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Leitlinien der DGN - Therapie der Migräne |
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KAPITEL Kopfschmerzen und andere Schmerzen
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Therapie der Migräne
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Mehr zu dieser Leitlinie
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Federführend Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Essen,
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Leitlinien- Navigator
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Was gibt es Neues?
Migräneattacke
Migräneprophylaxe
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Die Wirksamkeit von Topiramat wurde durch eine Reihe von Studien in Dosierungen zwischen 25 und einer Zieldosis von 100 mg täglich bestätigt. Topiramat ist auch zur Behandlung der chronischen Migräne mit und ohne medikamenteninduziertem Kopfschmerz geeignet ( ).
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Coenzym Q 10 zeigt möglicherweise eine migräneprophylaktische Wirksamkeit ( ).
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Botulinumtoxin A ist zur Migräneprophylaxe der episodischen Migräne nicht wirksam ( ). Es fehlen große randomisierte Studien zur Wirksamkeit der Behandlung der chronischen Migräne.
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Akupunktur und Scheinakupunktur unterscheiden sich in ihrer migräneprophylaktischen Wirkung nicht voneinander und sind vergleichbar mit der Wirksamkeit der medikamentösen Standardtherapie ( ).
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Der interventionelle Verschluss eines persistierenden Foramen ovale (PFO) sollte zum jetzigen Zeitpunkt zur Migräneprophylaxe nicht eingesetzt werden ( ).
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
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Die 5-HT1B/1 D-Agonisten (in alphabetischer Reihenfolge) Almotriptan, Eletriptan, Frovatriptan, Naratriptan, Rizatriptan, Sumatriptan und Zolmitriptan sind die Substanzen mit der besten Wirksamkeit bei akuten Migräneattacken (A).
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Nichtopioidanalgetika und nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) sind bei der Behandlung der Migräne wirksam (A).
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Ergotamin ist bei Migräne wirksam. Allerdings ist die Wirksamkeit in prospektiven Studien schlecht belegt (B).
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Die Wirksamkeit nichtmedikamentöser Verfahren wurde in der Attackentherapie in kontrollierten Studien kaum untersucht (C).
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Bei häufigen Migräneattacken bzw. Migräneattacken mit ausgeprägten Beschwerden oder neurologischen Ausfällen sollte eine Migräneprophylaxe begonnen werden (A).
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Migräneprophylaktika der ersten Wahl sind die Betablocker (A), Metoprolol und Propranolol, der Kalziumantagonist Flunarizin (A) sowie die Antikonvulsiva Topiramat (A) und Valproinsäure (noch off-label) (A).
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Migräneprophylaktika der zweiten Wahl sind der Betablocker Bisoprolol (B), Naproxen (B), Acetylsalicylsäure (C), Magnesium (C), Vitamin B2 (B), Coenzym Q 10 (C), Pestwurz (B), Mutterkraut (B) und Amitriptylin (B).
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Die medikamentöse Therapie sollte durch nichtmedikamentöse Verfahren der Verhaltenstherapie (A) und durch Ausdauersport (B) ergänzt werden. Alternativ zur medikamentösen Therapie kann auch eine Verhaltenstherapie als Prophylaxe durchgeführt werden (A).
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Bei Patienten mit einer hochfrequenten Migräne (≥3 Attacken/Monat) sowie erheblicher Einschränkung der Lebensqualität sollte eine psychologische Therapie angestrebt werden (A).
| Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie" |
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Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008 > direkt bei Amazon.de bestellen
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