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Leitlinien der DGN - Paraneoplastische Syndrome Drucken E-Mail
KAPITEL
Hirntumoren 
Paraneoplastische Syndrome
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Federführend
Prof. Dr. R. Voltz,
Köln,
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Was gibt es Neues?

  • Von einer europäischen Konsensusgruppe wurden neue Diagnosekriterien für „paraneoplastische neurologische Syndrome“ vorgeschlagen, die zwischen einem „definitiven“ oder „möglichen“ paraneoplastischen Syndrom unterscheiden (B).
  • Der Stellenwert des Ganzkörper-FDG-PET zur Tumorsuche bei einem Antikörper-positiven Patienten ist belegt und kann gegenüber Kostenträgern wissenschaftlich begründet werden (B).

Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick

  • Nach den neuen Diagnosekriterien genügt der Nachweis einer „klassischen“ Antikörperreaktion (Anti-Hu, Yo, Ri, Ma, Ta, CV2, Amphiphysin) zur Diagnose eines „definitiven“ paraneoplastischen Syndroms, auch wenn bisher kein Tumor diagnostiziert wurde (B).
  • Die Antikörperbestimmungen sollten auf zwei unabhängigen Labormethoden (Blot und Histochemie) beruhen, eine genügt nicht (B).
  • Die Antikörper-Spezifität hilft bei einer gezielten Tumorsuche; eine breite Tumordiagnostik sollte ein FDG-PET beinhalten (B).
  • Die Therapie besteht aus einer Kombination von symptomatischer, Tumor-orientierter sowie immunmodulatorischer Therapie (B).

 

Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie"
     
Leitlinien Cover.jpg  

Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008
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