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Leitlinien der DGN - Diagnostik und Therapie von exekutiven Dysfunktionen |
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KAPITEL Rehabilitation
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Diagnostik und Therapie von exekutiven Dysfunktionen
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Mehr zu dieser Leitlinie
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Federführend PD Dr. Sandra Verena Müller, Magdeburg,
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Leitlinien- Navigator
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Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
Diagnostik
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Jede Untersuchung bei Verdacht auf exekutive Dysfunktionen sollte mindestens je ein Verfahren zum Arbeitsgedächtnis, zum Monitoring, zur kognitiven Flüssigkeit und Flexibilität sowie zum planerischen und problemlösenden Denken umfassen. Schädigungen des präfrontalen und orbitofrontalen Kortex oder subkortikaler Strukturen (insbesondere Nucleus caudatus oder Thalamus) sollten bei Verdacht zu einer Untersuchung exekutiver Funktionen führen.
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Die Verhaltensbeobachtung des Patienten und die umfassende Befragung der Angehörigen ist bei exekutiven Dysfunktionen ein zentraler Bestandteil der neuropsychologischen Untersuchung. Wertvolle Informationen liefern Eigen- und Fremdanamnese bzw. der Einsatz von Selbst- und Fremdbeurteilungsskaler.
Therapie
- Exekutive Dysfunktionen können sich sehr unterschiedlich, teilweise sogar in Form gegensätzlicher Verhaltenstendenzen präsentieren, so dass die Art der Intervention durch die spezifischen Symptome bestimmt wird.
- Bei Patienten, bei denen die kognitiven Defizite im Vordergrund stehen, sollten kognitiv übende Verfahren eingesetzt werden. Diese können in Einzel- oder Gruppensitzungen oder am PC durchgeführt werden. Begleitend sollen Lösungsstrategien erarbeitet und etabliert werden. Eine therapeutische Supervision ist notwendig, um strukturierend und motivierend eingreifen zu können.
- Für Patienten, bei denen Verhaltensauffälligkeiten im Vordergrund stehen, haben sich Verhaltensmanagementansätze als sinnvoll erwiesen. Diese sind aufgrund der individuell notwendigen Anpassung an die Symptome des Patienten als Einzeltherapie durchzuführen. Alltagsnähe und eine ausreichende zeitliche Dauer sind notwendig, um stabile Effekte zu erzielen.
- Kognitiv übende Verfahren können in vielen Fällen erfolgreich mit Methoden des Verhaltensmanagements kombiniert werden.
- Die Einbeziehung der Angehörigen ist bei diesem Störungsbild von besonderer Wichtigkeit.
| Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie" |
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Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008 > direkt bei Amazon.de bestellen
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