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Leitlinien der DGN - Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel |
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KAPITEL Rehabilitation
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LEITLINIE Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel
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Mehr zu dieser Leitlinie
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Federführend Prof. Dr. Stefan Hesse, Bad Rodach,
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Leitlinien- Navigator
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Was gibt es Neues?
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Individuell angefertigte Orthesen aus Scotch Cast eignen sich als intermediäre und schnelle Lösung in der Klinik; entsprechende Teams sind einzurichten.
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Keine zögerliche Verordnung von Orthesen oder Stöcken, eine Verschlechterung des Gangmusters ist nach ganganalytischen Untersuchungen nicht zu befürchten.
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Schulterorthesen mit Schulterkappe, Oberarm- und Unterarmmanschette finden zunehmend Verwendung in der Therapie der schmerzhaften Schulter nach Schlaganfall.
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Kommunikationshilfen mit schrift- oder bildgestützter Eingabe und Sprachausgabe dienen der Unterstützung der alltäglichen Kommunikation bei Dysarthrie, Sprechapraxie und Aphasie.
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
Allgemeine Empfehlungen
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Die am häufigsten verordneten Hilfsmittel für hemiparetische Patienten dienen der Förderung der Mobilität (z. B. Rollstühle, Stöcke, Orthesen), der Kompetenz im Bad (z. B. Haltegriffe), in der Toilette (z. B. Toilettensitzerhöhung) und im Haushalt (z. B. Nagelbrett).
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Rechtzeitig an die Hilfsmittelversorgung denken und in der Klinik bereits die Hilfsmittel ausprobieren.
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Ein in der Neurorehabilitation tätiger Arzt sollte sich Kompetenz in Fragen der Hilfsmittelversorgung aneignen; wichtig dabei ist die Einordnung der verschiedenen auf dem Markt angebotenen Hilfsmittel nach funktionellen Gesichtspunkten.
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Hilfsmittel dienen nicht nur der Kompensation von Defiziten, sondern sie sollen dem Patienten auch die Möglichkeit bieten, möglichst früh selbstständig aktiv zu üben.
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Man sollte sich im Verlauf der Rehabilitation immer wieder fragen, ob der Patient das verordnete Hilfsmittel noch benötigt, und keine unnötige Abhängigkeit schaffen.
Spezielle Empfehlungen
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Bei hemiparetischen Patienten mit Schulterschmerz an die Möglichkeit der Versorgung mit einer Schulterorthese denken.
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Rollstühle müssen passen wie ein Schuh, es gibt keine Standardversorgung.
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Stöcke frühzeitig verordnen. Der Patient muss sich sicher fühlen, Art und Höhe des Stocks haben keinen Einfluss auf das Gangmuster, noch geht der Patient mit einem Stock, gleich welcher Höhe oder Art, „schlechter“ als ohne Stock.
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Sprungelenkorthesen nach funktionellen Gesichtspunkten beurteilen, wesentliche Kriterien sind das Ausmaß des Dorsiflexions- und Plantarflexionsstopps, die Minderung einer Inversionsfehlstellung und kosmetische Überlegungen. Hauptindikationen sind ein Hängenbleiben mit dem Fuß (Plantarflexionsstopp), die übermäßige Vorverlagerung der Tibia in der Standbeinphase (Dorsiflexionsstopp) und die Inversionsfehlstellung.
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Individuell angefertigte Orthesen aus Scotch Cast dienen als intermediäre und schnelle Lösung in der Klinik; entsprechende Teams sind einzurichten.
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Mit Orthesen des Sprunggelenks gehen Patienten sicherer und qualitativ besser, eine Spastik wird nicht provoziert, somit ist bei berechtigter Indikation keine zögerliche Verordnung angezeigt.
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Eine orthetische Versorgung des Kniegelenks, sei es zur Minderung einer Hyperextension oder einer übermäßigen Flexion in der Standbeinphase, hat sich noch nicht durchgesetzt.
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Hilfsmittel für das Bad, die Toilette und im Haushalt sollten am besten im Rahmen eines Hausbesuchs gemeinsam mit dem Patienten und seinen Angehörigen geklärt werden; dabei empfiehlt es sich, Checklisten zu verwenden.
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Die Verordnung von Kommunikationshilfen ersetzt keine sprachtherapeutische Intervention. Die Kommunikationshilfe muss von beruflich qualifizierten Fachleuten individuell an den Patienten angepasst und der Umgang trainiert werden. Dies sollte unter Einbindung von Angehörigen im Rahmen eines Kommunikationstrainings geschehen.
| Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie" |
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Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008 > direkt bei Amazon.de bestellen
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