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Hans Georg Mertens-Preis 2018 für Biomarker-Forschung

7. Dezember 2017 – Prof. Dr. Christian Foerch von der Goethe-Universität Frankfurt wird für seine innovative, therapierelevante Forschung mit dem Hans Georg Mertens-Preis 2018 ausgezeichnet. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI) würdigen mit dem Preis seine Arbeiten zu GFAP, einem diagnostischen Marker der Hirnblutung.

GFAP ist ein hirnspezifisches Protein, das in Astrozyten exprimiert wird und eine wichtige Bedeutung für die Ausbildung des Zytoskeletts besitzt. Prospektive Studien konnten zeigen, dass GFAP im Falle einer Hirnblutung rasch aus destruierten Zellen freigesetzt wird und ins Blut übertritt. Beim Hirninfarkt hingegen kommt es erst zu einem späteren Zeitpunkt zu einem GFAP-Anstieg im Blut. GFAP ist somit ein potentieller Biomarker, mit dessen Hilfe bei einem akuten Schlaganfall zwischen einer Hirnblutung und einem Hirninfarkt unterschieden werden könnte. Dies ist bislang nur mit Hilfe von bildgebenden Verfahren möglich. Nach der Entwicklung eines GFAP-Schnelltests („Bluttest“) und der entsprechenden Validierung in klinischen Studien könnten zukünftig bereits in der Prähospitalphase Diagnose-spezifische Maßnahmen eingeleitet werden (z.B. Senkung des Blutdrucks bei Patienten mit Hirnblutungen, Optimierung der Triage von akuten Schlaganfallpatienten).

Dem Preiskuratorium gehörten neben den Präsidenten der DGN und der DGNI – Prof. Dr. Gereon R. Fink (Köln) und Prof. Dr. Georg Gahn (Karlsruhe) – Prof. Dr. Christine Klein (Lübeck), Prof. Dr. Martin Grond (Siegen), Prof. Dr. Jürgen Meixensberger (Leipzig) sowie Prof. Dr. Wolfgang Müllges (Würzburg) an. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wird auf der Arbeitstagung NeuroIntensivmedizin (ANIM) verliehen, die vom 8. bis 10. Februar 2018 in Würzburg stattfindet.

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