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Bei Kopfschmerzen und Migräne zum Neurologen

09. März 2009 – Etwa eine Million Arbeitstage verliert die deutsche Wirtschaft jedes Jahr durch Krankmeldungen wegen Kopfschmerzen und Migräne. Ein Großteil dieser Fehlzeiten könnte vermieden werden, konsultierten Patienten einen Neurologen, der die individuell optimale Kombination aus Vorbeugung und Akutbehandlung zusammenstellen kann.

Rund acht Millionen Deutsche leiden unter Spannungskopfschmerzen und Migräne. Doch die wenigsten Patienten erhalten die richtige Behandlung. Dabei stünden Erkrankten in Deutschland Therapien zur Verfügung, die das Gewitter im Kopf lindern würden.

090309 diener 100 Gerade mal die Hälfte der Patienten sucht überhaupt einen Arzt auf – und wenn, dann häufig den falschen. Da bei der Migräne die Schmerzen nicht nur am Kopf, sondern beispielsweise auch im Gesicht, am Nacken, in den Augen oder an den Zähnen auftreten können, erhalten Patienten oft jahrelang die falsche Behandlung. Deshalb können Migräne und Spannungskopfschmerzen für die Betroffenen zum Alptraum werden, resümiert Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Duisburg-Essen, in der heutigen Ausgabe des Nachrichtenmagazins FOCUS.

Da bei der Migräne die Schmerzen nicht nur am Kopf, sondern beispielsweise auch im Gesicht, am Nacken, in den Augen oder an den Zähnen auftreten können, erhalten Patienten oft jahrelang die falsche Behandlung. Manche Patienten erhoffen sich sogar Linderung durch die sogenannte Corrugator-Methode, die im Internet für mehrere tausend Euro angeboten wird. Dabei durchtrennen Chirurgen einen über der Nasenwurzel sitzenden Muskel. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie warnt Patienten vor diesen unseriösem Verfahren. „Dabei handelt es sich um ein tragisches Beispiel der vorsätzlichen Körperverletzung“, sagt Diener.

Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass Kopfschmerzen chronisch werden und eine Therapie dadurch nur noch eingeschränkt möglich ist. Dabei ist auch der Übergebrauch von Schmerz- und Migränemitteln ein wesentlicher Faktor. Im vergangenen Jahr hat eine Studie des Deutschen Kopfschmerzkonsortiums mit 18 000 Personen ergeben: Wer über eine längere Zeit viele Schmerzmittel einnimmt (an mindestens zehn Tagen pro Monat), hat ein um das Achtfache erhöhtes Risiko, chronische Kopfschmerzen zu entwickeln.

Patienten sollten sich nicht nur auf Medikamente verlassen

Die beste Behandlung für Patienten setzt sich immer aus drei Ansätzen zusammen: Medikamente zur Akuttherapie und Prophylaxe, Sport und das Erlernen verhaltenspsychologischer Maßnahmen. „Die Patienten müssen selbst aktiv werden“, mahnt Kopfschmerzexperte Diener.

Die wichtigsten Tipps für Kopfschmerz-Patienten

Eine Tabelle der aktuell von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie empfohlenen Präparate finden Sie im aktuellen FOCUS (Heft 11/09).

Fachlicher Kontakt bei Rückfragen:

Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener

Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Duisburg-Essen
Hufelandstr 55, 45122 Essen
Tel.: 0201-7232460
E-Mail:

Geschäftsstelle Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. 
Prof. Dr. med. Otto Busse, Reinhardtstr. 14, 10117 Berlin, Tel: 030 531437930, 


Abdruck honorarfrei – Belegexemplar an die Pressestelle erbeten

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) 
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren mehr als 7300 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin. www.dgn.org

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Pressesprecher der DGN: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen

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