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Leitlinien der DGN - Spinale Gefäßmalformationen |
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KAPITEL Vaskuläre Erkrankungen
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Spinale Gefäßmalformationen
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Mehr zu dieser Leitlinie
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Federführend Prof. Dr. Armin Thron, Aachen,
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Leitlinien- Navigator
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Was gibt es Neues?
Diagnostik
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Mit der in den letzten Jahren eingeführten zeitaufgelösten MR-Angiographie des gesamten Spinalkanals sind nicht nur die kaliberstärksten normalen Arterien und Venen des Rückenmarks nachweisbar geworden, sondern auch jede Form eines arteriovenösen Shunts (B).
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Bei Vorliegen eines AV-Shunts ist noch immer eine selektive spinale DSA erforderlich, da die räumliche und zeitliche Auflösung der Methode zur Klassifizierung spinaler Gefäßmissbildungen und gelegentlich auch zur sicheren Höhenlokalisation der Zuflüsse noch nicht ausreichend ist. Die Katheterangiographie kann jedoch bei negativem MRA-Befund vermieden und bei positivem Befund auf die relevante Region begrenzt werden (B).
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
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Prospektive oder randomisierte Studien zu den potenziellen Therapieverfahren bei spinalen Gefäßmalformationen gibt es nicht.
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Die vermutlich erworbenen spinalen duralen AV-Fisteln sollten wegen der auch kurz- und mittelfristig schlechten Prognose bei meist guter Behandlungschance ohne Zeitverzug ausgeschaltet werden, entweder durch Operation oder eine im Ergebnis kontrollierte Embolisation mit liquidem Embolisat (B).
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Bei symptomatisch gewordenen Gefäßmissbildungen wird eine Indikation zur Behandlung allgemein akzeptiert. Im Einzelfall ist bei arteriovenösen Malformationen (AVMs) und Kavernomen auch ein abwartendes Verhalten gerechtfertigt, wenn ein hohes Behandlungsrisiko anzunehmen ist (C).
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Bei den AVMs wird die Option einer operativen Behandlung durch die Möglichkeiten einer Embolisation mit Partikeln oder liquidem Embolisat oder auch mit Drahtspiralen (Coils) ergänzt. In der Regel wird den endovaskulären Verfahren der Vorrang eingeräumt (C).
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Bei Kavernomen kommt weiterhin nur eine operative Entfernung in Betracht.
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Für die Vorfelddiagnostik der Gefäßmissbildungen mit AV-Kurzschluss, insbesondere auch für deren relativ sicheren Ausschluss, erhalten zeitaufgelöste spinale MR-Angiographien einen immer höheren Stellenwert (B).
| Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie" |
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Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008 > direkt bei Amazon.de bestellen
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