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Leitlinien der DGN - Diagnostik und Therapie der erektilen Dysfunktion |
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KAPITEL Verschiedenes
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Diagnostik und Therapie der erektilen Dysfunktion
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Mehr zu dieser Leitlinie
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Federführend Prof. Dr. med. W. H. Jost, Wiesbaden,
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Leitlinien- Navigator
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Was gibt es Neues?
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Die erektile Dysfunktion findet bei neurologischen Erkrankungen mehr Beachtung.
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Die Diagnose psychogene Erektionsstörung wird seltener gestellt.
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Seit der Einführung der 5-Phosphodiesterase-Hemmer wird häufig vor der Diagnostik ein Therapieversuch durchgeführt.
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Invasive diagnostische Maßnahmen werden nur noch selten durchgeführt.
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Elektrophysiologische Untersuchungen spielen nach wie vor eine geringe Rolle.
Therapie:
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Die 5-Phosphodiesterase-Hemmer dominieren die Therapie (A).
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Die drei zugelassenen 5-Phosphodiesterase-Hemmer haben vergleichbare Wirkungen und unerwünschte Wirkungen (A).
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MUSE (medical urethral system for erection) und SKAT (Schwellkörperautoinjektionstherapie) haben an Bedeutung verloren.
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Apomorphin hat sich in der Therapie der erektilen Dysfunktion nicht durchgesetzt (B).
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
Diagnostik:
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Die Diagnostik der erektilen Dysfunktion gehört primär in die Hand des Urologen, der Neurologe wird bei Bedarf konsiliarisch hinzugezogen.
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In vielen Fällen ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich.
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Bei der Frage nach einer neurogenen Ursache einer erektilen Dysfunktion sind Anamnese und klinischer Befund in den meisten Fällen ausreichend (A).
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Das EMG des M. sphincter ani externus kann als Screening-Methode bei der Frage nach einer neurogenen erektilen Dysfunktion angesehen werden (A).
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Die Neurographie sowie die SSEP des N. pudendus und die penile sympathische Hautantwort werden nur bei gezielten Fragestellungen oder auffälligen Befunden eingesetzt (B).
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Das sog. EMG des Corpus cavernosum ist obsolet ( ).
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Bildgebende Verfahren werden gezielt aufgrund der klinischen Befunde angefordert (B).
Therapie:
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Die 5-Phosphodiesterase-Hemmer (in alphabetischer Reihenfolge) Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil sind Therapie der Wahl (A).
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Andere Therapieoptionen werden eher selten eingesetzt und sind spezialisierten Ärzten vorbehalten (B).
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Apomorphin und Yohimbin spielen keine relevante Rolle in der Therapie (C).
| Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie" |
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Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008 > direkt bei Amazon.de bestellen
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