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Vitamintabletten

21. Dezember 2011 – Schon Paracelsus wusste es: dosis sola facit venenum – allein die Dosis macht das Gift. Eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Mineralstoffen vermag keine ausgewogene Ernährung zu ersetzten und kann, so das Resultat einer aktuellen Studie, im Übermaß sogar schädlich sein. In einer Meta-Analyse, die jüngst im Fachmagazin "The Lancet Neurology" erschien, hat der australische Neurologe Professor Graeme Hankey die Literatur zum Thema Ernährung und Schlaganfall durchforstet und kommt zu ernüchternden Ergebnissen.

Demzufolge hat, wer ohne einen vorhandenen Mangel Vitaminpillen einnimmt, sogar ein leicht erhöhtes Schlaganfallrisiko. So steigert die Einnahme von Vitamin A die Sterberate um sieben bis zehn Prozent, während Vitamin-E-Gaben laut der Untersuchung die Schlaganfallrate relativ um 22 Prozent erhöhen können. Vitamin C, aber auch Vitamin B und Folsäure haben zwar keinen negativen, aber eben auch keinen positiven Effekt auf die Schlaganfallrate. Insgesamt sieht der Neurologe Hankey einen doch sehr bescheidenen Einfluss von Vitaminen, Mineralien oder Ernährungsweise auf das Schlaganfallrisiko. Mit Blick auf die durch Adipositas verdoppelte Gefahr von Schlaganfällen habe die Frage, wie viel, und weniger was man essen soll, eine weitaus größere Bedeutung.

Zur Originalstudie
Zusammenfassung der Studie

 

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