Kapitel: Erkrankungen der Muskulatur

Diagnostik und Differenzialdiagnose bei Myalgien

Entwicklungsstufe: S1
Stand: September 2012
Verlängert: 21. August 2015
Gültig bis: September 2017
AWMF-Registernummer: 030/051
Federführend
Prof. Dr. Dieter Heuß, Erlangen


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Clinical Pathway
COI-Erklärung

Inhaltsverzeichnis

Was gibt es Neues?

Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick

Basisuntersuchungen und ergänzende Untersuchungen in der Diagnostik von Myalgien

Obligat:

Fakultativ:

Definition

Muskelschmerzen (Myalgien) sind Schmerzempfindungen in der Muskulatur. Muskelschmerzen können ausgebreitet (diffus) oder an einer oder mehreren bestimmten Stellen des Körpers (lokal) auftreten.

Diagnostik

Die diagnostischen Schritte zur Abklärung von Muskelschmerzen sollten in einer bestimmten Reihenfolge erfolgen, um einerseits wichtige Informationen nicht zu übersehen und andererseits unnötige invasive oder kostenintensive Untersuchungen zu vermeiden. Aufgrund der ätiologischen Vielschichtigkeit von Myalgien kann das hier skizzierte differenzialdiagnostische Vorgehen nur als allgemein gehaltener Vorschlag betrachtet werden, der im Einzelfall je nach klinischer Situation modifiziert werden muss.

Anamnese und klinischer Befund

Lokalisation

Wie bei anderen Erkrankungen mit dem Leitsymptom Schmerz sollte eine standardisierte Schmerzanamnese erhoben werden. Dazu gehören Fragen nach der Lokalisation (anatomisch), Verteilung (fokal oder generalisiert), Ausstrahlung sowie nach oberflächlicher oder tiefer Schmerzempfindung. Ein Ganzkörperschema, in das die Patienten ihre schmerzhaften Areale einzeichnen können, hilft, fokale von generalisierten Störungen zu differenzieren und die Lokalisation zu präzisieren.

Schmerzcharakter

Die Patienten sollten gebeten werden, den Schmerzcharakter in ihren eigenen Worten zu schildern. Zusätzlich kann man Deskriptoren vorgeben, wie „muskelkaterartig“, „krampfartig“, „brennend“ etc. Bei speziellen Fragestellungen kann die deutsche Version des McGill Pain Questionnaire benutzt werden, um den Schmerzcharakter genau zu bestimmen und zu quantifizieren und um affektive Komponenten zu identifizieren.

Häufigkeit und Zeitverlauf der Schmerzen

Die Patienten sollten befragt werden, ob es sich um Dauerschmerzen oder intermittierende Schmerzen handelt, wie häufig die Schmerzen auftreten und wie lange die jeweilige Dauer der Schmerzen oder Schmerzverstärkung ist.

Schmerzprovokation und schmerz­verstärkende Faktoren

Wichtige Hinweise zur Ätiologie ergeben sich aus der Unterscheidung, ob die Schmerzen bereits in Ruhe auftreten oder belastungsabhängig sind. Hilfreich kann es sein, sich die zeitliche Abfolge des Substratverbrauchs im stark belasteten Muskel zu vergegenwärtigen. Während der ersten Minute wird das freie ATP aufgebraucht, danach das Kreatinphosphat, die Glykolyse und Glukogenolyse setzen nach wenigen Minuten ein und das Muskelglykogen ist nach ca. 15 Minuten aufgebraucht.

Unter Belastung oder kurz danach auftretende Myalgien, die sich in Ruhe schnell bessern, können auf einen Phosphorylase-Mangel oder seltenere metabolische Myopathien hinweisen. Oft berichten die Patienten ein sog. „second wind“-Phänomen mit Besserung der Schmerzen im weiteren Verlauf der Belastung bzw. nach einer kurzen Ruhepause. Patienten mit einem Carnitin-Palmitoyl-Transferase-Mangel berichten über Muskelkrämpfe und -steifheit, die bis zu Rhabdomyolysen führen können. Die Muskelkrämpfe treten meist mehrere Stunden nach längerer körperlicher Anstrengung auf oder auch nach Fasten. Weitere Auslöser sind fette Speisen, Kälte, Stress, Schlafmangel, Infekte und bestimmte Medikamente (z. B. Ibuprofen). Seltener werden von diesen Patienten Muskelschmerzen beklagt. Spontan auftretende Muskelkrämpfe oder länger anhaltende (tagelang) muskelkaterartige Schmerzen nach motorischer Belastung werden berichtet von Patienten mit neurogenen Muskelerkrankungen (z. B. Polyneuropathie, spinale Muskelatrophie, amyotrophe Lateralsklerose) und von Patienten mit Muskeldystrophien, im Sinne von pseudometabolischen Myopathien (z. B. Dystrophinopathien [Veerapandiyan et al. 2010], Calpainopathien [Penisson-Besnier et al. 1998], Dysferlinopathie [Nguyen et al. 2007]).

