Schlaganfall: bis zu 16.000 mechanische Thrombektomien pro Jahr erwartet

9. Mai 2018 – Immer mehr Patienten mit akutem ischämischen Schlaganfall profitieren von einer mechanischen Thrombektomie. Dies berichten die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und andere Fachgesellschaften.

Anlässlich des Tags gegen den Schlaganfall am Donnerstag, 10. Mai 2018, stellen die Neurologen, Radiologen und Neuroradiologen neue Zahlen aus dem Interventionsregister der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und Minimalinvasive Therapie (DeGIR) und Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) vor. Für das Jahr 2017 verzeichnet das Register 10.680 mechanische Thrombektomien nach ischämischem Schlaganfall – ein deutlicher Zuwachs gegenüber 8.852 Interventionen im Vorjahr. Die Steigerung sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass immer mehr Zentren ihre Fälle im DeGIR/DGNR-Behandlungsregister dokumentieren, so die Fachgesellschaften.

Vor dem Hintergrund eines größeren Zeitfensters für die Thrombektomie erwarten die Experten ein weiter steigendes Patientenaufkommen. Wie aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, verbessert die mechanische Thrombektomie die Prognose der Patienten noch 16 bis 24 Stunden nach Auftreten der Schlaganfallsymptome. In Deutschland könnten demnach 13.000 bis 16.000 Patienten pro Jahr erfolgreich thrombektomiert werden, schätzt die DSG.

Der Tag gegen den Schlaganfall findet in Deutschland am 10. Mai statt. Er wurde 1999 von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ins Leben gerufen.

Weitere Informationen bei der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)

 

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