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Leitlinie „Rehabilitation von sensomotorischen Störungen“ gibt konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Mobilität

18. April 2018 – Die S2k-Leitlinine „Rehabilitation von sensomotorischen Störungen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (AWMF-Registernummer 030/123) liegt in einer vollständig überarbeiteten Neuauflage vor. Koordinator der Leitlinienarbeit war Prof. Dr. Gereon Nelles, Köln. Die Leitlinie behandelt die Befunderhebung und Wiederherstellung sensomotorischer Funktionen, vorrangig nach Schlaganfall.

Sie adressiert Neurologen sowie Ärzte und Therapeuten benachbarter Disziplinen. Gründlich überarbeitet wurden vor allem die Kapitel Rehabilitation der oberen Extremität und Rehabilitation der Mobilität. Die Neuauflage bestätigt die Bedeutung einer frühen Mobilisation nach Schlaganfall und formuliert erstmals für fünf Zielsymptome dezidierte Empfehlungen: zur Wiederherstellung der Gehfähigkeit, zur Verbesserung der Gehfähigkeit bei eingeschränkt gehfähigen Patienten, zur Normalisierung der Gehgeschwindigkeit, zur Verlängerung der Gehstrecke sowie zur Stabilisierung des Gleichgewichts.

Neu eingeflossen sind auch Erkenntnisse zur Bedeutung von neuromodulatorischen Therapien (repetitive transkranielle Magnetstimulation und Gleichstromstimulation, gepaarte assoziative Stimulation) und behavioralen Behandlungsansätzen (Bewegungsbeobachten und -vorstellen, bilaterales Armtraining). Sie steigern wie Priming-Effekte die Erregbarkeit des motorischen Kortex und können das motorische Lernen unterstützen.

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