Begleitsymptomatik und klinische Befunde

Begleitende Symptome wie Muskelschwäche, aber auch Bewegungsstörungen sollten erfragt und in der klinischen Untersuchung überprüft werden.

Ein wichtiger Untersuchungsschritt ist die Palpation auf Druckschmerz, der bei bestimmten Myopathien am Muskelbauch vorkommen kann, beim myofaszialen Schmerzsyndrom an den Triggerpunkten und bei der Fibromyalgie an den Tenderpoints (s.u.). Die Palpation kann durch geübte Untersucher manuell durchgeführt werden, man kann sich aber auch eines geeichten Algometers bedienen.

Bei der Untersuchung sollte auf andere Symptome geachtet werden, die zu Myalgien führen können. Hierzu zählen Spastik, Rigor und Dystonien. Spezifische Hauterscheinungen wie das heliotrope Erythem, das Gottron- sowie Keinig-Zeichen sind charakteristisch für die Dermatomyositis im akuten Stadium.

Laborchemische Untersuchungen

Als Grunddiagnostik empfiehlt sich die Bestimmung

Bei anamnestischem oder klinischem Verdacht sollte entsprechend eine erweiterte Diagnostik durchgeführt werden:

Die Bestimmung des CK-Wertes (Isoenzym CK-MM, HWZ etwa 17 Stunden) ist der wichtigste laborchemische Hinweis auf eine Muskelerkrankung. Deutlich erhöhte Werte finden sich bei akuten Myositiden (Polymyositis und Dermatomyositis, aber auch bei infektiösen Myositiden) – teils bis zum 50-Fachen der Norm – und bei Muskeldystrophien. In Einzelfällen von Poly- oder Dermatomyositis liegen jedoch auch normale CK-Werte vor. Bei Glykogenosen, insbesondere Typ V, finden sich stark erhöhte CK-Werte bei drohender Rhabdomyolyse, es können aber auch normale oder nur gering erhöhte Werte gemessen werden. Auch bei Denervierungsprozessen (Polyneuropathie, Motoneuronerkrankung) können CK-Erhöhungen auftreten. Umgekehrt finden sich auch bei Gesunden nach schwerer Muskelarbeit (z. B. bei Bauarbeitern, Bodybuildern oder Hochleistungssportlern), nach intramuskulären Injektionen, elekromyografischen Untersuchungen und nach Alkoholkonsum deutlich erhöhte CK-Werte nicht selten bis zum 10-Fachen der Normobergrenze und können in Einzelfällen noch wesentlich höher sein (Clarkson et al. 2006). Vor Bestimmung des CK-Wertes sollten daher körperliche Schonung für mindestens eine Woche eingehalten sowie intramuskuläre Injektionen und elektromyografische Untersuchungen für mindestens 2 Wochen vermieden werden.

Durch atypische Isoenzyme (sog. Makro-CK) kann fälschlich ein erhöhter CK-Wert gemessen werden. Wenn die Differenzialdiagnose einer myokardialen Ischämie nicht in Betracht gezogen werden muss, ist ein CK-MB-Wert > 20 % ein Hinweis auf das Vorliegen einer Makro-CK (Bayer et al. 1982). Der sichere Nachweis wird durch eine Elektrophorese der CK geführt. Eine Makro-CK ist in der Regel ohne Krankheitswert und findet sich meist bei älteren Patienten, häufiger bei Frauen in einem Prozentsatz von 0,3 % aller erhöhten CK-Fälle (Pointner 1992). Allerdings sind Patienten mit Makro-CK bei Polymyositis und Malignom beschrieben (Lee et al. 1994). Der Nachweis einer gleichzeitigen Erhöhung von Myoglobin (HWZ etwa 20 Minuten) ist ein Argument für eine Muskelfaserschädigung als Ursache der CK-Erhöhung und eine Makro-CK-Bestimmung ist dann nicht mehr notwendig.

Als Screeningverfahren zum Nachweis einer Störung des Kohlenhydrat- oder Purinstoffwechsels kann der ischämische Arbeitsversuch eingesetzt werden, bei dem unter ischämischen Bedingungen Muskelarbeit durchgeführt wird und in definierten Zeitabständen die Metaboliten Ammoniak und Laktat im Serum gemessen werden (▶ Tab. 67.1). Im Normalfall zeigt sich ein deutlicher Laktat- und Ammoniak-Anstieg, wodurch jedoch eine metabolische Myopathie nicht ausgeschlossen ist. Da die Sensitivität und Spezifität des ischämischen Arbeitsversuchs niedrig ist, ist er als Diagnoseinstrument allerdings nur bedingt geeignet (Baumeister et al.1993).

