Prof. Dr. Hans-Peter Hartung
1000 Patienten für internationale GBS-Studie gesucht

11. April 2012 – Die Peripheral Nerve Society (PNS) bereitet in Zusammenarbeit mit dem Inflammatory Neuropathy Consortium (INC) momentan eine der größten jemals durchgeführten Studien zum Krankheitsverlauf und Folgezustand bei Guillain-Barré-Syndrom (GBS) vor. Das Ziel der Studie besteht darin, klinische  und biologische Parameter zu identifizieren, um den Krankheitsverlauf und Ausgang beim GBS frühestmöglich und mit höchster Sicherheit vorhersagen zu können.Es handelt sich um eine prospektive, internationale multizentrische Studie mit dem ehrgeizigen Ziel, insgesamt 1000 Patienten mit GBS und Miller-Fisher-Syndrom (MFS) innerhalb der ersten vier Wochen nach Beginn der Erkrankung einzuschließen.

Patienten, die in diese Studie eingeschlossen werden, sollen über einen Zeitraum von 52 Wochen insgesamt achtmal untersucht werden.

Über eine Web-basierte Datenbank werden die so erhobenen klinischen und elektrophysiologischen Daten zentral gesammelt. Serumproben, die im Verlauf der Studie gesammelt werden, stehen ebenfalls zur Bestimmung von Autoantikörpern und Biomarkern zur Verfügung. Spezifische Fragestellungen, die hierbei beantwortet werden sollen, umfassen die Validität von Prognosemodellen, immunmodulatorische und supportive Behandlungen in der klinischen Praxis, Fragen zur Pharmakokinetik von Immunglobulinen (IVIg), prognostische Relevanz elektrophysiologischer Parameter, Häufigkeit vorangegangener Infektionen und die Frequenz antineuronaler Antikörper.

Teilnehmen können Mitglieder des INC oder neurologische Kliniken in Ländern, die von einem Mitglied des INC repräsentiert werden. Für Deutschland wird dies zentral durch die neurologische Klinik der Universität Düsseldorf (Direktor Prof. Hans-Peter Hartung) organisiert. IGOS wird darüber hinaus durch ein internationales Steering Committee supervidiert, dessen Vorsitz Dr. Bart Jacobs, erasmus Medical Center, Rotterdam hat. Die zentrale Koordination erfolgt dort.

Interessierte Kliniken in Deutschland sind gebeten, sich mit der Neurologischen Klinik der Universität Düsseldorf (Sekretariat Professor Hartung, Tel.: 0211-81-17880, () in Verbindung zu setzen. Für Rückfragen steht auch Prof. Dr. B. Kieseier () zur Verfügung.

Die Studie wird u.a. durch die GBS-CIDP Foundation International unterstützt.

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