Verleihung der Hertie-Senior-Professur an Prof. Oertel (m.)  mit Dr. John Feldmann, Vorsitzender der Hertie-Stiftung (l.) und dem Vertreter der Jurykomission, Prof. Dr. Johannes Dichgans (r.) (c) Hertie-Stiftung/Joppen
Hertie-Senior-Professur für Prof. Wolfgang H. Oertel

28. September 2013 – Zum sechsten Mal verlieh die Hertie-Stiftung die Hertie-Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften. Sie stellt eine besondere Auszeichnung für langjährige Spitzenleistungen in der Hirnforschung dar. Gestern erhielt Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Oertel, Direktor der Klinik für Neurologie an der Philipps-Universität Marburg und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, die mit einer Million Euro dotierte Auszeichnung, die am Freitag in der Paulskirche in Frankfurt überreicht wurde.

Die Stiftung ehrt damit das Lebenswerk eines herausragenden Neurowissenschaftlers und seine Beiträge zur Erforschung der Parkinson-Krankheit. Oertel erforscht unter anderem die frühe Phase der Erkrankung durch die Untersuchung von Schlafverhaltensstörungen. Darüber hinaus entwickelte er ein therapeutisches Forschungskonzept, das von der präklinischen Diagnostik bis hin zur krankheits-modifizierenden Therapieentwicklung reicht.

Die Hertie-Senior-Professur Neurowissenschaften wurde 2006 als erste Seniorprofessur in Deutschland überhaupt vergeben. Damals erhielt mit Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Brandt aus München ebenfalls ein Neurologedie Hertie-Senior-Professur, die er bis heute innehat. Die Stiftung möchte mit dem Preis das Potenzial und die Erfahrung exzellenter älterer Wissenschaftler für die Forschung erhalten und stärken, indem sie dem Inhaber der Stiftungsprofessur ermöglicht, die abschließenden Jahre seiner beruflichen Laufbahn ausschließlich der Forschung zu widmen.

Weitere Ziele bestehen darin, dem Nachwuchs frühzeitige attraktive und international konkurrenzfähige Arbeitsplätze anbieten zu können, den Universitäten in der heutigen schwierigen Situation die Freiheit über die inhaltliche Ausrichtung ihrer Professuren und Fakultäten zu erhalten und die oft mehrjährige „Ausklangphase“ von Forschungsinstitutionen vor der Pensionierung des Leiters zu verkürzen.

Neben der Hertie-Senior-Professur erhielt die erst 36-jährige Nachwuchsforscherin Sonja Hofer im Beisein des amerikanischen Nobelpreisträgers und Namensgebers den Eric Kandel Young Neuroscientists Prize in Höhe von insgesamt 75.000 Euro. Beide Auszeichnungen stehen unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

(Quellen: Hertie-Stiftung, DGN)

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