„Scientific American“ berichtet über DGN-Projekt „Neurologie und Neurologen in der NS-Zeit“

23. November 2017 – Das Forschungsprojekt der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) zur NS-Vergangenheit der deutschen Neurologie findet zunehmend auch außerhalb der Fachöffentlichkeit Beachtung.

Im Interview mit den Wissenschaftsmagazinen „Scientific American“ und „Gehirn & Geist“ erläutert Prof. Heiner Fangerau vom Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Düsseldorf unter anderem, warum die NS-Vergangenheit vieler bekannter Neurologen erst 70 Jahre nach Kriegsende aufgearbeitet wird. Der Medizinhistoriker analysiert seit 2014 zusammen mit Prof. Axel Karenberg und Dr. Michael Martin im Auftrag der DGN die NS-Vergangenheit der deutschen Neurologie. Fangerau legt eindrucksvoll dar, wie NS-Neurologen gegen Forschungsgelder die nationalsozialistische Vererbungslehre wissenschaftlich untermauerten und damit der „Euthanasie“, der systematischen Ermordung geistig behinderter Menschen, Vorschub leisteten.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat die Forschungsergebnisse seit 2014 in der Sonderveröffentlichung „Neurologie und Neurologen in der NS-Zeit“ dokumentiert, außerdem auf Symposien anlässlich der DGN-Kongresse 2015 bis 2017 sowie in einzelnen Berichten, die in den Zeitschriften „Aktuelle Neurologie“ und „Der Nervenarzt“ erschienen sind.

Prof. Fangerau im Video und weitere DGN-Publikationen über das Forschungsprojekt „Neurologie in der NS-Zeit“

Zum Interview mit Prof. Fangerau im „Scientific American“

Zur deutschsprachigen Version des Interviews mit Prof. Fangerau in „Gehirn & Geist“ 9/2017 (kostenpflichtig)