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Was gibt es Neues?
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
KlassifikationDie amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist im 19. Jahrhundert als ein charakteristisches klinisches Syndrom definiert worden, das sich neuropathologisch in einer Läsion des kortikospinalen Trakts, der Vorderhornzellen und der bulbären motorischen Hirnnervenkerne äußert. Klinisch finden sich korrespondierend dazu fokal beginnende amyotrophe Paresen und Zeichen der Läsion der Pyramidenbahn, die im Verlauf generalisieren und nach 3–5 Jahren in die respiratorische Insuffizienz führen. Die ALS wird nach klinischen Kriterien in die Gruppe der motorischen Systemdegenerationen eingeordnet, zwischen den rein motorischen Neuropathien, den spinalen Muskelatrophien und den – seltenen – ganz überwiegenden Erkrankungen des ersten motorischen Neurons, den primären Lateralsklerosen. Es ist nicht überraschend, dass die moderne molekulargenetische Forschung die klinischen Grenzen zwischen diesen Krankheitsbildern neu definiert und gleichzeitig zeigt, dass die klinischen Syndrome ätiologisch heterogen sind. Dies gilt vor allem für die ALS, bei der bisher nur drei ätiologische Faktoren identifiziert sind: die für etwa 1% der Erkrankungen verantwortlichen Mutationen im Gen der zytosolischen Cu/Zn-Superoxiddismutase (Cu/Zn-SOD; Rosen et al. 1993), die kürzlich beschriebenen Mutationen im Dynactin-Gen (Münch et al. 2004) und die extrem seltenen Mutationen im Alsin-Gen (ALS-2-Gen; Hadano et al. 2001). Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass etwa 5% aller ALS-Kranken eine klinisch deutliche frontale Demenz entwickeln; ansonsten sind die häufig nachweisbaren subtilen Defizite in neuropsychologischen Testungen, die frontale Funktionen widerspiegeln, nicht oder kaum progredient (Schreiber et al. 2005). PathophysiologieDie Kenntnisse zur Pathophysiologie und -biochemie der Erkrankung stützen sich vor allem auf Untersuchungen des derzeit besten Tiermodells für die Erkrankung, transgenen Mäusen, die Mutationen im menschlichen Cu/Zn-SOD-Gen tragen (Ludolph 2000). Diese Tiere entwickeln fokale periphere Paresen und sterben – wie der Mensch – an einer respiratorischen Insuffizienz. Das erste ultrastrukturelle Merkmal der kranken Motoneurone ist eine Vakuolisierung des Zellsomas, der Dendriten und proximalen Axone, die von den Mitochondrien ausgeht. Erste Verluste der Muskelkraft treten gleichzeitig mit dieser Schädigung der Mitochondrien auf; später im Verlauf kommt es zu einer Mikrogliaaktivierung, einem Verlust der Motoneurone, ohne dass apparente klinische Defizite auftreten, einer reaktiven Astrogliose, und schließlich, nach Verlust von 30–50% der Neurone, zum Auftreten von Paresen. Erste Ergebnisse deuten auch bei der sporadischen Erkrankung des Menschen auf eine sekundäre Schädigung der Mitochondrien hin. Die Bedeutung dieser Modellvorstellungen liegt in der Ableitbarkeit therapeutischer Strategien, wie antiexzitotoxischer Prinzipien, dem Einsatz von Antioxidanzien und Substraten des Energiestoffwechsels, aber auch antiapoptotischer Substanzen (Ludolph 2000). Elektrophysiologische Untersuchungen des peripheren Nervensystems des Menschen haben schon früh die Bedeutung der Denervierung der Muskulatur gezeigt und auf ein sekundäres myasthenes Syndrom hingewiesen, das allerdings nur geringfügig ausgeprägt ist. Die Schädigung des kortikospinalen Trakts ist wie die des peripheren motorischen Nervs als Läsion der Axone, nicht der Myelinscheiden, anzusehen. Bildgebende Untersuchungen spielen zwar eine Rolle in der Differenzialdiagnose, haben aber derzeit keine wesentliche diagnostische Bedeutung. Der kernspintomographische Nachweis von Veränderungen des Gyrus praecentralis und der Pyramidenbahnen ist oft möglich; zudem nehmen diese Veränderungen im Verlauf zu (Hecht et al. 2001). Der hohen Sensitivität steht jedoch bisher eine geringere Spezifität gegenüber. Die Protonenspektroskopie kann eine Reduktion der N-Acetylaspartat-Konzentrationen im motorischen Kortex nachweisen; dieser Befund ist aufgrund seiner Variabilität jedoch für die individuelle Diagnose einer Kortexaffektion nicht nützlich. Untersuchungen mit Hilfe des 3 T MRT erbringen derzeit keine Vorteile im