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Was gibt es Neues?
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
Cave: kommerzielle Primer!
Definition des GesundheitsproblemsDas humane Immundefizienz-Virus (HIV) kann unterschiedliche Krankheitsbilder am peripheren und zentralen Nervensystem hervorrufen. Die nervalen Systemmanifestationen haben im Zeitalter der hochaktiven antiretroviralen Therapien nicht in dem erwarteten Ausmaß abgenommen, so dass sie nach wie vor eine relevante Komplikation der HIV-Infektion darstellen. Dies gilt auch für die noch zahlenmäßig nennenswerten opportunistischen (durch hinzutretende Parasiten, Viren oder Bakterien hervorgerufenen) Erkrankungen. Sollten diese Erkrankungen Anlass einer erstmaligen HIV-Testung sein, so ist zuvor die Einwilligung des Patienten einzuholen. Einer HIV-Testung sollte immer ein ausführliches Beratungsgespräch vorausgehen, ebenso wie bei einem positiven Testergebnis eine umfangreiche Beratung und Aufklärung hinsichtlich der Behandlung im Vordergrund stehen muss. Ziele und AnwendungsbereichDefinition der Ziele der LeitlinieZiel dieser Leitlinie ist die Vermittlung von Basiswissen über die neurologischen Systemmanifestationen der HIV-Infektion sowie über mit der resultierenden Immunschwäche verbundene opportunistische Infektionen, die gängigen antiretroviralen Medikamente und ihre Anwendung bei neurologischen, virusassoziierten Erkrankungen, die Nebenwirkungsprofile der Therapie bzw. ihre Wechselwirkungen mit typischerweise durch den Neurologen angewendeter Beimedikation.
Definition des Anwendungsbereichs (Zielgruppe)Diese Leitlinie wendet sich überwiegend an Neurologen und Psychiater, die im ambulanten und klinischen Bereich HIV-Patienten mit infektionsbedingten Komplikationen oder HIV-unabhängigen Erkrankungen aus ihrem Fachbereich betreuen. HIV-1-assoziierte EnzephalopathieDefinitionDurch motorische (Störung der Feinmotorik), kognitive (Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Verlangsamung von Auffassung und Reagibilität) und emotionale (Verlust von Initiative und Antrieb, sozialer Rückzug mit Verlust sozialer Kompetenz, Depressivität und verminderte emotionale Schwingungsfähigkeit) Defizite gekennzeichnete, virusassoziierte Gehirnerkrankung, die zu einer schweren Demenz sowie zu einer spastischen Tetraparese mit Blasenstörungen und Mutismus führt (Eggers et al. 2000, Sporer et al. 2003). Unter hochaktiver antiretroviraler Therapie (HAART) ist diese Erkrankung deutlich seltener geworden. Neuere Berichte sprechen von einer erneuten Zunahme in den letzten Jahren (Dore et al. 2003).
UntersuchungenNotwendig
Im Einzelfall erforderlich
Neuropathologische Befunde
Therapie
Ambulant/stationär
Geringfügige motorische Defizite (= minor motor deficits/MMD)DefinitionGeringfügige motorische Defizite sind durch spezifische Feinmotoriktests erfassbare Funktionseinbußen, die – sobald der Patient sie in Form manifester Funktionsverluste (z. B. weniger Anschläge bei der Datentypistin, Geschicklichkeitsminderung des Feinmechanikers) selbst bemerkt – als „kognitiv-motorischer Komplex“ bezeichnet werden. Die „geringfügigen motorischen Defizite“ sind Vorläufersymptom der HIV-1-assoziierten Enzephalopathie und prädiktiv für den Tod des Patienten ( UntersuchungenNotwendig
Im Einzelfall erforderlich
Therapie
Ambulant/stationärAmbulante Therapie ausreichend HIV-1-assoziierte Myelopathie (HIVM)DefinitionLangsam progrediente spinale Symptomatik mit beinbetonter Tetraparese und spastisch-ataktischem Gangbild, Hyperreflexie und positiven Pyramidenbahnzeichen, Sphinkterfunktionsstörungen sowie handschuh- und sockenförmigen sensiblen Störungen ohne Nachweis eines abgrenzbaren sensiblen Niveaus, die sich ohne die charakteristischen Zeichen der HIV-Enzephalopathie als isolierte Rückenmarkerkrankung entwickelt und direkt HIV-1-assoziiert ist, obwohl der Nachweis viraler Produkte nur inkonstant gelingt. Allerdings treten bei 60% der Patienten HIV-1-assoziierte Myelopathie und Enzephalopathie gleichzeitig auf. Die HIV-1-assoziierte Myelopathie tritt überwiegend in den Spätstadien der Infektion auf. Häufigstes morphologisches Korrelat der HIVM ist die sog. vakuoläre Myelopathie (VM), deren Merkmale eine Vakuolisierung besonders des thorakalen und zervikalen Rückenmarks mit Betonung der Seitenstränge und das Auftreten lipidbeladener Makrophagen sind. UntersuchungenNotwendig
TherapieEine spezifische Therapie ist nicht gesichert, jedoch sollte eine antiretrovirale Therapie eingeleitet respektive intensiviert werden ( Ambulant/stationärDie Diagnose sollte im Rahmen eines kurzzeitigen stationären Aufenthalts gesichert werden, im Verlauf kann die Erkrankung ambulant versorgt werden. HIV-1-assoziierte NeuropathienDefinitionSystemische periphere Nervenaffektion im Rahmen der HIV-1-Infektion, die je nach Stadium mit unterschiedlicher Inzidenz in unterschiedlichen klinischen Verlaufsformen auftreten kann (DNAA 2000):
UntersuchungenNotwendig
Im Einzelfall erforderlich
TherapieDie Therapie unterscheidet kausale und symptomatische Ansätze. Kausale Ansätze ergeben sich für die
Daneben sollte eine symptomorientierte symptomatische Therapie vor allem schmerzhafter Dysästhesien erfolgen (Husstedt et al. 2001, Hahn et al. 2004).
