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DGN-Leitlinie „Diagnostik akuter zerebrovaskulärer Erkrankungen“ aktualisiert

Die S1-Leitlinie „Diagnostik akuter zerebrovaskulärer Erkrankungen“ der DGN (AWMF-Registernummer: 030/117) unter Federführung von Prof. Dr. Michael G. Hennerici, Mannheim, und Prof. Dr. Rolf Kern, Kempten, wurde nach vier Jahren vollständig überarbeitet. Der Expertengruppe gehörten außerdem an: Prof. Dr. Franz Fazekas, Graz; Prof. Dr. Heinrich Mattle, Bern; PD Dr. Götz Thomalla, Hamburg.

Neu in die Leitlinie aufgenommen wurde, dass bei akutem Hirninfarkt und klinischem Verdacht auf einen proximalen intrakraniellen Gefäßprozess (z.B. NIHSS Score ≥ 6) zusätzlich zur nativen CT eine Gefäßdarstellung erfolgen sollte (bevorzugt CTA), um die Indikationsstellung für eine endovaskuläre Therapie zu ermöglichen. In besonderen Entscheidungssituationen ist die Abschätzung des irreversibel geschädigten Infarktkerns z.B. mittels ASPECTS im Nativ-CT, die Analyse der Quelldaten der CTA oder eine ergänzende CT-Perfusion zur Patientenselektion der endovaskulären Therapie hilfreich. Ebenfalls neu: Im Rahmen der Ätiologiediagnostik zerebraler Ischämien sind als Basisdiagnostik zur Erfassung eines klinisch asymptomatischen paroxysmalen Vorhofflimmerns ein 12-Kanal-EKG und ein mindestens 24-stündiges EKG-Monitoring erforderlich. Eine erweiterte Rhythmusdetektion in der stationären oder poststationären Phase nach einem ischämischen Schlaganfall sollte in Betracht gezogen werden, wenn in der zerebralen Bildgebung mittels cCT oder MRT ein mutmaßlich embolisch bedingter Hirninfarkt nachgewiesen wurde und die zuvor erfolgte gründliche Ätiologiediagnostik keinen Nachweis einer kardialen oder arterio-arteriellen Emboliequelle erbracht hat.

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