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Leitlinien der DGN - Rehabilitation von sensomotorischen Störungen Drucken E-Mail
KAPITEL
Rehabilitation 
Rehabilitation von sensomotorischen Störungen
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Federführend
PD Dr. Gereon Nelles, Köln,
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Was gibt es Neues?

  • Die Therapie mit forciertem Gebrauch („forced use“) ist heute das am besten untersuchte Verfahren der motorischen Rehabilitation. Die Therapie ist der konventionellen Physiotherapie in Bezug auf die Rückbildung motorischer Ausfälle überlegen (Positive Aussage gut belegt).
  • Gehtraining mit einem elektromechanischen Gangtrainer ist bei noch rollstuhlpflichtigen Patienten für die Wiederherstellung der Gehfähigkeit der konventionellen Physiotherapie überlegen (Positive Aussage gut belegt). Bei gehfähigen hemiparetischen Patienten verbessert ein Laufbandtraining die Gehgeschwindigkeit und Ausdauer (Positive Aussage gut belegt).
  • Ergotherapeutisches Verkehrstraining verbessert die Mobilität im außerhäuslichen Alltag (Positive Aussage belegt).

Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick

  • Der forcierte Gebrauch (constraint-induced movement therapy) ist bei Schlaganfall-Patienten in der chronischen Phase, die eine motorische Teilfunktion des paretischen Armes aufweisen, wirksam (A) und konventionellen Physiotherapieverfahren überlegen (B).
  • Die elektrische Stimulation der Unterarmextensoren verbessert die Handgelenkextension (A).
  • Repetitive, aufgabenspezifische aktive Übungen sind einem unspezifischen Training überlegen (B).
  • Mentales Training kann die Durchführung motorischer Aufgaben verbessern (C).
  • Akupunktur ist in der Rehabilitation nach Schlaganfall unwirksam (A).
  • Gehtraining mit einem elektromechanischen Gangtrainer ist für nicht gehfähige chronisch hemiparetische Patienten einer konventionellen Behandlung bezüglich der Verbesserung der Gehfähigkeit überlegen (A). Für bereits selbständig gehfähige Patienten eignet sich das Laufbandtraining, um die Ganggeschwindigkeit und die Ausdauer zu steigern (B).
  • Therapieziele sollten immer auf Funktions-, Aktivitäten- und Teilhabe-Ebene beschrieben werden (C).
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Gehfähigkeit sollten durch ergotherapeutisches Verkehrstraining ergänzt werden, um Mobilität im außerhäuslichen Alltag zu gewährleisten (B).

 

 

 

Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie"
     
Leitlinien Cover.jpg  

Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008
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