Ambulant/stationär
HIV-1-assoziierte MyopathienDefinitionInitial zunächst Myalgien, die häufig belastungsabhängig sind, und Erhöhung der CPK, der sich im weiteren Verlauf nach Monaten subakut bis chronisch progredient zunehmende Paresen und/oder Muskelatrophien vor allem der proximalen Muskulatur hinzugesellen. Dabei bleibt trotz z.T. ausgeprägter Atrophien die Parese zumeist gering- bis mäßiggradig. HIV-1-assoziierte Myopathien treten mit einer Inzidenz von ca. 1% in jedem Stadium der HIV-1-Infektion auf. Dabei werden primär durch HIV-1 ausgelöste Myopathien (Polymyositis, Nemaline-Myopathie, Einschlusskörperchenmyositis) von sekundär ausgelösten Myopathien unterschieden (opportunistische Infektionen, erregerbedingte Myositiden, Pyomyositis, Lymphominfiltration, arzneimittelinduzierte Rhabdomyolysen, AZT-vermittelte Myopathie). Die diagnostische Zuordnung erfolgt in der Regel nach histopathologischen Kriterien (DNAA 2000). UntersuchungenNotwendig
TherapieLeichte Erkrankungen mit ausschließlichen Myalgien werden mit NSAID ausreichend behandelt. Eine HIV-assoziierte Polymyositis lässt sich meistens mit Prednison (100 mg/d für 3–4 Wochen, dann langsam ausschleichen) oder in Einzelfällen i.v. Immunglobulinen (0,4 g/kg täglich über 5 Tage) gut behandeln. Auch die Nemaline-Myopathie spricht gut auf die Gabe von Prednison (Dosierung s. o.) an. Bei der AZT-Myopathie ist das Ab- bzw. Umsetzen des Medikaments Therapie der Wahl. Die Symptomrückbildung kann 4–6 Wochen dauern. Falls AZT in der antiretroviralen Therapie unverzichtbar ist, sollte es in reduzierter Dosis gegeben werden. Wenn der Auslassversuch zu keiner Besserung führt, ist ein Therapieversuch mit Prednison (s. o.), wie für die Polymyositis angegeben, sinnvoll. Ambulant/stationärDie Diagnose sollte im Rahmen eines kurzzeitigen stationären Aufenthaltes mittels Muskelbiopsie gesichert werden, im Verlauf kann die Erkrankung ambulant behandelt werden. Opportunistische zerebrale InfektionenDefinitionDurch Parasiten (Toxoplasma gondii T.g.), Viren (JC-Virus, Zytomegalie-Virus = ZMV), Pilze (Kryptokokkus neoformans) oder Bakterien (Mykobakterien) bei HIV-infizierten oder sonstig immungeschwächten Patienten hervorgerufene zerebrale Infektionen. Die in Klammern gesetzten Erreger sind die bei HIV-positiven Patienten häufigsten; sie stellen alle AIDS-definierende Erkrankungen dar und treten bei CD4+-Zellzahlen < 150/µl auf (Maschke et al. 2000 und 2004). UntersuchungenNotwendig
Cave: kommerzielle Primer
Cave: Häufig nicht hilfreich, da Durchseuchung der Normalbevölkerung hoch – somit IgG häufig auch ohne Krankheitserscheinungen hoch und IgM wegen Immuninkompetenz möglicherweise nicht bildbar Im Einzelfall erforderlichHirnbiopsie (bei T.g. im Falle des Versagens der antiparasitären Therapie nach 2–3 Wochen) Therapie
Primär-zerebrales LymphomDefinitionHäufigster zerebraler Tumor bei HIV-infizierten Patienten, meist bei < 100 CD4+-Zellen/µl. Überwiegend Non-Hodgkin-Lymphome vom B-Zell-Typ, zu 90% Epstein-Barr-Virus assoziiert. Schlechte Prognose, mediane Überlebenszeit ohne Therapie 1 Monat, mit Radiatio 4 Monate, deutliche Zunahme der Überlebenszeit unter HAART (siehe „Therapie“; Sparano et al. 2001). UntersuchungenNotwendig
Im Einzelfall erforderlich
Therapie
Hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART)Seit 1996 wird die hochaktive antiretrovirale Kombinationstherapie mit dem Ziel einer möglichst effektiven Suppression der Plasmaviruslast angewendet. Hierzu stehen vier Substanzgruppen zur Verfügung: Nukleosid-analoge Reverse-Transkriptase-Hemmer (NRTI):
Nichtnukleosid-analoge Reverse-Transkriptase-Hemmer (NNRTI):
