Banner

Home Inhalte A-Z
Leitlinien der DGN - Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Drucken E-Mail
KAPITEL
Entzündliche und erregerbedingte Erkrankungen
LEITLINIE
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
 
Information
Mehr zu
dieser Leitlinie
Volltext
Download als PDF
Federführend
Prof. Dr. Reinhard Kaiser,
Pforzheim,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Navigation

Leitlinien-
Navigator

Inhalte Kapitel
Inhalte A-Z
Startseite Leitlinien
Vorwort 4. Auflage
Vorwort 1. Auflage
Legende
Hinweis
Suche
English Versions

 

Was gibt es Neues?

  • Änderung der Auffrischintervalle für die Erwachsenenimpfstoffe in Deutschland: Nach der vollständigen Grundimmunisierung, bestehend aus 3 Einzelimpfungen, sollte die erste Auffrischimpfung wie gewohnt nach 3 Jahren erfolgen. Weitere Auffrischimpfungen sind bei unter 50-Jährigen nun erst nach 5 Jahren erforderlich. Bei über 50-Jährigen bleibt das 3-Jahres-Intervall für die Auffrischimpfungen wegen der schwächeren Immunantwort bestehen.
  • Eine nach einer lege artis durchgeführten vollständigen Grundimmunisierung vergessene Auffrischimpfung ist kein Grund für eine neue Grundimmunisierung. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass in einer solchen Situation durch eine einzelne Boosterimpfung der Impfschutz auch nach mehr als 8 Jahren wiedererlangt werden kann.
  • In seltenen Fällen kann eine FSME auch ohne im Vordergrund stehende Meningitis oder Enzephalitis als isolierte Myelitis mit begleitender Reduktion des Allgemeinbefindens und hohem Fieber auftreten.
  • In Deutschland werden FSME-Risikogebiete seit März 2007 als Landkreise beschrieben, in denen die Inzidenz der FSME zwischen 2002 und 2006 bei mindestens 1/100000 Einwohner/Jahr lag.


Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick

  • Die aktive FSME-Impfung ist allen Personen im Alter über 3 Jahren, die sich wiederholt in Risikogebieten aufhalten, zu empfehlen (A). Die Impfung ist zwar ab dem 1. Lebensjahr zugelassen, die Inzidenz der Erkrankung ist in den ersten beiden Lebensjahren jedoch so gering, dass eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen sollte.
  • Für Personen ohne entsprechenden Impfschutz stehen bei einem Zeckenstich in einem Risikogebiet keine gesicherten Maßnahmen zur Verfügung, die eine mögliche Infektion in ihren Auswirkungen mildern oder verhindern.

 

Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie"
     
Leitlinien Cover.jpg  

Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008
> direkt bei Amazon.de bestellen