 Tab.-67.1

Elektromyografie (EMG)

Die EMG-Untersuchung kann differenzialdiagnostisch relevante Hinweise auf eine myotone Erkrankung, eine entzündliche oder degenerative Myopathie oder auch eine neurogene Schädigung liefern. Sie darf in ihrer Bedeutung jedoch nicht überschätzt werden, da für einzelne Myopathieentitäten spezifische Befunde nicht existieren. Darüber hinaus ist es möglich, dass gerade bei Muskelerkrankungen mit fokalem Verteilungsmuster auch normale EMG-Befunde (in nicht betroffenen Muskelabschnitten) erhoben werden können.

Bei entzündlichen Muskelerkrankungen findet sich – korrelierend zur entzündlichen Aktivität – vermehrte pathologische Spontanaktivität in Form von Fibrillationen, positiven scharfen Wellen oder komplex repetitiven Entladungen. Diese Veränderungen können auch bei anderen aktiven myopathischen und neurogenen Prozessen auftreten und sind daher nicht spezifisch für eine Myositis (Heuss et al. 1996). Bei den metabolischen Myopathien können myopathische Veränderungen auftreten, ein normales EMG schließt eine solche Myopathie allerdings nicht aus. Bei Muskelkontrakturen – wie bei der Glykogenose Typ V (McArdle) sowie der malignen Hyperthermie – sind keine Potenziale motorischer Einheiten ableitbar (sog. „stille Kontraktur“).

Bildgebung

Sinnvoll kann der Einsatz der Bildgebung zur Festlegung einer repräsentativen Biopsiestelle sein, z. B. in stark atrophen Muskeln oder bei Verdacht auf eine Myositis (Park u. Olsen 2001). Aufgrund der interindividuellen Variationsbreite der Normwerte sollte die Sonografie von einem erfahrenen Myosonologen durchgeführt werden. Limitierungen ergeben sich bei sehr großen oder in der Tiefe gelegenen Muskeln, insbesondere bei adipösen Patienten (Reimers u. Kele 2002). Hier sind Computer- oder Kernspintomografie zu bevorzugen. Vorteile der CT sind die rasche Durchführbarkeit, der sensitivere Nachweis subkutaner oder faszialer Kalzifikationen, bei jedoch erhöhter Strahlenbelastung. Die MRT ist ein mögliches Verfahren bei Verdacht auf entzündliche Myopathien. Allerdings ist die diagnostische Spezifität dieser Verfahren nicht entsprechend hoch (Mastaglia et al. 2003).

Muskelbiopsie – Indikation bei Myalgien

Eine Muskelbiopsie, die in der Regel nur beim Vorliegen einer ausreichenden Evidenz für das Bestehen einer Myopathie indiziert ist, stellt den invasivsten Schritt dar und steht daher üblicherweise am Ende der diagnostischen Schritte. Eine solche Evidenz ist gegeben, wenn extramuskuläre Ursachen für Myalgien ausgeschlossen bzw. unwahrscheinlich sind oder wenn positive Hinweise auf eine Myopathie vorliegen. Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass beispielsweise bei entzündlichen Systemerkrankungen wie den Vaskulitiden Schädigungen des peripheren Nervensystems (PNS) und der Muskulatur nebeneinander bestehen können.

Filosto et al. 2007 fanden in ihrer retrospektiven Untersuchung an 240 Patienten mit Muskelschmerzen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient mit Myalgien und einem normalen neurologischen Befund eine bestimmte Myopathie hat, lediglich 2 % beträgt. Nur bei Patienten mit alleinig belastungsabhängigen Myalgien und einem mindestens 7-fach über der Norm liegenden CK-Wert bestünde der starke Verdacht auf das Vorliegen einer metabolischen Myopathie. Daher ist eine Muskelbiopsie bei Patienten mit belastungsabhängigen Muskelschmerzen und unauffälligem neurologischen Befund nur bei mindestens 7-fach erhöhtem CK-Wert erfolgversprechend. Auf eine Muskelbiopsie sollte verzichtet werden, wenn die Diagnose einer Myopathie anderweitig gestellt werden kann.

Zur Diagnosestellung von bestimmten Myopathien, die mit Myalgien assoziiert sein können, stehen in der alltäglichen Routine molekulargenetische Untersuchungen zur Verfügung. Hierzu gehören die Dystrophinopathien (DMD, BMD), bei denen Blut-DNA untersucht werden kann. Allerdings finden sich bei der BMD neben Deletionen auch Duplikationen, die molekulardiagnostisch nur sehr aufwändig nachgewiesen werden können. Hier wäre die Durchführung einer Muskelbiopsie ökonomischer. Eine molekulargenetische Diagnostik ist auch bei den multisystemischen myotonen Myopathien, der myotonen Dystrophie Typ 1 (DM1) und DM2/PROMM Standard.

