Das sogenannte „Daith Piercing“ wird im Zentrum der Ohrmuschel gestochen. (c) istockphoto/Luciano Bibulich
Piercing ist keine Kopfschmerz-Therapie

25. Oktober 2016 – Piercing ist nicht zur Therapie der Migräne geeignet. Es gebe auch keine wissenschaftlich haltbaren Hinweise, dass der Körperschmuck im Ohrknorpel die Beschwerden bei Clusterkopfschmerzen lindert, warnt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG).

Sie rät Kopfschmerzpatienten dringend von Therapieversuchen mit Ohrpiercings ab und empfiehlt eine an den Leitlinienempfehlungen der Fachgesellschaft orientierte Behandlung durch einen Arzt. Im Internet kursieren in jüngster Zeit zahlreiche Erfahrungsberichte, die sogenannte „Daith Piercings“ gegen chronische Kopfschmerzen empfehlen. Das Piercing wird dabei an einer Stelle der Ohrmuschel gestochen, in die auch Akupunkturnadeln zur Migränetherapie gestochen werden. Für das Verfahren gebe es keine nachvollziehbare pathophysiologische Grundlage, die gesundheitlichen Risiken des Piercings seien dagegen gut dokumentiert, schreibt die DMKG. So seien zahlreiche Fälle publiziert, in denen es zur Entzündung des Ohrknorpels mit nachfolgend kosmetisch unschöner Verformung der Ohrmuschel kam.

Zum Warnhinweis der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft

Zu den Leitlinienempfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft

Wir nutzen Cookies, um die Zugriffe auf unserer Webseite zu analysieren. Sie können dem jederzeit widersprechen. Weitere Hinweise und die Möglichkeit zum Opt-out finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Datenschutzerklärung Verstanden