Restless-Legs-Syndrom: Die kaum bekannte Volkskrankheit

27. September 2011 – „Bis zu zwei Millionen Menschen müssten wegen eines Restless-Legs-Syndroms behandelt werden, doch diese Erkrankung ist unter- und oft falsch diagnostiziert“, beschreibt Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang Oertel, Direktor der Klinik für Neurologie der Philipps-Universität Marburg, die derzeitige Behandlungssituation eines Krankheitsbildes, das noch immer wenig bekannt ist und immer noch viele Menschen unnötig quält. Am Donnerstag, den 29. September gibt Prof. Oertel im Rahmen einer Pressekonferenz auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in einen Überblick zu RLS in Deutschland und präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse zur Therapie. Neben diesen medizinischen Einblicken wird eine RLS-Patientin vor Ort ihre erlebte Krankheitsgeschichte schildern und der oft verkannten Erkrankung ein persönliches Gesicht geben. Ihre Botschaft: „Ein besseres Leben mit RLS ist möglich!“

Pressemitteilung zum Download

Was ist RLS?

Ziehen, Stechen, Kribbeln, das Gefühl von Ameisen unter der Haut, ein Reißen oder krampfartige Schmerzen. Solche Missempfindungen sind, neben einem Unruhe-Gefühl und Bewegungsdrang, insbesondere in den Beinen, charakteristisch für RLS. Die Beschwerden machen Kinobesuche, lange Autoreisen oder längere Bettlägerigkeit bei Krankenhausaufenthalten für die Betroffenen zu einer Tortur. Bewegung, bewusst durch Herumlaufen oder unbewusst im Schlaf ausgeführt, bringt kurzfristige Linderung, stört jedoch empfindlich den Nachtschlaf und reduziert die zur Regeneration nötigen Tiefschlafphasen. Die Folgen sind Unkonzentriertheit, Gereiztheit und Tagesmüdigkeit. Die Einschränkung der Lebensqualität von RLS-Patienten ist ähnlich groß wie bei Patienten mit anderen schweren Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus Typ II.

Hinweis für die Medien:

Pressekonferenz am 29.09., 9.45-10.45 Uhr, Rhein-Main-Hallen Wiesbaden, Rheinstr. 20, 65185 Wiesbaden, Halle 3

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) 
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren mehr als 7300 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin. www.dgn.org

1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Wolfgang Oertel
2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Heinz Reichmann
3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Martin Grond
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter

Geschäftsstelle: Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel: +49 (0)30-531437930, E-Mail: 

Ansprechpartner für die Medien: Frank A. Miltner, Tel: +49 (0)89-461486-22, E-Mail: 

Pressesprecher der DGN: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen

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