Bei negativem Befund in der molekulargenetischen Diagnostik sowie in primär unklaren Fällen sollte eine Muskelbiopsie in einem entsprechend spezialisierten und hierfür ausgewiesenen Zentrum erfolgen. Eine obligate Indikation zur Muskelbiopsie besteht bei Verdacht auf das Vorliegen nicht anders zu diagnostizierender Myopathien wie z. B. den Myositiden oder Strukturmyopathien (O’Ferrall u. Sinnreich 2009). Der Biopsieort richtet sich nach dem klinischen Verteilungstyp, wobei prinzipiell die Biopsie bei einem akuten bzw. subakuten Krankheitsverlauf aus einem möglichst deutlich betroffenen Muskel erfolgen sollte. Bei chronischen Myopathien mit langem Krankheitsverlauf sollte ein nicht zu stark betroffener Muskel biopsiert werden. Zur Eingrenzung des Biopsieortes können apparative Untersuchungen (Bildgebung, EMG) helfen, wobei eine EMG-Untersuchung des zu biopsierenden Muskels vermieden werden sollte (Bayas u. Gold 2003). Bei Erwachsenen ist generell eine offene Biopsie zu bevorzugen, um ausreichend sowie gut untersuchbares Gewebe zu gewinnen. Voraussetzung für aussagekräftige Untersuchungen ist eine sachgerechte Aufarbeitung des Biopsats. Vom entnommenen Muskel sollten verschiedene Präparationen angefertigt werden, um unterschiedliche Untersuchungen zu ermöglichen (▶ Tab. 67.2).

Tab.-67.2

Differenzialdiagnostik bei ­Myalgien

Entzündliche Myopathien

Entzündliche Myopathien sind häufig mit Muskelschmerzen verbunden. Es werden Erreger-assoziierte Myositiden von idiopathischen inflammatorischen Myopathien unterschieden (▶ Tab. 67.3).

Tab.-67.3

Weltweit gesehen sind bakterielle Myositiden die häufigsten entzündlichen Muskelerkrankungen, in der Regel durch Staphylokokken verursacht und sehr schmerzhaft. Zu den immunogenen entzündlichen Myopathien werden die idiopathische Polymyositis (PM), die Einschlusskörpermyositis (IBM), die Dermatomyositis (DM) und die interstitielle Myositis (IM) gezählt (Bohan u. Peter 1975a, Bohan u. Peter 1975b, Heuss et al. 1995). Die IBM geht im Allgemeinen ohne Muskelschmerzen einher, bei der PM treten Myalgien in 50 % der Fälle auf. Muskelschmerzen verursacht insbesondere die in der Regel akut einsetzende und dann chronisch verlaufende DM.

Metabolische Myopathien

Patienten mit metabolischen Myopathien mit dem Leitsymptom Muskelschmerz klagen über belastungsabhängige muskelkaterähnliche Schmerzen, Muskelschwäche und -steifheit, die sich je nach Art der Belastung in jedem Skelettmuskel auslösen lassen (z. B. Muskelkater in der Kaumuskulatur nach Verzehr von zähem Fleisch). Bei stärkerer Belastung können Rhabdomyolysen und Myoglobinurie auftreten. Zugrunde liegen Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels, im Fettsäuremetabolismus oder des Purinstoffwechsels (▶ Tab. 67.4).

Tab.-67.4

Das McArdle-Syndrom (Glykogenose Typ V) ist die häufigste metabolische Myopathie mit Störung des Kohlenhydratstoffwechsels. Klinisches Leitsymptom sind belastungsabhängige schmerzhafte (elektrisch stille) Kontrakturen. Vergleichbare Symptome entwickeln Patienten mit einem Mangel an Phosphofruktokinase (Glykogenose Typ VII, Morbus Tarui).

Das Leitsymptom eines Carnitin-Palmitoyl-Transferase-(CPT-)Mangels ist die rezidivierende Rhabdomyolyse (Angelini et al. 1987), die nicht nur durch Belastung, sondern auch durch Hungern ausgelöst werden kann. Belastungsabhängige Muskelschmerzen sind nicht so ausgeprägt wie bei den oben genannten Glykogenosen und treten zumeist im Anschluss an Muskelarbeit auf. Diagnostisch findet sich im nicht ganz ungefährlichen Hungerversuch eine verminderte Produktion von Ketonkörpern. Die Untersuchung des Carnitins und der Acylcarnitine im Serum (oder Trockenblut bei CPT I) mit Tandem-Massenspektrometrie stellt derzeit die umfassendste und kosteneffizienteste Untersuchung des Carnitin-Stoffwechsels dar und sollte einer invasiven Diagnostik vorausgehen. Myopathologisch kann, abgesehen von einer wechselnd ausgeprägten intermyofibrillären Lipidspeicherung, kein spezifischer Befund erhoben werden, sodass im Verdachtsfall die pathobiochemische CPT-Bestimmung im Muskelgewebe durchgeführt werden muss.

Der Myoadenylatdeaminase-(MAD-)Mangel dürfte die häufigste Ursache für eine metabolische Myopathie sein. Leitbefund ist die innervationsabhängige Versteifung der Skelettmuskulatur, allerdings fehlt hier zumeist die brettharte Kontraktur, die das McArdle-Syndrom auszeichnet.

