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News

Parkinson: Kodierung von schweren Wirkungsfluktuationen im ICD-System

26. September 2014 – Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Parkinson-Gesellschaft zur korrekten Kodierung des Schweregrads der Parkinson-Erkrankung bei Patienten mit Wirkungsfluktuationen nach ICD
Zur Stellungnahme

 
Beta-Interferone: keine Änderung der Nutzen-Risiko-Bewertung bei MS

4. September 2014 – Beta-Interferone könnten das Risiko für schwere Nierenschäden erhöhen, warnte vor kurzem das BfArM. Eine Änderung der Nutzen-Risiko-Bewertung für das Medikament ergibt sich daraus jedoch nicht und es besteht kein Anlass, eine wirksame und gut vertragene Interferon-Therapie abzubrechen, erklären die Vorstände von KKNMS und Ärztlichem Beirat des DMSG-Bundesverbandes.
Zur Stellungnahme auf der Homepage des KKNMS

 
Geriatriekongress in Halle – Fast ein Pflichttermin für Neurologen

logo dgg

1. September 2014 - Ein bekannter Fakt ist, dass rund zwei Drittel der Diagnosen in der Altersmedizin neurologisch-psychiatrisch zu behandeln sind. Die DGN ist der Überzeugung, dass die Geriatrie daher einen interdisziplinären Ansatz benötigt und von mehreren Fachgebieten gemeinsam weiterentwickelt werden muss. Die Neurologie soll eine bedeutende und durchaus aktivere Rolle einnehmen als in den vergangenen Jahren. Aus diesem Grund möchte die DGN ihre Mitglieder dazu motivieren, in diesem Jahr in der Woche nach dem DGN-Kongress auch den Geriatriekongress in Halle (Saale) zu besuchen bzw. auch Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) zu werden.

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Neues Therapiekonzept für neurodegenerative Erkrankungen

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12. August 2014 – Professor Ulrich Bogdahn, Inhaber des Lehrstuhls für Neurologie der Universität Regensburg, hat mit seinem Team ein Projekt zur Therapie neurodegenerativer Erkrankungen entwickelt, für die es bislang keine wirksame Behandlungsmethode gibt. Sein Projekt wurde im GO-Bio Wettbewerb ("Gründeroffensive Biotechnologie") des BMF ausgewählt und kann nun mit rund vier Millionen Euro Förderungssumme starten.

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Pressemitteilung 29.09.2011 Drucken E-Mail

 

Restless-Legs-Syndrom: Ein besseres Leben ist möglich

Die Qual der ruhelosen Beine ist eine kaum bekannte Volkskrankheit

iStock_000014019987XSmallWiesbaden, 29. September 2011 – „Bis zu zehn Prozent der Bevölkerung sind von einem Restless-Legs-Syndrom betroffen. Über zwei Millionen Menschen müssten behandelt werden, doch die Erkrankung ist deutlich unterdiagnostiziert“, beschrieb Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang Oertel, Direktor der Klinik für Neurologie der Philipps-Universität Marburg, die derzeitige Behandlungssituation eines Krankheitsbildes, das noch immer wenig bekannt ist und immer noch viele Menschen unnötig quält. Auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), die noch bis zum 1. Oktober in Wiesbaden stattfindet, gab der 1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Neurologie einen Überblick zu RLS in Deutschland und präsentierte aktuelle Therapieoptionen. Zudem kam eine RLS-Patientin zu Wort, die ihre erlebte Krankheitsgeschichte schilderte und dieser so oft nicht erkannten Erkrankung ein persönliches Gesicht gab. Ihre Botschaft: „Ein besseres Leben mit RLS ist möglich!“

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Ziehen, Stechen, Kribbeln, das Gefühl von Ameisen unter der Haut, ein Reißen oder krampfartige Schmerzen. Solche Missempfindungen sind, neben einem Unruhe-Gefühl und Bewegungsdrang, insbesondere in den Beinen, charakteristisch für RLS. Die Beschwerden machen Kinobesuche, lange Autoreisen oder längere Bettlägerigkeit bei Krankenhausaufenthalten für die Betroffenen zu einer Tortur. Bewegung, bewusst durch Herumlaufen oder unbewusst im Schlaf ausgeführt, bringt kurzfristige Linderung, stört jedoch empfindlich den Nachtschlaf und reduziert die zur Regeneration nötigen Tiefschlafphasen. Die Folgen sind Unkonzentriertheit, Gereiztheit und Tagesmüdigkeit. „Die Einschränkung der Lebensqualität von RLS-Patienten ist ähnlich wie bei Patienten mit anderen schweren Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus Typ II.“ 1