Vergleich zum 1,5 T MRT (Ethofer et al. 2003). Die Positronenemissionstomographie zeigt einen reduzierten Glukosemetabolismus auch in anderen Regionen als dem Motorkortex (Ludolph et al. 1991) sowie eine individuell variable FluorDopa-Aufnahme (Borasio et al. 1998). Klinisch-neurochemische Auffälligkeiten bleiben unspezifisch; es gibt aber kaum eine neurogene Läsion, die so konstant mit einer leicht erhöhten Kreatinkinase assoziiert ist. Das Liquoreiweiß ist wie das Liquortau bei den meisten ALS-Patienten in Abhängigkeit von der Aggressivität des Krankheitsprozesses erhöht. Ziele und AnwendungsbereichDefinition der Ziele der LeitlinieZiel dieser Leitlinie ist die Darstellung des diagnostischen und differenzialdiagnostischen Vorgehens bei Motoneuronerkrankungen, speziell der amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Wenngleich bei dieser vergleichsweise seltenen Erkrankung (in Bezug auf die Prävalenzen) auf vielen Gebieten auf evidenzbasierte Informationen verzichtet werden muss, so sind diese Leitlinien jedoch in hohem Maße versorgungsrelevant, da es gerade ein Charakteristikum eines Großteils der Erkrankungen ist, dass die häufig aufwendige versorgungsrelevante Therapie der Symptomatik der Progredienz der Erkrankung hinterherläuft. Diese Leitlinie ist eine Fortentwicklung der Leitlinie der DGN 2003 und nimmt die Practice Parameter der American Academy of Neurology (Miller et al. 1999) auf. Die Leitlinie wurde im November 2004 von der unten genannten Arbeitsgruppe aktualisiert. Definition des Anwendungsbereichs (Zielgruppe)Diese Leitlinie wendet sich an alle Ärzte, aber auch an andere Berufsgruppen (Psychologen, Sozialarbeiter, Krankengymnasten, Logopäden, Ergotherapeuten), die Patienten mit Motoneuronerkrankungen betreuen. DiagnostikObligat
Fakultativ
Fakultative genetische Diagnostik: SOD1-Gen (nach Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik; Humangenetik in Gießen und Ulm; Neurologie Ulm), Androgenrezeptorgen bei entsprechendem klinischen Verdacht auf Kennedy-Syndrom (Befall ausschließlich des 2. Motoneurons, männlicher Patient, endokrine Auffälligkeiten; Humangenetik in Würzburg und Ulm). Bei signifikanter Eiweißerhöhung im Liquor: Großes Differenzialblutbild, Immunelektropherese, ggf. Knochenmarkspunktion, Bence-Jones-Protein Bei Zugehörigkeit zu Risikogruppen: HIV Diagnostik, Lues-Serologie TherapiePrinzipiell ist zwischen kausal orientierter pharmakologischer Therapie und palliativer Behandlung zu unterscheiden, die auch symptomatische Therapieansätze mit einschließt. Pharmakologische TherapieDie neuroprotektiven Therapieansätze sind nur im Falle des Riluzols in doppelblind placebokontrollierten Studien belegt. Riluzol erhöht die Wahrscheinlichkeit, das erste Therapiejahr zu überleben, um 6,4–12,1% (je nach Studie). Eine retrospektive Studie hat gezeigt, dass ein früherer Einsatz des Medikaments zu einem langsameren Verfall der motorischen Funktionen führt (Riviere et al. 1998). Es gibt zahlreiche erfolgreiche neuroprotektive Strategien beim Tier (Cu/Zn-SOD-Modell), von denen keine beim Menschen ausreichend belegt erscheint, auch nicht die pragmatische Therapie mit Antioxidanzien (Vitamin E). Die in der letzten Leitlinie angegebene pragmatische Therapie mit Kreatin hat sich in einer Phase-II-Studie inzwischen als unwirksam erwiesen (Groeneveld et al. 2003); das gleiche gilt für die häufig diskutierte Therapie mit sehr hohen Dosen (5000 mg) Vitamin E (Graf et al. 2005), wobei die 18-monatige Studie keine erhöhte Häufigkeit von unerwünschten Nebenwirkungen dieser Dosierung gezeigt hat. Rilutek: 2 x 50 mg ( Prinzipien der symptomatischen (palliativen) Therapie
Krankengymnastik und ErgotherapieIndikation: Individuelle Indikationsstellung, leichte, mittelschwere bis schwerste Paresen Krankengymnastische Therapie, um Restfunktion zu fördern und sinnvoll einzusetzen und um Immobilisationsfolgen zu vermeiden (kein Krafttraining) (Þ) (A) Ergotherapie, um Restfunktionen sinnvoll einzusetzen und zu nutzen ( Therapie der chronischen respiratorischen InsuffizienzIndikation: Typische Beschwerden der chronischen Hypoventilation (Dyspnoe, Schlafstörungen, Unruhe, morgendlicher Kopfschmerz), klinisch und laborchemische Objektivierung (Blutgase); ggf. durch nächtliche Oxymetrie gestützt.
