Prof. Ulrich Dirnagl mit Berliner Wissenschaftspreis ausgezeichnet

8. November 2016 – Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat gestern Abend in feierlichem Rahmen den Wissenschaftspreis 2016 an Prof. Ulrich Dirnagl von der Charité-Universitätsmedizin überreicht.

Der Direktor des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin erhält die mit 40.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine herausragenden Verdienste zur Schlaganfallmedizin in Berlin wie z.B. den Brückenschlag von der Grundlagenforschung zur klinischen Neurologie.

Der gebürtige Münchner Ulrich Dirnagl studierte Medizin an der dortigen Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU). Er promovierte bei Prof. Dr. Karl Max Einhäupl mit einer klinischen Arbeit zu Intensivpatienten. Danach wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Neurologie und sammelte Erfahrungen in der Grundlagenforschung, bevor er an die Cornell University in New York City wechselte und dort mit Schlaganfallgrundlagenforschung begann. 1993 kehrte er zurück nach Deutschland und ging zunächst als Heisenberg-Stipendiat der DFG an die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Dort wurde er 1999 Direktor der Abteilung Experimentelle Neurologie auf dem Stiftungslehrstuhl „Klinische Neurowissenschaften“.

Aktuell ist er Mitglied des Vorstands des Exzellenzclusters „NeuroCure“, Direktor des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin (CSB), klinischer Koordinator des Berliner Standortes des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen, Programmdirektor des internationalen Master-MD/PhD Programms „Medical Neurosciences“ und Editor in Chief des „Journal of Cerebral Blood Flow and Metabolism“. Seit 2015 ist er – zusammen Craig Garner – Mitbegründer und Koordinator von SPARK-Berlin, einem Mentoring-Netzwerk, das die Umsetzung von Erfindungen aus Universitäten in klinisch-relevante Arzneimittel und Diagnostika beschleunigen möchte. 2016 wurde Ulrich Dirnagl von der American Stroke Association (ASA) mit dem hochrenommierten Thomas Willis Lecture Award, der richtungsweisende Grundlagenforschung zum Thema Schlaganfall würdigt, ausgezeichnet.

Der Berliner Wissenschaftspreis soll exzellente Forschung in der Stadt sichtbarer machen. Zugleich verfolgt dieser Preis einen weiteren Zweck: Nämlich die hervorragenden Perspektiven des Berliner Wissenschaftsstandortes in aller Breite herauszustellen und damit der aktuellen Entwicklung in Forschung und Wissenschaft mehr Gewicht zu geben.

Neben der Neurologie wurde dieses Jahr auch die Informatik ausgezeichnet. Der Nachwuchspreis ging an den HU-Informatiker Matthias Weidlich. 

Zur Pressemitteilung des Presse- und Informationsamtes des Landes Berlin

Weitere Informationen zum Berliner Wissenschaftspreis

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