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Leitlinien der DGN - Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz |
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KAPITEL Kopfschmerzen und andere Schmerzen
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Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz
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Mehr zu dieser Leitlinie
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Federführend Prof. Dr. Claudia Sommer, Würzburg,
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Leitlinien- Navigator
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Was gibt es Neues?
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Definition: Mit Einführung der neuen IHS-Klassifikation (Headache Classification Committee of the International Headache Society 2004) wurde der Begriff „atypischer Gesichtsschmerz“ verlassen und durch den Begriff „anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz“ ersetzt (IHS 13.18.4).
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Pathophysiologie: Keine neuen Daten verfügbar.
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Therapie: Es sind keine neuen Daten aus kontrollierten Studien verfügbar. Die Beobachtungen aus einigen kleinen, offenen Studien bzw. Verlaufsbeobachtungen müssen erst Bestätigung finden, bevor ihre Wertigkeit beurteilt werden kann. So war z. B. die Tiefenhirnstimulation im posterioren Hypothalamus in einer offenen Studie bei 3 Patienten nicht erfolgreich, hingegen war die Radiofrequenz-Rhizotomie in einer offenen Studie bei 6 von 18 Patienten erfolgreich. In einer retrospektiven Analyse respondierten auf ganglionäre lokale Opioidanalgesie (GLOA) 13 von 29 Patienten kurz- und mittelfristig. Bei 16 von 17 zuvor therapierefraktären Patienten wurde in einer offenen Serie ein Erfolg mittels CT-gesteuerter perkutaner trigeminaler Traktotomie-Nukleotomie berichtet. In einer Verlaufsbeobachtung mit niedrig dosiertem Amitriptylin waren 15/16 Patienten nach einem Jahr fast schmerzfrei (Guler et al. 2005).
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick
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Wo immer möglich, sollte die zugrunde liegende Ursache behandelt werden (wobei es sich in diesem Fall definitionsgemäß nicht mehr um einen anhaltenden idiopathischen Gesichtsschmerz handelt, aber Patienten können mit dieser Zuweisungsdiagnose kommen) (A).
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Chirurgische Eingriffe verschlimmern meist das Bild und sind zu vermeiden (B).
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Die Pharmakotherapie basiert auf dem Einsatz von Antidepressiva. Antikonvulsiva können ebenfalls versuchsweise eingesetzt werden (C).
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Patientenaufklärung und verhaltenstherapeutische Maßnahmen werden empfohlen (C).
| Herausgegeben von der Kommission "Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie" |
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Aus: H. C. Diener, N. Putzki: "Leitlinien für die Diagnostik und Therapie in der Neurologie", Georg Thieme Verlag, 4. überarb. Auflage 2008 > direkt bei Amazon.de bestellen
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