Therapie der DyspnoeIndikation: Praktisch immer notwendig
PneumonieprophylaxeIndikation: Praktisch immer in mittleren und späten Stadien der Erkrankung notwendig
HypersalivationIndikation: Leidensdruck, auch Pneumonieprophylaxe TTS Scopoderm (alle 1–3 Tage), alternativ Amitriptylin (25–50 mg; bis zu 3 x täglich), Atropintropfen 1% sublingual, 1–2 Tropfen bis zu 3 x täglich, auch Botulinumtoxin; bei Verwendung von Botulinumtoxin A 15–40 MU (Botox) je Glandula parotidea, 10–15 MU (Botox) je Glandula submandibularia ( Cave: Individuelle Dosierung!
Die früher durchgeführte Bestrahlung der Speicheldrüsen (Einzeldosis 7–8 Gy) wird durch diese Therapie in der ganz überwiegenden Mehrzahl der Fälle überflüssig. SchluckstörungenIndikation: Leidensdruck, Gewichtsabnahme, Dehydratation, Aspirationsgefahr
DysarthrieIndikation: Leidensdruck 1. Logopädie, um Restfunktionen sinnvoll einzusetzen und zu nutzen ( 2. Alphabettafel, Kommunikator (früher Einsatz) ( Orthopädische HilfsmittelversorgungIndikation: je nach Defizit 1. Je nach Behinderung; frühzeitige Besprechung und Verordnung 2. Zum Beispiel Peronäusschiene, Rollstuhl, Halskrawatte ( DepressionIndikation: Leidensdruck
Affektstörungen bei PseudobulbärparalyseIndikation: Leidensdruck des Patienten (in Einzelfällen auch der Angehörigen) Amitriptylin, eventuell Serotoninaufnahme-Hemmer, z. B. Citalopram, Fluvoxamin ( SchmerztherapieIndikation: Leidensdruck, große Anzahl von Patienten
Muskelkrämpfe/FaszikulationenIndikation: Leidensdruck (individuell vorgehen)
AngstIndikation: Leidensdruck Lorazepam, Diazepam, auch als Supp. ( Cave: Atemdepression
Psychosoziale BetreuungIndikation: Wunsch des Patienten (sekundär der Angehörigen)
Ambulant/stationärAmbulant Diagnostik bei unkomplizierter Situation ist auch ambulant möglich. Stationär Stationär bei schwieriger Differenzialdiagnose, assoziierten reaktiven psychischen Störungen, Suizidalität, akuter (Pneumonie) und chronischer (alveoläre Hypoventilation) respiratorischer Insuffizienz, schweren Schluckstörungen (Gastrostoma) Terminal: eventuell Hospiz, spezialisierte Pflegeeinrichtung BesonderheitenDie Schwere der Erkrankung rechtfertigt in der Regel das Einholen einer zweiten Meinung. Verfahren zur KonsensbildungUnter Vorlage der vorherigen Leitlinien schriftliche und mündliche Konsensbildung nach mehrfacher Verteilung und Korrektur durch die Autoren. Kooperationspartner und Sponsoren Diese Leitlinie entstand ohne Einflussnahme oder Unterstützung durch die Industrie. ExpertengruppeProf. Borasio, Neurologie, LMU München Prof. Bufler, Neurologie, MHH Hannover Prof. Dengler, Neurologie, MHH Hannover PD Dr. Hecht, Neurologie, Universitätsklinik Erlangen Prof. Ludolph, Neurologie, Universitätsklinik Ulm PD Dr. Meyer, Neurologie, Humboldtuniversität Berlin Federführend: Prof. Dr. Albert Ludolph, Universitätsklinik für Neurologie, Oberer Eselsberg 45, 89081 Ulm e-mail: albert.ludolph@rku.de Literatur1. Borasio, G. D., J. Schwarz, V. Schlamp, A. Abel, P. D. Mozley, H. F. Kung, K. Tatsch (1998): Dopaminergic deficit in amyotrophic lateral sclerosis assessed with [I-123] IPT-SPECT. J. Neurol. Neurosurg. Psychiatry 65, 263–265. 2. Borasio, G. D., R. Voltz, R. G. Miller (2001): Palliative Care in Amyotrophic Lateral Sclerosis. In: Palliative Care, A. Carver and K. Foley, eds. Neurol. Clin. 19, 829–847. 3. Bradley, W. G., F. Anderson, M. Bromberg et al. and the ALS CARE Study Group (2001): Current management of ALS. Comparison of the ALS CARE database and the AAN Practice parameter. Neurology 57, 500–504. 4. Butz, M., K. H. Wollinsky, U. Wiedemuth-Catrinescu, A. Sperfeld, S. Winter, H. H. Mehrkens, A. C. Ludolph, H. Schreiber (2003): Longitudinal effects of noninvasive positive-pressure ventilation in patients with ALS. J. Phys. Med. Rehab. 