Professor Klein empfiehlt: DFG-Ausschreibung für Clinician Scientists

23. Januar 2018 – Immer weniger junge Mediziner schaffen es, Facharztausbildung und wissenschaftliche Arbeit (und Privatleben) unter einen Hut zu bringen. Meistens bleibt dann die Wissenschaft auf der Strecke.

„Wir haben es mit einem problematischen Mangel bei diesem Berufsbild zu tun. Dabei braucht gerade die Neurologie mit ihrem hohen Potenzial an neuen diagnostischen und therapeutischen Optionen dringend mehr Ärzte mit Forschungskenntnissen und -interesse“, sagt Professor Christine Klein, Lübeck, stellvertretende Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Unterstützung für diesen Karriereweg biete das aktuell ausgeschriebene Förderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Auf- und Ausbau integrierter Forschungs- und Weiterbildungsprogramme für Clinician Scientists in der Universitätsmedizin“. Sie richtet sich an Hochschullehrer und Nachwuchsbetreuer in Unikliniken.

Die DFG strebt mit der Förderung die Vereinbarkeit von klinischer und wissenschaftlicher Tätigkeit während der Facharztweiterbildung an. Über fünf Jahre werden u.a. 80 Prozent der Kosten für sogenannte Rotationsstellen übernommen. Die Programme sollen auch über die Förderlaufzeit hinaus in der Universitätsmedizin bestehen bleiben. Am Förderantrag sind Hochschullehrer wie auch Wissenschaftler mit Erfahrung in der Nachwuchsbetreuung beteiligt. Bis 18. April 2018 werden Anträge über das elan-Portal der DFG angenommen.

zur Ausschreibung (PDF zum Download)