Förderung für MS-Forschung mit Fokus auf Lebensstil

5. Oktober 2017 – Die Hertie-Stiftung schreibt erstmals eine Vergabe von Fördermitteln für Forschungsprojekte zur nicht-medikamentösen MS-Therapie aus. Im Fokus stehen Arbeiten, die sich mit dem Einfluss von Lebensstilfaktoren oder ganz gezielt mit therapeutischen Effekten von Ernährung, Sport etc. auseinandersetzen. Anträge können bis zum 15. Dezember 2017 eingereicht werden.

Die Ausschreibung richtet sich an Wissenschaftler, die MS-Forschung betreiben. Eine reine Tiermodellforschung ist dabei ausdrücklich nicht erwünscht. Beantragt werden können max. 100.000 € pro Forschungsprojekt für Personalmittel und Sachmittel. Das Thema des Antrags muss zum Spektrum der nicht-medikamentösen MS-Therapie gehören (Ernährung, Sport, Klima, Psychologie etc.). Die gesamte operative Abwicklung des Projekts, inkl. Organisation der wissenschaftlichen Begutachtung, Mittelbewilligung und Betreuung der Wissenschaftler, übernimmt die Gemeinnützige Hertie-Stiftung.

Es gibt zahlreiche Hinweise, dass nicht nur eine medikamentöse Therapie, sondern zusätzlich auch der individuelle Lebensstil den Krankheitsverlauf bei Multipler Sklerose positiv beeinflussen können. Gemeinsam mit einem wissenschaftlichen MS-Konsortium der Pharmaindustrie (derzeit bestehend aus: Bayer Vital GmbH, Roche Pharma AG, Sanofi-Genzyme und TEVA GmbH) möchte die Hertie-Stiftung daher Forschungsprojekte finden, die die nicht-medikamentöse MS-Therapie (Ernährung, Sport etc.) in den Fokus stellen. Dr. Eva Koch, Leiterin der MS-Projekte bei der Hertie-Stiftung, erklärt: "Menschen, die eine chronische Erkrankung haben, sind häufig auf der Suche nach Möglichkeiten, sich zusätzlich zur Medikamenteneinnahme etwas Gutes zu tun und gesund zu leben. Umso wichtiger ist es uns, dass die Forschung auf dem Gebiet der Lebensstilfaktoren intensiviert wird." Die Entscheidungen über die Fördermittelvergabe will die Hertie-Stiftung zum Ende des zweiten Quartals 2018 bekannt gegeben.

Zur Ausschreibung der Hertie-Stiftung