Proteasehemmer (PI):
Fusionshemmer: Enfuvirtid/ENF/T20 (Fuzeon) Zwei weitere NNRTIs (TMC125 und Capravirin) sowie zwei Protease-Hemmer (Tipranavir und TMC114) sind in unterschiedlichen Stadien der klinischen Erprobung. Außerdem sind Kombinationspräparate aus TNF/FTC bzw. ABC/3TC zur Reduktion der einzunehmenden Tablettenzahl auf den Markt gekommen (Arendt, im Druck). Zur Prophylaxe und Therapie eines zerebralen Befalls durch das HI-Virus eignen sich Substanzen mit nachgewiesener Liquorgängigkeit und klinischer Effizienz, wie AZT, d4T, Efavirenz und Nevirapin ( Liquorgängigkeit allein ist nachgewiesen für ddI, ABC, EFV, IDV und LPV/r ( Die HIV-1-assoziierte Enzephalopathie ist die einzig gesicherte neurologische Indikation ( Alle antiretroviralen Substanzen haben das ZNS (NNRTI, seltener PI) oder PNS (NRTI) involvierende Nebenwirkungen, die PI der sog. 1. Generation interagieren mit nahezu allen Therapeutika, die in der Neurologie angewendet werden, negativ, das heißt, sie werden durch Induktion gemeinsam benutzter Abbausysteme in ihrer Wirkung gemindert bzw. sogar aufgehoben (Konsequenz: die Plasmaviruslast steigt). ATV als PI der 2. Generation wird nahezu immer mit RTV, also einem Erstgenerationprotease-Hemmer, geboostert. Daher sollten sich Neurologen, die mit HIV-Trägern wegen infektionsunabhängiger oder komplizierender Beschwerden (z. B. Kopfschmerzen, Schwindel, Depressionen, Psychosen, Anfälle, Schmerzzustände, Vaskulitiden) konfrontiert sind, vor der Verordnung einer geeigneten symptomatischen Medikation auf den Webseiten der Deutschen Neuro-AIDS-Arbeitsgemeinschaft DNAA, die laufend aktualisiert werden, informieren: www.dnaa.de bzw. www.neuro-hiv.de. Verfahren zur KonsensbildungKorrigiert durch die Kommission Leitlinien der DGN. Endgültig verabschiedet im Dezember 2004. Kooperationspartner und SponsorenDiese Leitlinie entstand ohne Einflussnahme oder Unterstützung durch die Industrie. Die Kosten wurden von der DGN getragen. Erklärung der Unabhängigkeit und Darlegung von Sponsoren Gabriele Arendt hat von den folgenden Firmen finanzielle Unterstützung für Forschungsprojekte oder Honorare für Vorträge erhalten: AstraZeneca, Bristol Myers Squibb, Gilead Sciences, GlaxoSmithKline, Hoffmann La Roche, MSD. ExpertengruppeProf. Dr. G. Arendt, Neurologische Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) PD Dr. H. J. von Giesen, Alexianer Krankenhaus Krefeld Prof. Dr. I. W. Husstedt, Neurologische Klinik des Universitätsklinikums Duisburg Münster PD Dr. M. Maschke, Neurologische Universitätsklinik Duisburg/Essen Dr. B. Sporer, Neurologische Klinik der LMU München Prof. Dr. Th. Weber, Neurologische Klinik, Marienkrankenhaus Hamburg Federführend: Prof. Dr. G. Arendt, Neurologische Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD), Postfach 101007, 40001 Düsseldorf, Tel.: 0211–811–8981, Fax: 0211–81–04903 e-mail:Gabriele.Arendt@uni-düsseldorf.de Literatur1. Arendt, G., H. Hefter, L. Buescher, F. Hilperath, C. Elsing, H. J. Freund (1992): Improvement of motor performance of HIV-positive patients under AZT therapy. Neurology 42 (4), 891–896. 2. Arendt, G., H. Hefter, F. Hilperath, H. J. von Giesen, G. Strohmeyer, H. J. Freund (1994): Motor analysis predicts progression in HIV-associated brain disease. J. Neurol. Sci. 123, 180–185. 3. Arendt, G. für die Deutsche Neuro AIDS Arbeitsgemeinschaft DNAA (2000): Antiretrovirale Therapie. Strategien aus Sicht des Neurologen. Deutsches Ärzteblatt 97 (15), A972-A973. 4. Arendt, G. (2005): Neurologische Manifestationen der HIV-Infektion in der Ära der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART). Fortsch Neurol Psychiatr. 