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Leitlinien der DGN - Hirnvenen- und Sinusthrombose |
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KAPITEL Vaskuläre Erkrankungen
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Hirnvenen- und Sinusthrombose
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Mehr zu dieser Leitlinie
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Federführend Prof. Dr. Roman Haberl, München,
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Leitlinien- Navigator
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Was gibt es Neues?
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Die venöse CT-Angiographie (CTA) ist der venösen MR-Angiographie (MRA) manchmal überlegen: keine Flussartefakte, bessere Darstellung kleinerer Venen, kürzere Messzeit (< 1 min; Renowden 2004). Grundsätzlich sind CTA und MRA aber als gleichwertig anzusehen (Rodallec et al. 2006) ( ).
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Die direkte Thrombusdarstellung in der 1. Woche und in kortikalen Venen gelingt sensitiver mit T2*-Suszeptibilitäts-gewichteten Bildern als durch andere MR-Sequenzen (FLAIR, DWI, T1) (Idbaih et al. 2006) ( ).
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Eine Sinusvenenthrombose (SVT) mit Fokalneurologie ist im Akutstadium in 96% mit D-Dimeren > 500 ng/ml assoziiert. Umgekehrt schließen D-Dimere < 500 ng/ml eine SVT nicht sicher aus, vor allem wenn nur isolierte Kopfschmerzen bestehen (Crassard et al. 2005) ( ).
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Ein prothrombotischer Zustand oder eine direkte Ursache der SVT lässt sich in über 80% der Fälle finden (Ferro et al. 2004). Dazu gehören am häufigsten eine genetisch bedingte Thrombophilie, Hormoneinflüsse (Kontrazeptiva, Puerperium, 3. Trimenon der Schwangerschaft) und Infektionen im HNO-Bereich. Eine Liquorpunktion kann mit einer SVT assoziiert sein (Stam 2005) ( ).
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Die Prognose mit einer vollständigen Erholung ist in 80% gut. Eine ungünstigere Prognose (13%) ist mit höherem Lebensalter, männlichem Geschlecht, Stauungsblutung, Thrombose der inneren Hirnvenen und des rechten Sinus transversus, ZNS-Infektion und Neoplasmen assoziiert (Ferro et al. 2004, Girot et al. 2007) ( ).
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
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Die Diagnostik der Hirnvenen- und Sinusthrombose (SVT) erfolgt mit einem Schnittbildverfahren (Magnetresonanztomographie oder Computertomographie) (A).
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Nach der Diagnosestellung muss eine detaillierte Suche nach der Ursache erfolgen (A).
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In der Akutphase wird die SVT mit intravenös verabreichtem unfraktioniertem Heparin behandelt. Ziel: PTT 60–80 s, mindestens das Zweifache des Ausgangswertes für 10–14 Tage (A).
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Nach der Akutbehandlung erfolgt für 3–6 Monate eine orale Antikoagulation mit einem Ziel-INR von 2,5 (Bereich 2–3) (Kearon et al. 2003) (A).
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Eine dauerhafte orale Antikoagulation ist selten indiziert, z. B. beim Vorliegen einer genetisch bedingten Thrombophilie (A).
| Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie" |
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Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008 > direkt bei Amazon.de bestellen
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