Therapeutisch wird die Meidung auslösender Faktoren empfohlen, bei den Glykogenosen sollten kurzzeitige hohe körperliche Belastungen vermieden werden, evtl. ist Ausdauertraining hilfreich. Bei CPT-Mangel werden weiterhin eine fettarme, kohlenhydratreiche Diät und häufige kleine Mahlzeiten empfohlen.

Degenerative Myopathien

An degenerativen Myopathien sind vor allem die Duchenne’sche (DMD) und Becker’sche (BMD) Muskeldystrophie zu nennen. Bei einer Duchenne’schen Muskeldystrophie findet man in etwa einem Drittel der Fälle, vorwiegend im Kindesalter, Wadenschmerzen, die später in den Hintergrund treten. Bei der Becker’schen Muskeldystrophie gibt es relativ milde klinische Phänotypen, bei denen Paresen und Atrophien gering ausgeprägt sind und die Myalgie deutlicher ist (Gold et al. 1992).

Ähnliches gilt für bestimmte Formen der fazioskapulohumeralen Muskeldystrophie (sogenannter inflammatorischer Typ der FSH-Muskeldystrophie) und Myopathien aus dem Formenkreis der Gliedergürteldystrophien, insbesondere für den inflammatorischen Typ der Limb Girdle Muscular Dystrophy Typ IIb auf dem Boden eines Dysferlinmangels.

Myotonie

Unter dem Begriff der Myotonie versteht man die verzögerte Erschlaffung der Muskulatur nach einer kräftigen Kontraktion oder nach Perkussion. Bei der Myotonia congenita (Becker/Thomsen/Kalium-induziert) sowie der Paramyotonia congenita, beides Ionenkanalerkrankungen, dominiert eine Muskelsteifigkeit das klinische Bild. Zu den multisystemischen myotonen Myopathien gehören zwei sich ähnelnde, autosomal dominant vererbte Formen der myotonen Dystrophie: die myotone Dystrophie Typ1 (DM1; syn.: Curschmann-Steinert-Erkrankung) und die proximale myotone Myopathie (DM2/PROMM) (Ricker et al. 1994). Während bei der DM1 distal betonte Paresen und die Myotonie charakteristisch sind, finden sich bei DM2/PROMM proximal betonte Paresen mit häufigen Myalgien und meist milde ausgeprägter Myotonie. Die Myalgien sind bei DM2/PROMM charakteristisch und treten bei 40–50 % der Patienten auf (Schneider et al. 2001). Myalgien treten vorwiegend während oder nach körperlicher Aktivität auf. Lokalisiert werden die Schmerzen vor allem im Bereich der Oberschenkel-, der Waden- und der Rücken-, gelegentlich auch der Armmuskulatur. Der Schmerzcharakter wird als stechend-brennend, dumpf oder als oberflächliche Missempfindung beschrieben, die meisten Patienten können verschiedene, gut charakterisierte Schmerzmanifestationen beschreiben. Bei einigen Patienten bestehen eine starke Druckdolenz und Klopfschmerzhaftigkeit der Muskulatur (Schneider u. Koch 2003, George et al. 2004).

Endokrine Myopathien

Bei Hypothyreose können neben Muskelschwäche und Ermüdung auch Myalgien und Muskelkrämpfe auftreten (Lochmüller et al. 1993). Die CK ist oft deutlich erhöht. Die Symptome sind nach Wiederherstellung der euthyreoten Stoffwechsellage reversibel. Ein beispielsweise nach einer Schilddrüsenoperation entstandener Hypoparathyreoidismus kann sich auch durch schmerzhafte Tetanien – bedingt durch Kalzium- und Magnesiummangel – bemerkbar machen.

Polymyalgia rheumatica

Die Polymyalgia rheumatica (arteriitica) ist ein ätiologisch unklares Krankheitsbild überwiegend älterer Menschen und mit einer deutlichen Bevorzugung von Frauen. Pathogenetisch liegt eine Riesenzellarteriitis im Aortenbogen bzw. in den proximalen Extremitätenarterien zugrunde. In 40–50 % der Fälle besteht Koinzidenz mit einer Arteriitis cranialis. Kopfschmerzen bzw. Augensymptome sind als Hinweis auf eine assoziierte Temporalarteriitis zu werten.

Das klinische Bild wird bestimmt durch Schmerzen, Steifigkeit und Bewegungseinschränkung muskulären Ursprungs im Bereich des Nackens und bilateral im Schulter- und/oder Beckengürtelbereich, meist verbunden mit beeinträchtigtem Allgemeinzustand, Gewichtsverlust, subfebrilen Temperaturen und dem Nachweis von Entzündungsparametern. Dramatisches Ansprechen auf Glukokortikoide ist typisch.

Bisher existieren keine international anerkannten klinischen Diagnosekriterien. Aus einer in England durchgeführten multizentrischen Studie (Bird et al. 2005) wurde eine Rangfolge von 7 Diagnosekriterien abgeleitet, aus der sich im Vergleich mit myalgischen Krankheitsbildern die höchste Sensibilität und Spezifität für die Polymyalgia rheumatica ergab (▶ Tab. 67.5).

