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 Prof. Heinz Reichmann, Past-Präsident der DGN und zukünftiger ENS-Präsident (c) DGN/TU-Dresden
European Neurological Society (ENS) wählt Deutschen an ihre Spitze

16. Juni 2011 – Prof. Heinz Reichmann, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Dresden und Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), wurde auf der Jahrestagung der European Neurological Society (ENS) in Lissabon zum kommenden Präsidenten der paneuropäischen Fachgesellschaft gewählt. Prof. Reichmanns Amtszeit beginnt im Juni 2012 mit der ENS-Konferenz in Prag. Er wird damit der dritte Präsident aus Deutschland, nach Thomas Brandt (München, 1998) und Klaus V. Toyka (Würzburg, 2001).

Neben der weiteren Stärkung der wissenschaftlichen Qualität, dem Agenda-Setting für den nächsten Jahreskongress mit den Schwerpunkten Parkinson und Neurodegenerative Erkrankungen sowie dem Ausbau der Fortbildungsaktivitäten will Reichmann die bereits beschlossene Vereinigung der ENS mit der zweiten europäischen Fachgesellschaft, der European Federation of Neurological Societies (EFNS), weiter vorantreiben.
Sie soll schließlich 2015 in der Hochzeit und einer einheitlichen Fachgesellschaft, der European Academy of Neurology, gipfeln. Die ENS zählt derzeit rund 2800 Mitglieder. In der EFNS sind die nationalen Verbände Europas organisiert.

„Viele deutsche Neurologen sowie der Vorstand der DGN unterstützen diese Fusion und sind wichtige treibende Kräfte bei dieser großen Aufgabe“, so Reichmann. Seit 2005 ist er im Executive Committee der ENS und in dieser Rolle unter anderem als Delegierter für die American Academy of Neurology tätig. Im vergangenen Dezember wurde er als President-elect vorgeschlagen, Ende Mai schließlich in Lissabon gewählt. Prof. Reichmann ist seit 2007 im Vorstand der DGN und war 2009/2010 ihr 1. Vorsitzender.

© Deutsche Gesellschaft für Neurologie