PML-Infektion im MRI (c) radswiki

08. August 2013 – Bei der Behandlung von Patienten mit schwerer, schubförmiger Multipler Sklerose mit dem Antikörperpräparat Natalizumab besteht das Risiko einer schwerwiegenden Infektion mit dem PML-Virus (Progressive multifokale Leukoenzephalopathie). Heute erscheint in der Fachzeitschrift „Neurology“ eine Arbeit, die das Adhäsionsmolekül L-Selektin als entscheidenden Faktor für eine mögliche Infektion ausmacht. Fehlt dieses Molekül

auf der Oberfläche bestimmter Immunzellen des Patienten, kann das Virus die Zellen befallen. Dieses Wissen hat Auswirkungen auf die Therapiesicherheit: Die Nebenwirkungen sind nun deutlich besser vorhersehbar und Patienten, die bisher aufgrund von statistischen Risikoberechnungen von der Therapie ausgeschlossen worden waren, können nun auch von Natalizumab profitieren.
 „Der Test ist ein erster Schritt auf dem Weg, individuelle Therapie-Empfehlungen für die Natalizumab-Behandlung auszusprechen“, sagt Univ.-Prof. Dr. med. Heinz Wiendl, Direktor der Klinik für Allgemeine  Neurologie am Universitätsklinikum Münster. Seine Arbeitsgruppe hat das Adhäsionsmolekül L-Selektin als Biomarker mit entdeckt und den Test maßgeblich entworfen.

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