „warning leak“ symptomatischen Aneurysmen mit geringem Operationsrisiko ausgeschaltet werden können. KomplikationenEine erneute Blutung aus einem nicht ausgeschalteten Aneurysma ist mit einer Letalität von 50–70% belastet. Das Nachblutungsrisiko ist mit 4% innerhalb der ersten 24 Stunden am höchsten. Kumulativ beträgt es 15–20% nach 2 Wochen und 50% in den ersten 6 Monaten. Danach sinkt es auf 3%/Jahr bei ungeclippten Aneurysmen und 5%/Jahr bei inkomplett geclippten Aneurysmen. Nachblutungen sind häufiger bei systolischen Blutdruckwerten über 160 mm Hg (Brown u. Benzel 1990). Die Rezidivblutung kann nur durch eine möglichst frühzeitige Ausschaltung des Aneurysmas wirksam verhindert werden. Ein Hydrozephalus kann sich bei Verschluss des Aquaeductus, der Austrittsstellen des 4. Ventrikels oder als Hydrocephalus aresorptivus bei Verklebung der pacchionischen Granulationen ausbilden. Er tritt in 15–20% nach SAB auf und kann sofort im Anschluss an die Blutung oder innerhalb weniger Tage danach entstehen (Hasan et al. 1989). Die Diagnose ist mit Hilfe von CT oder MRT möglich. Die Wahrscheinlichkeit für einen Hydrozephalus steigt bei intraventrikulären Blutungen und bei Tamponade der Cisterna ambiens mit Blut. Der Vasospasmus der basalen Hirnarterien tritt in 30–70% nach SAB auf und führt unbehandelt bei über einem Viertel der Patienten zu Schlaganfall oder Tod durch ein verzögertes ischämisches Defizit (Kassell et al. 1990). Der Vasospasmus beginnt typischerweise zwischen dem 3.-5. Tag nach SAB, ist voll ausgeprägt zwischen dem 5.-14. Tag und bildet sich allmählich innerhalb von 2–4 Wochen zurück. Neben dem Schweregrad der Blutung können Hypovolämie, Hyponatriämie oder zu niedriger Blutdruck Vasospasmen begünstigen. Die Ursache ist trotz intensiver Forschung bisher nicht vollständig geklärt. Die bisherige Annahme, dass die Menge des subarachnoidalen Blutes einen prädiktiven Wert hat (Brouwers et al. 1993), wird durch neuere Studien etwas in Frage gestellt: Endovaskulär behandelte Patienten haben weniger Vasospasmen als geclippte Patienten, bei denen das subarachnoidale Blut ausgespült wurde (Yalamanchili et al. 1998). Beginn und Verlauf des Vasospasmus können nichtinvasiv durch die transkranielle Dopplersonographie (TCD) festgestellt werden, wobei nicht die absoluten Werte der Blutflussgeschwindigkeiten, sondern der intraindividuelle Vergleich im Längsschnitt entscheidend ist. Mittlere Flussgeschwindigkeiten < 120 cm/s oder > 200 cm/s sind einigermaßen zuverlässig zum Ausschluss bzw. Nachweis von Vasospasmen, müssen aber in Relation zu den extrakraniellen Flussgeschwindigkeiten in der A. carotis interna und dem Alter des Patienten gewertet werden. Da der Vasospasmus das Operationsrisiko erhöht, wird die operative Clippung oder auch eine endovaskuläre Therapie innerhalb der ersten drei Tage angestrebt. Andere Komplikationen: Etwa 25% der SAB-Patienten haben im Verlauf der Erkrankung eine Hyponatriämie (zerebrales Salzverlustsyndrom; Harrigan 1996). Epileptische Anfälle unmittelbar nach der Blutung sind selten, im weiteren Verlauf treten sie bei bis zu 30% der Patienten auf (Hasan et al. 1993). Häufigste kardiale Komplikation sind Arrhythmien, in 5% sogar lebensbedrohliche ventrikuläre Arrythmien (Solenski et al. 1995). Therapie Die Einweisung oder Weiterverlegung in ein Krankenhaus mit der Möglichkeit einer Therapieabsprache zwischen Neurochirurgen, interventionellen Neuroradiologen und Neurologen und der Überwachung auf einer Intensivstation ist notwendig, wenn die Anamnese, der cCT-Befund oder die Liquorpunktion den Verdacht auf eine SAB begründen. Aufgrund der hohen Reblutungsgefahr und der damit verbundenen Letalität ist eine ambulante Behandlung nicht zulässig. AneurysmaausschaltungTherapieEmpfehlung:
Nach angiographischer Darstellung eines oder mehrerer Aneurysmen als Blutungsquelle für die SAB sollten diese so rasch wie möglich ausgeschalten werden. Dazu stehen das endovaskuläre Coiling durch einen interventionell erfahrenen Neuroradiologen oder das neurochirurgische Aneurysmaclipping zur Auswahl. Nach der ISAT-Studie ist die kurzfristige Prognose (Mortalität und Behinderungsgrad nach einem Jahr) nach endovaskulärem Coiling besser als nach Aneurysmaclipping: absolute Risikoreduktion 6,9%, relative Risikoreduktion 22,6% (International Subarachnoid Aneurysm Trial, ISAT, Collaborative Group 2002). Seither wird von vielen das Coiling als Methode der 1. Wahl angesehen ( Bis zum Vorliegen langfristiger Reblutungsraten und weiterer Studien mit einem größeren Spektrum unterschiedlicher Aneurysmalokalisationen und Schweregrade wird empfohlen, eine individuelle Therapieentscheidung unter interdisziplinärer Absprache zwischen Neuroradiologen, Neurochirurgen und Neurologen zu treffen. Die Operation hat ihren eindeutigen Stellenwert (
