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Beschluss des Bundesrats: Kein Zwang zur Allgemeinmedizin für Medizinstudierende

14. Mai 2012Große Freude bei den Jungen Neurologen: Der Bundesrat hat am 11. Mai einen Zwangsabschnitt Allgemeinmedizin im PJ abgelehnt, die Studierenden können im letzten Studienjahr weiterhin für vier Monate ein Wahlfach belegen. Die Universitäten müssen lediglich ein bestimmtes Kontingent Allgemeinmedizin-Plätze zur Verfügung stellen.

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„Ein Zwangsabschnitt Allgemeinmedizin hätte für den Nachwuchs in vielen medizinischen Fächern katastrophale Auswirkungen gehabt, wir freuen uns, dass der Bundesrat das nicht zulassen wollte“, erklärte der Sprecher der Jungen Neurologen, Dr. Helge Hellriegel aus Kiel.

Die Jungen Neurologen hatten sich im März zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und 18 weiteren Fachgesellschaften und Verbänden zusammen mit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. in einer Resolution gegen einen Pflichtabschnitt in der Allgemeinmedizin gewandt. Aus dieser Resolution ist in der Folge eine breite Bewegung gegen einen Zwangsabschnitt Allgemeinmedizin geworden, dem die Länderkammer jetzt Rechnung getragen hat. Zuletzt gab es zahlreiche Demonstrationen an Universitätsstandorten.

Der Bundesrat hat am 11. Mai über die neue Ausbildungsordnung für Ärzte abgestimmt, die Approbationsordnung. Das Nordrhein-Westfälische Gesundheitsministerium hatte dazu Anfang des Jahres einen Änderungsantrag eingebracht, der eine Abschaffung des Wahlfaches im PJ zugunsten eines Pflichtabschnittes Allgemeinmedizin vorsah. Ziel war, mehr Studierende dazu zu bewegen, Hausarzt zu werden. Medizinstudierende hätten dann im letzten Studienjahr keine Möglichkeit mehr gehabt, ein Fach ihrer Wahl intensiv kennenzulernen. Dies hätte einen starken Rückschlag für andere medizinische Fächer in ihrer Nachwuchsarbeit bedeutet, denn das Wahltertial ist häufig der entscheidende Schritt in der Wahl für eine Spezialisierung. Nach der Zustimmung des Gesundheitssauschusses des Bundesrates zu diesem Änderungsvorschlag sah es längere Zeit so aus, als sei der Zwangsabschnitt Allgemeinmedizin beschlossene Sache. Die mit der gemeinsamen Resolution einsetzenden gemeinsamen Proteste von Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Studierenden hat den Zwangsabschnitt verhindert. Das PJ bleibt jetzt in bewährter Weise dreigegliedert: Je drei Monate die Pflichtfächer Innere Medizin und Chirurgie sowie ein Wahlfach.

www.junge-neurologen.de
www.facebook.com/jungeneurologen
www.bvmd.de (dort auch Bildmaterial)

Sprecher der Jungen Neurologen
Dr. Helge Hellriegel
Klinik für Neurologie UKSH, Campus Kiel
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