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Ginkgo schützt nicht vor Alzheimer

06. September 2012 - Die bislang größte europäische Studie zur Prävention der Alzheimer-Demenz hat ein enttäuschendes Ergebnis erbracht: Extrakte aus den Blättern des Ginkgo biloba-Baumes sind demnach keine wirksame Maßnahme, um den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit bei älteren Menschen mit Gedächtnisproblemen zu verhindern oder zu verzögern.

An der Untersuchung hatten mehr als 2800 französische Senioren teilgenommen, die bei ihrem Hausarzt über Gedächtnisprobleme geklagt hatten, jedoch noch nicht an Alzheimer erkrankt waren. Bis zu fünf Jahre lang hatten die Studienteilnehmer nach dem Losprinzip entweder 2 Mal täglich 120 Milligramm des Ginkgo biloba- Extraktes  EGb761 erhalten, oder ein Scheinmedikament mit gleichem Aussehen und Geschmack.
Zum Abschluss der Studie wurde bei  4 Prozent der Patienten in der Ginkgo biloba-Gruppe eine Alzheimer-Demenz festgestellt – ein statistisch nicht bedeutsamer Unterschied zu den 5 Prozent an Alzheimer erkrankten Probanden in der Plazebogruppe.

„Im Vergleich zu Placebo verringerte der Langzeitgebrauch eines standardisierten Ginkgo biloba-Extraktes in dieser Studie das Progressionsrisiko der Alzheimer-Krankheit nicht“, so die Studienautoren um Professor Bruno Vellas vom Hôpital Casselardit (Toulouse) in der Online-Ausgabe der Zeitschrift Lancet Neurology.

Bereits im Jahr 2008 war in den USA eine große Präventionsstudie mit dem auch in Deutschland millionenfach verkauften Präparat fehlgeschlagen. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) davon abgeraten, Ginkgo-Präparate zur Vorbeugung gegen Demenzerkrankungen einzunehmen.

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