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Schwerstkranke und sterbende Menschen: Charta unterstützt Hospiz- und Palliativversorgung

16. September 2010 – Die gemeinsame und differenzierte Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland soll durch eine Charta unterstützt werden, die am 8. September in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Im Mittelpunkt der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ stehen deren Rechte und Bedürfnisse, erläuterten Prof. Christof Müller-Busch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes sowie Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer stellvertretend für die drei Träger der Initiative.  

In fünf Leitsätzen werden Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarf in Deutschland formuliert. Die auch von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vertretenen Postulate umfassen das Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen ebenso wie das Recht auf eine umfassende medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Betreuung und Begleitung sowie eine angemessene, qualifizierte und bei Bedarf multiprofessionelle Behandlung. Bestrebungen nach einer Legalisierung der Tötung auf Verlangen gelte es, durch eine Perspektive der Fürsorge und des menschlichen Miteinanders entgegenzuwirken.

Der vollständige Text der Charta findet sich hier.

© Deutsche Gesellschaft für Neurologie