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Leitlinien der DGN - Primäre ZNS-Lymphome (PZNSL) |
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KAPITEL Hirntumoren
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Primäre ZNS-Lymphome (PZNSL)
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Mehr zu dieser Leitlinie
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Federführend für die DGN und die NOA Prof. Dr. Uwe Schlegel, Bochum,
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Federführend für die DGHO Prof. Dr. med. Eckhard Thiel, Berlin,
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Leitlinien- Navigator
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Was gibt es Neues?
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Eine Hochdosis-Chemotherapie mit BCNU und Thiotepa, gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation und einer Ganzhirnbestrahlung, führte bei Patienten bis zum 65. Lebensjahr zu einem 5-Jahres-Überleben von 69% (Illerhaus et al. 20061).
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Werden Patienten innerhalb von Studien mit einer Chemotherapie, gefolgt von einer Strahlentherapie, behandelt, erleidet ein Teil vor allem der älteren Patienten einen Einbruch in der kognitiven Leistung. Dies scheint bei ausschließlich mit Chemotherapie behandelten Patienten in den meisten Studien nicht der Fall zu sein (Correa et al. 2007).
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Verzichtet man im Rahmen des Bonner Polychemotherapieprotokolls auf die intraventrikuläre Applikation von Zytostatika, erleiden Patienten signifikant häufiger Rezidive als mit intraventrikulärer Therapie (Schlegel et al., unveröffentlichte Ergebnisse).
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Die Internationale kooperative PZNSL Expertengruppe (IPCG) hat Empfehlungen zur Diagnostik, zu Ansprechkriterien und zur Durchführung von Therapiestudien bei PZNSL veröffentlicht (Abrey et al. 2005), die in diese Leitlinien Eingang gefunden haben.
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
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Die Diagnosesicherung erfolgt in der Regel durch eine stereotaktische Biopsie; eine operative Resektion ist nicht sinnvoll (B) ( ).
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Die Diagnostik muss eine augenärztliche Untersuchung inklusive Spaltlampenuntersuchung, ein Staging zum Ausschluss eines okkulten systemischen Lymphoms und einen HIV-Test umfassen (B) ( ).
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Chemotherapie allein oder Chemotherapie mit Strahlentherapie ist die Behandlung der Wahl (B) ( ). Welche Therapie bei PZNSL am wirksamsten und gleichzeitig am wenigsten toxisch ist, wird in Deutschland derzeit in klinischen Studien untersucht. Daher wird der Einschluss von Patienten in diese Therapiestudien empfohlen (s. u.).
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Können oder wollen Patienten nicht in Studien eingeschlossen werden, ist der Einschluss von systemisch appliziertem Methotrexat in einer Einzeldosis von mindestens 1,5 g/m2 KOF über 6 Zyklen in den Therapieplan sinnvoll ( ), wobei während des 1. Zyklus über 10 Tage 3 × 8 mg Dexamethason pro Tag gegeben werden sollten (B).
| Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie" |
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Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008 > direkt bei Amazon.de bestellen
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