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Magnetfelder können heilsam sein
Transkranielle Magnetstimulation hilft auch nach Schlaganfall

Berlin, 16. Januar 2012 – Das große therapeutische Potential der sanften Hirnstimulation mit Magnetfeldern und Gleichstrom wird derzeit intensiv erforscht. Jetzt haben Neurologen um Dr. Giacomo Koch aus Rom die Wirksamkeit der transkraniellen Magnetstimulation bei der Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten mit visuellem Neglect nachgewiesen. Durch eine gezielte Hemmung überaktiver Schaltkreise konnten sie die linksseitige Wahrnehmung der Patienten wieder deutlich verbessern. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlicht.

Grundlegende Annahme der Wissenschaftler war, dass der linksseitige Neglect durch einen rechtsseitigen Schlaganfall entsteht, durch welchen Schaltkreise im hinteren Parietallappen der linken Hemisphäre überaktiv werden und somit die Steuerung der Aufmerksamkeit in der rechten Hemisphäre hemmen. Die Autoren der Studie gaben zu bedenken, dass den Patienten eine durchschnittliche Verbesserung um 20 Prozent, wie sie in der Studie erzielt wurde, noch nicht dabei hilft, im Alltag viel selbstständiger zu werden. Jedoch waren die Verbesserungen bei den am stärksten betroffenen Patienten auch am höchsten, so dass die transkranielle Magnetstimulation gerade bei Patienten mit schwerem visuellen Neglect eine nützliche Therapie sein könnte.

Zur Studie
Zusammenfassung der Studie
Pressemitteilung zum Thema Sanfte Hirnstimulation auf der DGN-Jahrestagung 2011

 



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