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Update der Leitlinie „Normaldruckhydrozephalus“ verfügbar

8. März 2018 – Die S1-Leitlinie „Normaldruckhydrozephalus“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (AWMF-Registernummer 030/063) steht vollständig überarbeitet zur Verfügung. Koordinatoren der Leitlinie waren Prof. Dr. Walter Paulus, Göttingen, und Prof. Dr. Joachim K. Krauss, Hannover.

Mit weiteren Daten wurde zwischenzeitlich die Erkenntnis erhärtet, dass Patienten mit gesichertem Normaldruckhydrozephalus mehrheitlich von der Versorgung mit einem Shunt-System zur dauerhaften Liquorableitung profitieren – auch bei höherem Lebensalter. Sechs Monate nach Shunt-Implantation berichten 96 Prozent der Patienten eine objektive Besserung, und 83 Prozent zeigen eine objektive Gangverbesserung (timed walk test). Außerdem zeigte eine Metaanalyse über 23 Studien mit 1059 Patienten eine Verbesserung der Gangstörung, der neurogenen Blasenstörung und der kognitiven Defizite durch die Behandlung.

Der Liquorablassversuch mit 30 bis 50 ml ist der diagnostische Standardtest. Wiederholte Ganganalysen 1 bis 72 Stunden nach der Liquorpunktion zeigen, dass die größte Verbesserung nach 24 bis 48 Stunden zu erwarten ist. Das Ansprechen 24 bis 48 Stunden nach der Liquorpunktion erlaubt die beste Vorhersage des Ansprechens auf die Shunt-Operation. Dagegen sagen das Ausmaß der Marklagerveränderungen im MRT oder die Ventrikelweite sowie die Dauer der Symptome den Therapieerfolg der Shunt-Operation nicht voraus.

Die überarbeitete Leitlinie „Normaldruckhydrozephalus“ ist bis zum 20. Dezember 2022 gültig.

Zur Leitlinie "Normaldruckhydrozephalus"

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