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Leitlinien der DGN - Diagnostik und Therapie von neurogenen Blasenstörungen |
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KAPITEL Verschiedenes
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Diagnostik und Therapie von neurogenen Blasenstörungen
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Mehr zu dieser Leitlinie
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Federführend Dr. Jan Herzog, Kiel,
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Prof. Dr. Wolfgang Jost, Wiesbaden,
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Leitlinien- Navigator
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Was gibt es Neues?
Die Injektion von Botulinumtoxin Typ A (BTX) in den Detrusor stellt eine Neuerung bei der Behandlung der Detrusorhyperaktivität dar. Diese derzeit noch nicht zugelassene Methode schließt eine Lücke zwischen der medikamentösen und der offenen operativen Therapie. BTX kann – derzeit vor allem in Zulassungsstudien – in Vollnarkose oder Lokalanästhesie zystoskopisch injiziert werden und behält seine Wirkung für durchschnittlich 8–9 Monate bei. Systemische Nebenwirkungen treten so gut wie nicht auf.
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
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Aufgrund der klinischen Symptome sowie der apparativen Zusatzuntersuchungen ist eine Einteilung der neurogenen Blasenstörung in Detrusorhyperaktivität, Detrusor-Sphinkter-Dysynergie, hypokontraktiler Detrusor sowie hypoaktiver Sphinkter sinnvoll.
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Bei einer Detrusorhyperaktivität können therapeutisch ein Blasentraining (B), die pharmakologische Therapie mit einem Anticholinergikum (A), die chronische Sakralwurzelstimulation (A), die intravesikale Botulinumtoxin-Injektion (A) sowie die Blasenaugmentation (A) erfolgreich eingesetzt werden.
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Bei der Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie kommen therapeutisch ein sauberer Einmalkatheterismus (A), eine anticholinerge Therapie (A), die intravesikale Botulinumtoxin-Injektion (A), die sakrale Vorderwurzelstimulation (A), die Sphinkterotomie (A) sowie die Blasenaugmentation (A) in Frage.
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Bei einem hypokontraktilen Detrusor sollten ein Therapieversuch mit einer vorübergehenden suprapubischen Harndauerableitung (C), eine Therapie mit einem Cholinergikum (C), mit einem Alphablocker (A), eine chronische Sakralwurzelstimulation (A) sowie ein sauberer Einmalkatheterismus (A) unternommen werden.
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Bei einem hypoaktiven Sphinkter kommen Beckenbodentraining (A), Biofeedbacktraining (B), Therapie mit Duloxetin (A), ein artifizielles Sphinktersystem (A) sowie transurethrale Unterspritzung des Sphinkters mit sog. „Bulking agents“ (B) in Frage.
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Eine Nykturie kann in Abhängigkeit von der Ursache mit Desmopressin (A) oder einem Anticholinergikum (A) behandelt werden.
| Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie" |
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Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008 > direkt bei Amazon.de bestellen
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