82 (8), 597–604. 5. Ethofer, T., I. Mader, U. Seger, G. Helms, M. Erb, W. Grodd, A. C. Ludolph, U. Klose (2003): Comparison of longitudinal metabolite relaxation times in different regions of the human brain at 1,5 and 3 Tesla. Magn. Res. Med. 50, 1296–1301. 6. Gaigalat T., U. Wiedemuth-Catrinescu, M. Graf, I. Uttner, R. Muche, A. C. Ludolph, H. Schreiber (2005): Cognitive function in bulbar- and spinal-onset amyotrophic lateral sclerosis. A longitudinal study in 52 patients. J Neurol. 2005 Jul;252(7):772–81. Epub 2005 Mar 8. PMID: 15742104(PubMed – in process) 7. Graf, M., D. Ecker, R. Horowski, B. Kramer, P. Riederer, M. Gerlach, C. Haber, A. C. Ludolph et al. (2005): High dose vitamin E therapy in amyotrophic lateral sclerosis as add-on therapy to riluzole: results of a placebo-controlled double-blind study, J. Neurol Transm., 112(5):649–660. 8. Groeneveld, G., J. Veldink, I. van der Tweel, S. Kalmijn, C. Beijer, M. de Visser, J. Wolkke, H. Franssen, L. van den Berg (2003): A randomized sequential trial of creatine in amyotrophic lateral sclerosis. Ann. Neurol. 53, 437–445. 9. Hadano, S., C. K. Hand, H. Osuga et al. (2001): A gene encoding a putative GTPase regulator is mutated in familial amyotrophic lateral sclerosis type 2. Nat. Gen. 29, 66–173. 10. Hecht, M. J., F. Fellner, C. Fellner et al. (2001): MRI-FLAIR images of the head show corticospinal tract alterations in ALS patients more frequently than T2-, T1 and proton density weighted images. J. Neurol. Sci. 186, 37–44. 11. Ludolph, A. C., K. J. Langen, Regard M., Herzog H., Kemper B., Kuwert T., Böttger I. G., L. 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D. Mitchell, D. H. Moore (2001): Riluzole for amyotrophic lateral sclerosis (ALS)/motor neuron disease (MND). The Cochrane Library. Issue 3. 16. Münch, C., R. Sedlmeier, T. Meyer, V. Homberg, A. D. Sperfeld, A. Kurt, J. Prudlo, G. Peraus, C. O. Hanemann, G. Stumm, A. C. Ludolph (2004): Point mutations of the p150 subunit of dynactin (DCTN1) gene in amyotrophic lateral sclerosis. Neurology 63, 724–726. 17. Riviere, M., V. Meininger, P. Zeisser, T. Munsat (1998): An Analysis of Extended Survival in Patients With Amyotrophic Lateral Sclerosis Treated With Riluzole. Arch. Neurol. 55, 526–528. 18. Rosen, D. R., T. Siddique, D. Patterson et al. (1993): Mutations in Cu/Zn superoxide dismutase gene are associated with familial amyotrophic lateral sclerosis. Nature 362, 59–62. 1. Schreiber, H., T. Gaigalat, U. Wiedemuth-Catrinescu, M. Graf, I. Uttner, R. Mucke, A. C. Ludolph (2005); Cognitive function in bulbarand spinal-onset amyotrophic lateral sclerosis – a longitudinal study in 52 patients. Journal of Neurology Mar 8 (Epub).
Die in den Leitlinien verwendeten Symbole haben folgende Bedeutung:
Empfehlungsstärken
Die Einstufung der Empfehlungsstärke kann neben der Evidenzstärke
die Größe des Effekts, die Abwägung von bekannten und möglichen
Risiken, Aufwand, Verhältnismäßigkeit, Wirtschaftlichkeit oder
ethische Gesichtspunkte berücksichtigen.
Die "Leitlinien" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sind systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die "Leitlinien" sind für Ärzte rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung. Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen.
Soweit in diesem Werk eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird,
darf der Leser zwar darauf vertrauen, dass die Autoren große Sorgfalt
darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung
des Werkes entspricht. Geschützte Warennamen und Warenzeichen werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.
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