|
Leitlinien der DGN - Tetanus |
|
|
KAPITEL Entzündliche und erregerbedingte Erkrankungen
|
Tetanus
|
|
|
|
Mehr zu dieser Leitlinie
|
|
|
Federführend Univ.-Prof. Dr. E. Schmutzhard, Innsbruck,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
|
|
|
|
Leitlinien- Navigator
|
|
|
|
Was gibt es Neues?
-
Die intrathekale Applikation von humanem Tetanus-Immunglobulin (hTIG) ist möglicherweise der intramuskulären Applikation überlegen; die Aussagen hierzu sind nicht eindeutig ( ).
-
Metronidazol ist möglicherweise der Therapie mit Penicillin G vorzuziehen, da Penicillin als zentral wirksamer GABA-Antagonist die Muskelspasmen verstärken kann ( ).
-
Zur Behandlung der Spasmen sind Benzodiazepine intravenös gut geeignet ( ), auch die kontinuierliche intravenöse Infusion von Midazolam ist effektiv. Diazepam und Lorazepam müssen oft in sehr hohen Tagesdosen gegeben werden ( ).
-
Die intrathekale Applikation von Baclofen wurde in Einzelfallberichten als wirksame Therapie zur Behandlung der Spasmen genannt ( ).
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
-
Identifizierung und Sanierung der Eintrittspforte (A).
-
Neutralisierung zirkulierenden Toxins und Immunisierung. Neben der bisher empfohlenen Einmalgabe von 500 I. E. hTIG i. m. ist eine intrathekale Applikation von hTIG zu überlegen (B).
-
Supportive/symptomatische Therapie: Unter Beachtung der möglichen Komplikationen ist insbesondere die intravenöse Applikation von Benzodiazepinen (Diazepam oder Midazolam) angezeigt (A), eventuell ist die intrathekale Applikation von Baclofen zu überlegen (B).
| Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie" |
| |
|
|
 |
|
Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008 > direkt bei Amazon.de bestellen
|
|