Banner

Home Leitlinien online Inhalte A-Z
Leitlinien der DGN - Diagnostik bei Polyneuropathien Drucken E-Mail
KAPITEL
Erkrankungen peripherer Nerven 
LEITLINIE
Diagnostik bei Polyneuropathien
 
Information
Mehr zu
dieser Leitlinie
Volltext
Download als PDF
Clinical Pathway
Download als PDF
Federführend
Prof. Dr. Dieter Heuß,
Erlangen,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Navigation

Leitlinien-
Navigator

Inhalte Kapitel
Inhalte A-Z
Startseite Leitlinien
Vorwort 4. Auflage
Vorwort 1. Auflage
Legende
Hinweis
Suche
English Versions

 

Was gibt es Neues?

  • Mitofusin-2-(MFN2-)Mutationen sind die häufigste Ursache für eine CMT2 (Verhoeven et al. 2006) (III) (B).
  • IgM-anti-MAG-Antikörper verursachen häufig keine Polyneuropathie (Garces-Sanchez et al. 2008) (III) (B).
  • Mehrere neue oder zwischenzeitlich etablierte Methoden erleichtern die Diagnostik der mit Routine-Elektrophysiologie nicht erfassbaren Small-Fiber-Neuropathie (Sommer u. Lauria 2007) (III) (B).
  • Ultraschall und Kernspintomographie sind in ersten Studien diagnostisch hilfreich bei Neuropathien (Bendszus u. Stoll 2005, Nodera et al. 2006, Ito et al. 2007) (III) (B).
  • Holo-Transcobalamin (HoloTC) im Serum ist der früheste Marker eines Vitamin-B12-Mangels (Herrmann et al. 2005, Obeid u. Herrmann 2007) (IIa) (B).
  • Holo-Transcobalamin im Serum nach oraler Applikation von Vitamin B12 eignet sich zur Untersuchung der Resorption von Vitamin B12 (Bor et al. 2004, Bor et al. 2005) (III) (B).


Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick

  • Anamnese und klinischer Befund leisten den wichtigsten Beitrag zur Klassifikation einer Polyneuropathie (familiär, akut versus chronisch; ursachliche Begleiterkrankungen; beteiligte Systeme; symmetrisch versus multifokal etc.) (IV) (C).
  • Elektrophysiologische Untersuchungen sind erforderlich, um den Verteilungstyp und den Schädigungstyp (axonal versus demyelinisierend) zu bestimmen, um spezielle Schädigungsmuster zu entdecken (z. B. Leitungsblocks) und um das resultierende Ausmaß der Muskelschädigung („Denervierung“) festzustellen (B).
  • Laboruntersuchungen sollten die wichtigsten behandelbaren Polyneuropathien einschließen (s. u.) (C).
  • Die Liquoruntersuchung ist nützlich in der Differenzialdiagnose von entzündlichen Polyneuropathien (B).
  • Eine genetische Untersuchung ist indiziert bei positiver Familienanamnese für PNP oder bei typischen Zeichen einer hereditären PNP (Hohlfuß, Krallenzehen).
  • Eine Nervenbiopsie ist indiziert bei Verdacht auf behandelbare Polyneuropathie, die anders nicht gesichert werden kann (z. B. Vaskulitis, atypische CIDP, Amyloidose). Nervenbiopsien sollten nur in ausgewiesenen Zentren durchgeführt und begutachtet werden (C).
  • Bei Verdacht auf Small-Fiber-Neuropathie sind die quantitativ sensorische Testung und die Quantifizierung der Hautinnervation nützliche diagnostische Instrumente (B).

 

 

Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie"
     
Leitlinien Cover.jpg  

Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008
> direkt bei Amazon.de bestellen