FNDC5/Irisin-Spiegel - physiologischer Link zwischen Muskeln und Gehirn?

20. Februar 2019 – Eine Arbeit im renommierten Journal „Nature Medicine“ [1] beschreibt einen Mechanismus, der eine plausible Erklärung für die protektive Wirkung von Sport auf die kognitive Funktion bieten könnte:

Bei körperlicher Aktivität wird Irisin durch die Spaltung des Transmembranproteins FNDC5 aus dem Muskel freigesetzt und gelangt über den Blutkreislauf in das Gehirn.

Die Forschergruppe konnte zeigen, dass Alzheimer-Patienten erniedrigte FNDC5/Irisin-Spiegel im Hippocampus und Liquor aufweisen. Eine Steigerung der FNDC5/Irisin-Konzentration führte in den tierexperimentellen Arbeiten der Forschungsgruppe zu einer Verbesserung der synaptischen Plastizität. „Ob die Beeinflussung tatsächlich durch den FNDC5/Irisin-Mechanismus erfolgt oder welche anderen Botenstoffe und Signalwege beteiligt sind, lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen“, kommentiert Professor Dr. Richard Dodel, Essen. „Die positiven Effekte von Sport auf die kognitive Performanz sind aber insgesamt gut belegt, auch durch die ersten Ergebnisse des Projekts DENKSPORT [2], das Teil dies internationalen Forschungsverbund NEUROEXERCIS ist und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

[1] Lourenco MV, Frozza RL, de Freitas GB et al. Exercise-linked FNDC5/irisin rescues synaptic plasticity and memory defects in Alzheimer’s models. Nature Medicine 2019; 25, 165–175.

[2] Projekt DENKSPORT: https://www.bmbf.de/de/demenz---aktiv-gegen-das-vergessen-5858.html

 

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