29. November 2011 – In Deutschland leben derzeit etwa 1,4 Millionen Menschen mit Demenz. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung wird sich die Zahl der Demenzerkrankungen in den kommenden Jahrzehnten dramatisch erhöhen, heißt es im neuen Versorgungs-Report 2012 des wissenschaftlichen Institutes der AOK. So werden Prognosen zufolge im Jahr 2050 bis zu drei Millionen Deutsche erkrankt sein. Laut des AOK-Reports ist derzeit im Alter von 60 bis 64 Jahren ein Prozent der Bevölkerung betroffen, während im Alter von 75 bis 79 Jahren die Quote bei 7,5 Prozent liegt. Zwischen 85 und 89 Jahren sind bereits 22,5 Prozent, ab dem 100. Lebensjahr schließlich 40 Prozent erkrankt.

Die Krankheitshäufigkeit verdoppelt sich demnach in Schritten von fünf bis sechs Lebensjahren. In den kommenden Jahren ändert sich das Verhältnis von jungen und alten Menschen in Deutschland gravierend – mit schwerwiegenden Folgen auch für die Versorgung von Pflegefällen. „Derzeit kommen im Bundesschnitt auf 100 erwerbsfähige Männer und Frauen im Alter zwischen 20 und 65 Jahren 34 Menschen über 65", sagt Jürgen Klauber, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Im Jahr 2060 sieht dieser Altersquotient nach den Hochrechnungen der Wissenschaftler ganz anders aus: Auf 100 Erwerbstätige kommen dann 67 Rentner.

Zum Versorgungs-Report 2012 der AOK