Tab.-67.5

Laborchemisch fehlen spezifische Veränderungen. Typisch sind jedoch ausgeprägte Akute-Phase-Veränderungen (Erhöhung von C-reaktivem Protein = CRP, α1- und α2-Globulinen sowie Blutsenkungsgeschwindigkeit). Der sensitivste Laborparameter ist das C-reaktive Protein (CRP). Es gibt jedoch selten Fälle von Polymyalgia rheumatica ohne CRP-Erhöhung. Charakteristischerweise sind die Muskelenzyme einschließlich der CK im Serum normal.

Elektromyografisch findet sich typischerweise ein Normalbefund, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur Polymyositis darstellt. Sofern kein Normalbefund registriert wird, ist weitere Diagnostik erforderlich (CK, ggf. Muskelbiopsie). Histologisch fällt die Muskelbiopsie bei der Polymyalgia rheumatica normal aus und sollte deshalb nicht durchgeführt werden. Bei einer Biopsie der A. temporalis findet sich in einem Teil der Fälle eine Riesenzellarteriitis. Ein negatives bioptisches Ergebnis schließt aber die Polymyalgia rheumatica nicht aus (segmentaler multilokulärer Gefäßbefall). Die Gefäßbiopsie ist zwingend, wenn die klinischen Kriterien nicht eindeutig positiv ausfallen. Zur Lokalisationsbestimmung kann hierfür eine Ultraschalluntersuchung der Temporalarterie durchgeführt werden (Pfadenhauer u. Weber 2006).

Myofasziales Schmerzsyndrom – Fibromyalgie-Syndrom

Das myofasziale Schmerzsyndrom ist sicher die häufigste lokalisierte, die Fibromyalgie die häufigste generalisierte Form von Muskelschmerzen.

Das myofasziale Schmerzsyndrom (MSS) ist klinisch definiert durch den sogenannten Triggerpunkt, der folgende Charakteristika besitzt:

  1. eine lokale schmerzhafte Druckempfindlichkeit; hierbei findet sich die größte lokale schmerzhafte Druckempfindlichkeit in einer sogenannten „taut band", einem gestrafften und damit verkürzten Muskelbündel,
  2. die sogenannte „twitch response" (sichtbare lokale Zuckungen des Muskels bei Palpation) sowie
  3. den fortgeleiteten Schmerz bei Palpation des Triggerpunkts.

Man unterscheidet zwischen einem primären und einem sekundären myofaszialen Schmerzsyndrom. Das primäre myofasziale Schmerzsyndrom wird ausgelöst durch Überlastungen der Muskulatur (wahrscheinlich Mikrotraumata). Die Entstehung des sekundären myofaszialen Schmerzsyndroms ist derzeit noch nicht vollständig geklärt. Die Diagnosestellung erfolgt rein klinisch.

Das Fibromyalgie-Syndrom ist ein klinischer Symptomenkomplex, dessen Ätiologie und Pathogenese bisher nur lückenhaft geklärt sind (Eich et al. 2008) (siehe auch entsprechende AWMF-Leitlinie www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/041-004.html). Er besteht aus chronischen multilokulären polytopen Schmerzen im Bewegungsapparat, vorzugsweise im Bereich der Muskulatur und der Sehnenansätze, multiplen autonomen Funktionsstörungen sowie psychischen Komorbiditäten.

Es gibt bis heute keine verlässlichen Diagnosekriterien. Die Klassifikationskriterien des American College of Rheumatology 1990 (Wolfe et al. 1990) fordern das ­Vorhandensein von chronischen Schmerzen in der linken und rechten Körperhälfte, oberhalb und unterhalb der Taille und im Bereich des Achsenskeletts. Dazu müssen bei digitaler Palpation mindestens 11 von 18 sogenannten Tenderpoints als druckschmerzhaft erkannt werden. Nach der deutschen S3-Leitlinie (s.o.) und nach Empfehlungen der American Pain Society ist es auch möglich, die Diagnose des Fibromyalgiesyndroms anhand des typischen Symptommusters ohne Tenderpoint-Überprüfung zu stellen.

Der Symptomenkomplex bedarf einer subtilen internistischen und neurologischen Differenzialdiagnose. Bei der sogenannten primären Fibromyalgie müssen alle technischen Untersuchungsbefunde regelrecht ausfallen. Sekundäre Fibromyalgien sind im Rahmen zahlreicher internistischer, aber auch neurologischer und hier insbesondere neuromuskulärer Erkrankungen möglich. Bei auffälligen Befunden (Paresen, Atrophien, CK-Erhöhung) sollte insbesondere an eine metabolische Myopathie gedacht werden. Aus psychiatrischer Sicht ist die Differenzialdiagnose anderer somatoformer Schmerzstörungen erforderlich, die in der Regel die klare Akzentuierung des Muskelschmerzes in bestimmten anatomischen Strukturen, nämlich den Tenderpoints, eher vermissen lassen.

