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Prof. Dr. Dirk Sander, Koordinator der Leitlinie (c) Benedictus Krankenhaus Tutzing
S1-Leitlinie „Transiente Globale Amnesie“ überarbeitet

Die S1-Leitlinie Transiente Globale Amnesie (AWMF-Registernummer: 030/083) wurde nach vier Jahren unter Federführung von Prof. Dr. Dirk Sander, Tutzing, umfänglich überarbeitet und online veröffentlicht. Dem Redaktionskommitee gehörten außerdem an: Prof. Dr. Thorsten Bartsch, Kiel, PD Dr. Florian Connolly, Berlin, Prof.  Dr. Holger Poppert, München, Prof. Dr. Christian Enzinger, Graz (Österreich), Prof. Dr. Urs Fischer, Bern (Schweiz).

In die Leitlinie sind neue Erkenntnisse zu Pathophysiologie, Verlauf und Prognose eingeflossen. Die Annahme, dass Patienten mit TGA-Rezidiv strukturelle Schädigung von Fasern des Gedächnisnetzwerkes aufweisen, ist widerlegt. Langzeituntersuchungen zeigten saisonale Schwankungen mit einem gehäuften Auftreten der TGA in den Wintermonaten. Auch bestätigen mehrere Studien, dass TGA-Patienten im Vergleich zur Normalbevölkerung kein erhöhtes zerebrovaskuläres Risikoprofil aufweisen. Analysen mittels funktioneller MRT weisen in der Akutphase der TGA auf eine reversible Beeinträchtigung der funktionellen Konnektivität im Netzwerk des episodischen Gedächtnisses hin. Untersuchungen mittels EEG-Spektralanalyse unterstützen die Auffassung einer über den Hippokampus hinausgehende Störung gedächtnisrelevanter Netzwerke. Die Leitlinie, die auch konkrete Empfehlungen zur Diagnose gibt, ist ab sofort auf dem Leitlinienportal der DGN online abrufbar.

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