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Prof. Dr. Albert C. Ludolph, Koordinator der Leitlinie (c) privat
DGN-Leitlinie „Zervikale spondylotische Myelopathie“ aktualisiert

Die S1-Leitlinie „Zervikale spondylotische Myelopathie“ (AWMF-Registernummer 030/ 052) steht nach vier Jahren umfänglich überarbeitet online zur Verfügung. Koordiniert wurde die Leitlinienarbeit von Prof. Dr. Albert C. Ludolph, Ulm.

An der Leitlinienarbeit waren außerdem beteiligt: Prof. Dr. Heiko Reichel, Ulm; Dr. Ralph S. Binggeli, Bern (Schweiz); Dr. Christoph Grimm, Ulm; Prof. Dr. Peer Eysel, Koln; PD Dr. Wolfram Käfer, Kusel, Dr. Peter Kapeller, Villach (Osterreich); Prof. Dr. Alexander Storch, Rostock; Dr. Dietmar Bengel, Ravensburg; Prof. Dr. Hansjörg Bäzner, Stuttgart.

Die aktualisierte Leitlinie unterstreicht, dass die Behandlungsstrategien der zervikalen spondylotischen Myelopathie nicht durch kontrollierte prospektive Studien gestützt werden konnen. Diese Tatsache wird seit langem beklagt (Rowland 1992). Der Weg zu solchen Studien kann nur über eine – wie in dieser Leitlinie erreichte – Konsensbildung zwischen den orthopädischen, neurochirurgischen und neurologischen Fachgesellschaften begangen werden. Grundlage einer Operationsindikation bei zervikaler spondylotischer Myelopathie muss die sorgfältige Differentialdiagnose des klinischen Syndroms sein. Die differentialdiagnostischen Schritte fehlen in den bisher publizierten Untersuchungen, und damit sind deren Aussagen limitiert. Wenn diese differenzierte Sichtweise erreicht ist, besteht die Hoffnung, dass in der nahen Zukunft klinische Studien durchgeführt werden, deren Ergebnisse jenseits der Akutsituation eine wesentliche Hilfe bei der Therapie dieser Erkrankung darstellen. Darüber hinaus wird begonnen, über die Schädigungsmechanismen des Rückenmarks und deren pharmakologische Beeinflussung nachzudenken (Yu et al., 2011); Lösungen liegen jedoch in der Ferne (Beattie & Manley 2011).

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