Durch Pharmaka/Toxine ausgelöste ­Myalgien

Toxische Myopathien führen oft zu Myalgien und können mit dem Bild einer Rhabdomyolyse verlaufen (Le Quintrec u. Le Quintrec 1991). Eine nekrotisierende Myopathie kann durch Alkohol oder Heroin ausgelöst werden, letzteres kann auch eine Vaskulitis verursachen. Bei der akuten alkoholischen Myopathie stehen geschwollene Extremitäten, Muskelschmerzen – teils nur lokalisiert – und Muskelkrämpfe mit CK-Erhöhung im Vordergrund (Sieb u. Gillessen 2003). Auch bei chronischer Alkoholmyopathie können neben proximaler Atrophie und Schwäche Myalgien mit fokaler Schwellung auftreten. Tetanustoxin (Tetanospasmin) verursacht Muskelschmerzen durch neuronale Überregbarkeit der motorischen Einheiten mit der Ausbildung von Spasmen (Trismus, Opisthotonus etc).

Toxisch bedingte Myalgien zeigen sich insbesondere als unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen (▶ Tab. 67.6). D-Penicillamin z. B. kann zu jedem Zeitpunkt während einer Behandlung neben einer Myasthenie auch eine entzündliche Myopathie auslösen, die bei Absetzen des Präparats reversibel ist. Cimetidin – ein H2-Rezeptor-Antagonist – kann schwere Myalgien verursachen und in Einzelfällen zu einem Polymyositis-Vaskulitis-Syndrom mit CK-Erhöhung führen. Eine entzündliche Myopathie kann auch im Rahmen einer Interferon-alpha-Therapie auftreten (Hengstman et al. 2000).

Tab.-67.6

Vincristin, Chloroquin und Colchizin können eine vakuoläre Myopathie verursachen, gleichzeitig kann die neuromuskuläre Übertragung gestört sein. Kokain kann Spasmen der Muskelarterien auslösen (analog zu Herz- und Hirninfarkten) und so zu Muskelnekrosen führen. Eine Auslösung schmerzhafter Muskelkrämpfe ist durch eine Vielzahl von Medikamenten und Drogen möglich (als häufigste seien genannt: ACTH, Chinidin, Clofibrat, Danazol, Levodopa, Paraldehyd, Procainamid, Salbutamol und Tocainid; ▶ Tab. 67.6) (Sieb u. Gillessen 2003). Auch Antipsychotika können zu myopathischen Symptomen sowie einer CK-Erhöhung führen (Dalakas 2009).

Als HMG-CoA-Reduktase-Hemmer können Statine aufgrund einer beeinträchtigten Cholesterinsynthese zu einer strukturellen Schädigung der Muskelfasermembran und damit zur Rhabdomyolyse und neuromuskulären Symptomen führen (Pasternak et al. 2002, Thompson et al. 2003, Döser et al. 2004). Die wichtigste Muskel-assoziierte Nebenwirkung von Statinen sind Myalgien bei 5–10 % der Patienten. Statin-assoziierte Myopathien treten bei 0,1 %, Rhabdomyoloysen bei 0,01 % der Patienten auf (Dalakas 2009). Bei Patienten, die tolerierbare Muskelsymptome oder keine Symptome und eine CK unter dem 10-Fachen der oberen Norm haben, kann eine Statin-Therapie in gleicher oder reduzierter Dosis unter Kontrollen fortgeführt werden. Die klinischen Symptome sollten im Verlauf zur Entscheidung hinsichtlich einer Therapiefortführung oder -beendigung herangezogen werden. Bei Patienten mit intolerablen Symptomen oder einer CK-Erhöhung über das 10-Fache der Norm oder einer klinisch relevanten Rhabdomyolyse mit einer Erhöhung des Serum-Kreatinins bzw. der Notwendigkeit einer intravenösen Flüssigkeitstherapie sollte die Statin-Therapie beendet werden (McKenney et al. 2006, Jacobson 2008, Harper u. Jacobson 2010).

