WHO nimmt die Lysetherapie in den Katalog essentieller Arzneimittel auf

19. Juli 2019 – Die Substanz Alteplase ist in Deutschland, in europäischen Ländern und in Nordamerika seit vielen Jahren zur Thrombolyse von akuten ischämischen Schlaganfällen bei erwachsenen Patienten zugelassen, die Wirksamkeit und Sicherheit gilt als gut belegt.

Im Mai 2018 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Zulassung dahingehend erweitert, dass Alteplase auch bei Jugendlichen ≥ 16 Jahren zur Behandlung eines akuten ischämischen Schlaganfalls angewendet werden darf.

Alteplase ist aber trotz der belegten Vorteile bisher nur in etwa zwei Dritteln aller Länder weltweit verfügbar, weshalb eine international besetzte Task Force der World Stroke Organisation (WSO) bei der Weltgesundheitsorganisation WHO einen umfassenden Antrag gestellt hat, Alteplase in den Katalog essentieller Arzneimittel („Model List of Essential Medicines“/EML) aufzunehmen. Die Beantragung war erfolgreich – die WHO teilte mit, dass die Lysetherapie nun in den 21. EML-Katalog von 2019 Eingang gefunden hat. „Damit kann diese effektive Schlaganfalltherapie auch in Schwellen- und Entwicklungsländern in spezialisierten Zentren angeboten werden, was die Versorgung und das weltweite Outcome nach Schlaganfällen maßgeblich verbessern wird“, kommentiert Prof. Dr. Peter Berlit, Generalsekretär der DGN.

Auch die Möglichkeiten der medikamentösen Prävention von Schlaganfällen wurden verbessert, da auch Antihypertensiva-Fixdosis-Kombinationspräparate in den Katalog mitaufgenommen wurden.


 


 

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