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Leitlinien der DGN - Diagnostik und Therapie des Liquorunterdruck-Syndroms Drucken E-Mail
KAPITEL
Kopfschmerzen und andere Schmerzen
Diagnostik und Therapie des Liquorunterdruck-Syndroms
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Federführend
Prof. Dr. Hans-Christoph Diener,
Essen,
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Was gibt es Neues?

  • Die CT-gestützte Applikation von Fibrinklebern ist nach Lokalisation des Liquorlecks eine Option bei Versagen eines epiduralen Blutpatches (B) (Keine sicheren Studien).

Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick

  • Nadeln geringeren Durchmessers führen seltener zu postpunktionellen Kopfschmerzen (A)
    (Positive Aussage gut belegt).
  • Atraumatische Nadeln reduzieren signifikant die Wahrscheinlichkeit postpunktioneller Kopfschmerzen (A) (Positive Aussage gut belegt).
  • Die Inzidenz postpunktioneller Kopfschmerzen ist geringer, wenn der Schliff der (traumatischen) Punktionsnadel um 90 ° gedreht wird (d. h. parallel zur Längsausrichtung des Duralsacks und damit zur Durafaser steht) und der Mandrin vor dem Entfernen der Punktionsnadel wieder eingeführt wird (A) (Positive Aussage belegt).
  • Die Radioisotopenzysternographie mit intrathekal appliziertem Indium111 oder DTPA (99mTc-Diethylenetriamin pentaacetic acid) ist zur Lokalisationsdiagnostik des Liquorlecks geeignet (B)
    (Positive Aussage belegt).
  • Eine weitere zuverlässige Methode zum Nachweis spinaler Liquorlecks ist die CT- oder alternativ MRT-Myelographie (A) (Positive Aussage gut belegt).
  • Eine diffuse pachymeningeale Gadolinium-Anreicherung in der Kernspintomographie ist für ein Liquorunterdruck-Syndrom nahezu beweisend (A).
  • Die intravenöse oder orale Gabe von Coffein ist wirksam (B) (Positive Aussage belegt).
  • Therapie der Wahl nach Versagen konservativer Maßnahmen ist ein epiduraler Blutpatch, evtl. wiederholt (A) (Positive Aussage gut belegt).

 

 

Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie"
     
Leitlinien Cover.jpg  

Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008
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