Weniger Schlaganfälle durch Magen-OP

Göteborg, 27. Januar 2012 – Menschen mit extremem Übergewicht profitieren von einer chirurgischen Umgehung oder Verkleinerung des Magens. Derart Operierte hatten innerhalb von 15 Jahren 30 Prozent weniger Schlaganfälle oder Herzinfarkte als Nicht-Operierte, so das Ergebnis einer schwedischen Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht wurde. In der prospektiven Swedish Obese Subjects Study hatten Mediziner um Dr. Lars Sjöström vom Sahlgrenska University Hospital in Göteborg 2010 Patienten mit einem mittlerer BMI von 42 chirurgisch mit einem Magenband, einem Magenbypass oder mit einer Magenverkleinerung versorgt. Als Kontrollgruppe dienten 2037 adipöse Patienten ohne Eingriff (mittlerer BMI 40) mit normaler gesundheitlicher Versorgung.

Die Zahl der kardiovaskulären Ereignisse konnte durch die Operationen stark gesenkt werden. So starben im Zeitraum von 15 Jahren 28 operierte Patienten und 49 in der Kontrollgruppe an einem solchen Ereignis. Nach chirurgischer Intervention gab es insgesamt 199 Schlaganfälle und Herzinfarkte, in der Kontrollgruppe lag die Zahl bei 234. Die Risikoreduktion war unabhängig vom Ausmaß des Gewichtsverlusts. Laut Autorenangaben ist dies die erste prospektive kontrollierte Studie, die zeige, dass Adipositas-Chirurgie kardiovaskulären Ereignissen vorbeuge. Die Eingriffe wirkten sich außerdem auch positiv auf Lebensqualität, Krebsrate und Diabetes aus.

Originalpublikation: Lars Sjöström et al. (2012) Bariatric Surgery and Long-term Cardiovascular Events. JAMA; 307(1):56-65

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