5. Deutsche Neuro AIDS Arbeitsgemeinschaft DNAA (2000): Erkrankungen des peripheren Nervensystems und der Muskulatur bei der HIV-Infektion. Nervenarzt 71 (6), 442–500. 6. Dore, G. J. (2003): Marked improvement in swival following AIDS dementia complex in the Era of Eighly active antiretroviral therapy. AIDS 17, 1539–1545. 7. Eggers, C. für die Deutsche Neuro AIDS Arbeitsgemeinschaft DNAA (2000): HIV-1-assoziierte Enzephalopathie und Myelopathie. Nervenarzt 71 (8), 677–684. 8. von Giesen, H. J., C. Antke, H. Hefter, F. Wenserski, R. J. Seitz, G. Arendt (2000): Potential time course of human immunodeficiency virus type 1-associated minor motor deficits: electrophysiologic and positron emission tomography findings. Arch. Neurol. 57 (11), 1601–1607. 9. von Giesen, H. J., H. J. Wittsack, F. Wenserski, H. Köller, H. Hefter, G. Arendt (2001): Basal ganglia metabolite abnormalities in HIV-1 associated minor motor deficits. Arch. Neurol. 58, 1281–1286. 10. Hahn, K., G. Arendt, J. S. Braun, H. J. von Giesen, I. W. Husstedt, M. Maschke, E. Straube, E. Schielke (2004): A placebo-controlled trial of gabapentin for painful HIV-associated sensory neuropathies. J. Neurol. 251 (10), 1260–1266. 11. Husstedt, I. W., S. Bockenholt, B. Kammer-Suhr, S. Evers (2001): Schmerztherapie bei HIV-assoziierter Polyneuropathie. Schmerz 15 (2), 138–146. 12. Maschke, M., O. Kastrup, S. Esser, B. Ross, U. Hengge, A. Hufnagel (2000): Incidence and prevalence of neurological disorders associated with HIV since the introduction of highly active antiretroviral therapy (HAART). J. Neurol. Neurosurg. Psychiatry 69 (3), 376–380. 13. Maschke, M., O. Kastrup, M. Forsting, H. C. Diener (2004): Update on neuroimaging in infectious central nervous system disease. Curr. Opin. Neurol. 17 (4), 45–80. 14. Power, C., O. A. Selnes, J. A. Grim, J. C. McArthur (1995): HIV Dementia Scale: a rapid screening test. J. Acquir. Immune Defic.Syndr. Hum. Retrovirol 8(3), 273–278. 15. Royal, W. 3rd, B. Dupont, D. McGuire, L. Chang, K. Goodkin, T. Ernst, M. J. Post, D. Fish, G. Pailloux, H. Poncelet, M. Concha, L. Apuzzo, E. Singer (2003): Topotecan in the treatment of acquired immunodeficiency syndrome-related progressive multifocal leukoencephalopathy. J. Neurovirol. 9 (3), 411–419. 16. Sparano, J. A. (2001): Clinical aspects and management of AIDS-related lymphoma. Eur. J. Cancer 37 (10), 1296–305. 17. Sporer, B., M. Maschke (2003): HIV-Infektion und AIDS: Neurologische Manifestationen. In: Therapie und Verlauf neurologischer Erkrankungen. Brandt, T., J. Dichgans, H.C. Diener (Hrsg). Kohlhammer, Stuttgart.
Die in den Leitlinien verwendeten Symbole haben folgende Bedeutung:
Empfehlungsstärken
Die Einstufung der Empfehlungsstärke kann neben der Evidenzstärke
die Größe des Effekts, die Abwägung von bekannten und möglichen
Risiken, Aufwand, Verhältnismäßigkeit, Wirtschaftlichkeit oder
ethische Gesichtspunkte berücksichtigen.
Die "Leitlinien" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sind systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die "Leitlinien" sind für Ärzte rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung. Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen.
Soweit in diesem Werk eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird,
darf der Leser zwar darauf vertrauen, dass die Autoren große Sorgfalt
darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung
des Werkes entspricht. Geschützte Warennamen und Warenzeichen werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.
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