Das endovaskuläre Coiling ist Methode der Wahl ( Coiling erfordert ein spezielles prä-, peri- und postinterventionelles Vorgehen, das im Einzelfall durch den interventionellen Neuroradiologen festzulegen ist. Üblicherweise beinhaltet dieses Vorgehen (
HydrozephalusTherapieEin akuter Hydrozephalus mit Bewusstseinsstörung oder eine intraventrikuläre Blutung sind Indikationen zur Anlage einer ventrikulären Liquordrainage ( VasospasmusProphylaxeEmpfehlung:
Allgemeine Maßnahmen zur Vasospasmusprophylaxe sind positive Flüssigkeitsbilanz, Hypervolämie, Vermeidung hypotensiver Blutdruckwerte und niedriger Natriumwerte. Die früher durchgeführte Behandlung mit antifibrinolytischen Substanzen (a-Aminocapronsäure, Tranexamsäure) zur Verhinderung von Rezidivblutungen wurde verlassen, da – auch unter Prophylaxe mit Nimodipin – vasospasmusbedingte Komplikationen und thromboembolische Ereignisse auftraten (Roos 2000) ( Der Kalzium-Antagonist Nimodipin (Nimotop) senkt signifikant das Risiko für Symptome durch einen Vasospasmus (RRR 33%; 95% CI 25–41%), sekundäre Hirninfarkte (RRR 21%; 95% CI 11–28%), Tod und Pflegebedürftigkeit (RRR 27%; 95% CI 13–39%). Deswegen soll Nimodipin (60 mg p.o. alle 4 Stunden, Tagesdosis 360 mg) bei allen Patienten ab dem Tag der Aufnahme für 21 Tage gegeben werden ( Aus dem Bereich der Neuroprotektiva wurde intensiv das 21-Amino-Steroid Tirilazad untersucht. In vier kontrollierten Studien hat sich aber lediglich in einer Studie (Kassell et al. 1996) ein positiver Effekt bei Verwendung von 6 mg/kg/d Tirilazad gezeigt, eine Vergleichsstudie mit gleicher Dosierung war negativ (Haley et al. 1997), kontrovers zwei Studien bei Frauen mit 15 mg/kg/d Tirilazad (Lanzino u. Kassell 1999, Lanzino et al. 1999). Damit wird die Gabe von Tirilazad nicht empfohlen ( TherapieEmpfehlung:
Bei Einsatz innerhalb von Stunden nach Auftreten eines symptomatischen Vasospasmus kann die hypertensive hypervolämische Hämodilution (Triple-H-Therapie) ischämische Symptome dauerhaft zurückbilden ( Zur Behandlung von Vasospasmen kann in spezialisierten Zentren die transluminale Ballonangioplastie eingesetzt werden. Die Methode eignet sich für Spasmen der distalen A. carotis interna, der proximalen M1- und A1-Segmente, der A. vertebralis und der A. basilaris ( Wenn der Vasospasmus auch distalere Gefäßsegmente einbezieht, ist möglicherweise die intraarterielle Papaveringabe wirksamer als die transluminale Angioplastie ( Allgemeine BehandlungsmaßnahmenEmpfehlung:
Die meisten allgemeinen Behandlungsmaßnahmen sind rein empirisch und nicht durch kontrollierte Studien gesichert.
ExpertengruppeMichael Forsting, Neuroradiologische Abteilung der Universität Essen Martin Grond, Neurologische Klinik des Kreiskrankenhauses Siegen Roman L. Haberl, Abteilung für Neurologie des Krankenhauses München-Harlaching Hans-Jakob Steiger, Neurochirurgische Klinik der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf Dietmar Stolke, Neurochirurgische Klinik der Universität Essen Federführend: Roman L. Haberl, Abteilung für Neurologie, Krankenhaus München-Harlaching, Städt. Klinikum München GmbH, Sanatoriumsplatz 2, 81545 München e-mail: r.haberl@khmh.de PatientenselbsthilfeorganisationStiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe, Carl-Bertelsmann-Str. 256, 33311 Gütersloh. Tel.: 05241–9770–0, Fax: 05241–702071 Literatur1. Awad, I. A., L. P. Carter, R. F. Spetzler, M. Medina, F. W. Williams (1987): Clinical vasospasmus after subarachnoid hemorrhage: response to hypervolemic hemodilution and arterial hypertension. Stroke 18, 365–372. 2. Brilstra, E. H., G. J. 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Die in den Leitlinien verwendeten Symbole haben folgende Bedeutung:
Empfehlungsstärken
Die Einstufung der Empfehlungsstärke kann neben der Evidenzstärke
die Größe des Effekts, die Abwägung von bekannten und möglichen
Risiken, Aufwand, Verhältnismäßigkeit, Wirtschaftlichkeit oder
ethische Gesichtspunkte berücksichtigen.
Die "Leitlinien" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sind systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die "Leitlinien" sind für Ärzte rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung. Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen.
Soweit in diesem Werk eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird,
darf der Leser zwar darauf vertrauen, dass die Autoren große Sorgfalt
darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung
des Werkes entspricht. Geschützte Warennamen und Warenzeichen werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.
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