Gemäß früherer Empfehlungen sollte das Statin bei einer CK-Erhöhung über das 5-Fache der Norm und musste das Statin bei einer CK-Erhöhung über das 10-Fache der Norm abgesetzt werden (Pasternak et al. 2002, Thompson et al. 2003, Döser et al. 2004). Rhabdomyolysen sind weit seltener beschrieben, sind aber bei Kombinationstherapie mit zusätzlich Fibraten, Ciclosporin, Makrolidantibiotika oder Azol-Antimykotika häufiger (▶ Tab. 67.7) (Pasternak et al. 2002, Thompson et al. 2003, Döser et al. 2004). Eine Statin-induzierte Myopathie äußert sich in einer proximalen Muskelschwäche mit deutlicher CK-Erhöhung. Nach Absetzen sind sowohl Myalgien als auch die Myopathie zumeist reversibel (Pasternak et al. 2002, Thompson et al. 2003, Döser et al. 2004). Bei Statin-Applikation sollten die Patienten zumindest über mögliche neuromuskuläre Nebenwirkungen aufgeklärt und CK-Kontrollen durchgeführt werden (Pasternak et al. 2002, Thompson et al. 2003). Von der National Lipid Association Statin Safety Assessment Task Force wurde allerdings empfohlen, auf CK-Kontrollen unter einer Statin-Therapie bei symptomfreien Patienten zu verzichten (McKenney et al. 2006). Risikofaktoren für eine Statin-induzierbare neuromuskuläre Störung sind u.a. ein Alter über 80 Jahre, Multimorbidität (Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz), Co-Medikation, die perioperative Phase, Infektionen, eine unbehandelte Hypothyreose und Alkoholmissbrauch (Pasternak et al. 2002, Thompson et al. 2003, Jacobson 2008).

Tab.-67.7

Myalgien bei seltenen Erkrankungen

Seltene neurologische Erkrankungen, die mit ­Myalgien ­einhergehen (können), sind in ▶ Tab. 67.8 aufgeführt.

Tab.-67.8

Myalgien bei Schädigungen des ­zentralen Nervensystems und des ­zweiten Motoneurons

Muskelschmerzen bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) sind nicht selten. Muskeltonuserhöhungen wie Spastik und Rigor führen zu Spannungsgefühlen und Schmerzen in der betroffenen Extremität. Beachtet werden muss, dass zahlreiche Patienten mit Muskelschmerzen in der Schulter-Oberarm-Region ein beginnendes Parkinson-Syndrom haben.

Bei spinalen Muskelatrophien und der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) können Myalgien früh berichtet werden. Meist handelt es sich dabei um ein myofasziales Schmerzsyndrom infolge Fehlbelastung. Auch Krämpfe einzelner Skelettmuskeln werden vom betroffenen Patienten als Muskelschmerz berichtet.

Hat ein Patient eine akute Poliomyelitis durchgemacht, so können Myalgien nach 20–40 Jahren auf ein Postpoliomyelitis-Syndrom (PPS) hinweisen (Dalakas 1990). Jubelt und Agre (2000) beschreiben in ihrer Übersicht das Auftreten von Muskelschmerzen in einer Häufigkeit zwischen 71 und 86 %.

Myalgien bei Schädigungen des ­peripheren Nervensystems

Myalgien können als unspezifisches Syndrom bei unterschiedlichen Schädigungen des peripheren Nervensystems (PNS) vorkommen, wobei hier sensible Reizsymptome im Rahmen der Grunderkrankung abgegrenzt werden müssen. Schmerzen sind beim Guillain-Barré-Syndrom ein häufiges Symptom und wurden bei bis zu 71 % der Fälle beschrieben (Pentland u. Donald 1994).

Das Auftreten von Myalgien wird auch bei das PNS betreffenden Intoxikationen beschrieben. So sind Myalgien im Rahmen von Ciguatera-Intoxikationen, die nach dem Verzehr tropischer Fische auftreten, beschrieben (Pearn 2001).

Therapie

Hierzu gibt es keine Ausführungen, da es sich hier um eine Leitlinie zur Diagnostik und Differenzialdiagnose handelt.

Versorgungskoordination

In Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung nicht zuletzt auch unter Berücksichtigung G-AEP-Kriterien erfolgt die Versorgung der Patienten ambulant und/oder stationär.

Redaktionskomitee

Prof. Dr. D. Heuß, Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen
Dr. A. Bayas, Neurologische Klinik und klinische Neurophysiologie, Klinikum Augsburg
Prof. Dr. S. Quasthoff, Neurologische Klinik, Medizinische Universität Graz, Österreich
Prof. Dr. H. Reichmann, Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Dresden
Prof. Dr. M. Sinnreich, Neurologische Klinik, Universitätsspital Basel, Schweiz
Prof. Dr. C. Sommer, Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Würzburg
Prof. Dr. S. Zierz, Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Halle

Federführend: Prof. Dr. Dieter Heuß, Neuromuskuläres Zentrum, Neurologische Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, Schwabachanlage 6, 91054 Erlangen; E-Mail:

Entwicklungsstufe der Leitlinie: S1

Finanzierung der Leitlinie

keine

Methodik der Leitlinienentwicklung

Zusammensetzung der Leitliniengruppe

Die Auswahl des federführenden Autors sowie weiterer Mitglieder erfolgte durch die Leitlinienkommission der DGN.

Recherche und Auswahl der wissenschaftlichen Belege

Die Leitlinie der vorherigen Auflage wurde aktualisiert. Die Auswahl der aktuellen Literatur erfolgte mittels pubmed-Recherche.

Verfahren zur Konsensfindung

Modifiziertes DELPHI-Verfahren.

Literatur

Aus: Hans-Christoph Diener, Christian Weimar (Hrsg.): Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie, Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Thieme Verlag, Stuttgart, September 2012