MS-Läsionen im Gehirn (c) DGN 2012/Dr. Carsten Lukas, Bochum
Annahme zur Entstehung von Multipler Sklerose widerlegt

Leipzig, 15. März 2012 – Schäden im Myelin von Gehirn und Rückenmark führen nicht zur Multiplen Sklerose (MS), so das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von Wissenschaftlern aus Deutschland und der Schweiz. Mit der jüngst in der "Nature Neuroscience" veröffentlichten Studie verwerfen die Forscher eine gängige Hypothese zur Entstehung von MS.

Diese so genannte "neurodegenerative Hypothese"  stützte sich auf die Beobachtungen, dass einige Patienten charakteristische Myelinschäden aufweisen, ohne das ein nachweislicher Angriff des Immunsystems vorliegt. „Die nun vorliegenden Ergebnisse legen jedoch nahe, dass die Schäden am Myelin nicht Auslöser, sondern eine Folge der Erkrankung sind“, so der an der Studie beteiligte Leipziger Neuroanatom Prof. Dr. Ingo Bechmann.
 
Zur Originalpublikation (Abstract)
Zum Artikel in der Leipziger Volkszeitung

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