RLS wird viel zu selten erkannt und hat vielfältige Ursachen
Fünf bis zehn Prozent der Deutschen – etwa vier bis acht Millionen Menschen – erleben diese Symptome in unterschiedlicher Intensität. Bis zu zwei Millionen von ihnen leiden an einem therapiebedürftigen RLS-Syndrom. Auch Hausärzte könnten die Krankheit eigentlich gut diagnostizieren, doch das geschieht nur selten. So zeigt eine Studie, dass Hausärzte in England bei weniger als sieben Prozent der von Neurologen als RLS-Patienten erkannten Personen die richtige Diagnose stellten.2 Die Diagnose erfolgt klinisch anhand von Fragen im Patientengespräch, mit denen die vier essentiellen Kriterien des RLS erfasst werden. Diese sind:
1.    Bewegungsdrang der Beine, üblicherweise begleitet von Missempfindungen in den Beinen (die Arme oder andere Körperteile sind manchmal ebenfalls betroffen).
2.    Bewegungsdrang oder Missempfindungen treten ausschließlich oder verstärkt in Ruhe (Liegen oder Sitzen) auf.
3.    Der Bewegungsdrang oder die Missempfindungen werden teilweise oder vollständig durch Bewegung (Umhergehen, Dehnen) gebessert – solange diese Aktivität anhält.
4.    Der Bewegungsdrang oder die Missempfindungen treten nur abends oder nachts auf bzw. sind zu diesen Zeiten am stärksten.
Die Ursachen von RLS, dessen genaue Entstehung bis heute nicht geklärt ist, sind vielfältig: So kann die Erkrankung ererbt sein und spontan auftreten, ausgelöst durch noch unbekannte Faktoren, oder aber sekundär durch Vorerkrankungen wie Nierenleiden, Eisenmangel, Polyneuropathie oder Neurodegeneration bedingt sein. RLS kann auch im Verlauf einer Schwangerschaft auftreten oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente ausgelöst werden.

RLS lässt sich medikamentös gut behandeln
Leichte bis mittelschwere Symptome, vorübergehendes Auftreten eines RLS sowie Patienten mit schweren Vorerkrankungen werden mit dem Medikament L-Dopa, einer speziellen Aminosäure und dem Vorläufer des Botenstoffes Dopamin, behandelt. Aufgrund neuer Studien gelten mittlerweile Dopamin-Agonisten als Mittel der 1. Wahl – zumindest bei mittleren bis schweren RLS-Fällen mit Beschwerden nachts und tagsüber. Auch wenn bei einer L-Dopa-Therapie ein Gewöhnungseffekt mit nachlassender Wirkung oder das Phänomen der Augmentation eintritt, wird auf die Dopamin-Agonisten zurückgegriffen. Unter Augmentation versteht man ein – unter pulsatiler Therapie wie
z.B. mit L-Dopa – früheres Auftreten der RLS-Symptome (statt gegen 19 Uhr bereits gegen 15 Uhr) oder eine Ausweitung der Symptome von den Beinen auch auf die Arme.
Als Reservemedikation gelten Opioide. Bei durch Eisenmangel verursachtem RLS ist die intravenöse Gabe einer Eisenlösung sinnvoll.

Pflaster gegen RLS – langwirkende Dopamin-Agonisten wirkungsvoll und verträglich
Vor kurzem wurden die Ergebnisse einer 5-Jahres-Behandlung, der längsten je durchgeführten Verlaufsbeobachtung, mit dem transdermal (als Pflaster) applizierten Dopamin-Agonisten Rotigotin bei RLS-Patienten veröffentlicht.3 Von 341 Patienten, die initial in die mehrwöchige doppelblinde Studie randomisiert wurden, und von den sich hieraus rekrutierenden 295 Patienten, die anschließend an der offenen Langzeitverlaufsstudie teilnahmen, beendeten 126 (von 295 = 46 Prozent) die 5-Jahres-Studiendauer. 39 Prozent der Patienten, die diese Testphase durchliefen, waren unter weiterhin bestehender Therapie ohne Symptome. Das Pflaster ist auch nach fünf Jahren beim leichten bis mittelschweren Restless-Legs-Syndrom noch gut verträglich. Eine Augmentation wurde – bei Behandlung mit der zugelassenen Dosierung des verwendeten Dopamin-Agonisten – nur bei etwa fünf Prozent der Patienten, die die 5-Jahres-Studie abschlossen, beobachtet. Die Studie belegt die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit der langwirkenden Dopamin-Agonisten in der Therapie des RLS, dieser oft lebenslangen Erkrankung.

Quellen
1 Adapted from Allen RP, et al. Arch Intern Med. 2005; 165:1286–1292
2 REST Study 2004
3 Oertel et al. The Lancet Neurology, 2011; 10 (August): 710–720

 
Für alle Rückfragen bzw. Interviewanfragen
Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
Tel.: +49 (0)89-46148622
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Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren mehr als 6500 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin.
www.dgn.org

1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Wolfgang Oertel
2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Heinz Reichmann
3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Martin Grond
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter

Geschäftsstelle
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