Forschen, lehren und publizieren im Dienste der Neurologie: Preise und Ehrungen der DGN

26. September 2012 – Auf dem 85. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) vom 26. bis 29. September 2012 in Hamburg werden mehrere renommierte Preise und Ehrungen vergeben, die sich auf wichtige Themen der Neurologie beziehen. Nachfolgend die Auszeichnungen im Überblick.

Pressemitteilung zum Download

Max Nonne-Gedenkmünze

Die nach dem großen Lehrer und Neurologen Max Nonne benannte Gedenkmünze wird alle zwei Jahre an einen Kliniker der Neurologie verliehen, der herausragende wissenschaftlichen Leistungen vorgelegt und als Kliniker die gesamte Neurologie im Sinne des Namensgebers Max Nonne (1861-1959) vertreten hat. 2012 wird die Ehrung Prof. Dr. med. Günther Deuschl (Kiel) „für seine außergewöhnlichen und langjährigen Verdienste als hervorragender Kliniker und Lehrer der Neurologie" zuteil.
Ehrung  auf der DGN-Mitgliederversammlung

Heinrich Pette-Preis

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde von der DGN zur Erinnerung an Heinrich Pette (1887-1964) gestiftet und wird seit 1969 jährlich verliehen. Prämiert werden deutschsprachige Neurologen in nichtselbständiger Stellung für wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit Pathogenese, Diagnostik und Therapie oder der pathologischen Anatomie der Krankheiten des Nervensystems befassen. Preisträgerin 2012 ist Prof. Dr. med. Agnes Flöel (Berlin). Sie erhält diese Auszeichnung für ihre „herausragende wissenschaftliche Tätigkeit bei der Erforschung der Krankheiten des Nervensystems".
Preisverleihung auf der Eröffnungsveranstaltung

Dingebauer-Preis

Seit 2002 verleiht die Deutsche Gesellschaft für Neurologie den Dingebauer-Preis aus Mitteln der Dr. Friedrich-Wilhelm und Dr. Isolde Dingebauer-Stiftung. Der teilbare Preis wird alle zwei Jahre für herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Erforschung der Parkinsonschen Krankheit und anderer degenerativer Erkrankungen des Nervensystems vergeben. Die mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Auszeichnung geht zu gleichen Teil an Prof. Dr. med. Heinz Reichmann (Dresden) und Prof. Andrew Lees (London, Großbritannien).
Preisverleihung auf der Eröffnungsveranstaltung

Deutscher Journalistenpreis Neurologie

Der Deutsche Journalistenpreis Neurologie wird seit 2008 von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vergeben und ist mit insgesamt 3000 Euro in zwei Kategorien dotiert. Der Preis wird nicht von der Industrie unterstützt. Er würdigt Autoren mit journalistischen Beiträgen für die breite Öffentlichkeit, die sich einerseits durch fundierte Recherche, andererseits aber auch durch journalistische Kompetenz und Kreativität auszeichnen. In der Kategorie „Wort" geht die Auszeichnung an Dr. med. Bernhard Albrecht (München) für seinen Beitrag „Alzheimer – beginnt der Sieg über die Krankheit in Kolumbien?" für das Magazin GEO. Auf seiner Spurensuche zur Erforschung der Alzheimer-Krankheit in Kolumbien begleitete er zwei Wochen lang amerikanische und kolumbianische Ärzte bei ihrer ethisch heiklen Mission, Probanden mit genetisch bedingter Alzheimer-Demenz für eine Therapiestudie zu gewinnen. Die Auszeichnung  in der Kategorie „Elektronische Medien" erhält Dr. med. Patrick Hünerfeld (Baden-Baden) für seine Wissenschaftsdokumentation „[betrifft] Der Zecken-Krieg – wie gefährlich ist die Borreliose?" im Südwestrundfunk. Darin zeigt er die verschlungenen Wege von Patienten mit echter Borreliose und Patienten mit der Falschdiagnose Neuroborreliose auf (siehe auch eigene Pressemitteilung „Forschung mit ethischen Zweifeln und zweifelhafte Diagnosen: die Gewinner des Deutschen Journalistenpreises Neurologie").
Preisverleihung auf der Eröffnungsveranstaltung

Stiftung zur Förderung junger Neurowissenschaftler

Die Stiftung fördert mit bis zu jeweils 3000 Euro insbesondere Studienaufenthalte junger Neurowissenschaftler unter 30 Jahren in einem angesehenen Labor des In- und Auslandes sowie die Teilnahme an wissenschaftlich hochkarätigen Tagungen im Ausland, wenn eigene Forschungsergebnisse präsentiert werden. Zusätzlich wählt die Stiftung eines der von der DGN für den Kongress angenommenen Minisymposien aus und verleiht diesem die Bezeichnung „Felgenhauer-Symposium". Es erinnert  mit seinem hohen wissenschaftlichen Rang  und seiner  Aktualität an Klaus Felgenhauer (1933-2003), einen begeisternden Neurowissenschaftler und akademischen Lehrer, Stifter der „Förderung junger Neurowissenschaftler" und Gründer der Fortbildungsakademie der DGN. Das mit 3000 Euro ausgezeichnete Minisymposium 2012 lautet „Diagnostische Ansätze bei neurodegenerativen Demenzen" unter Vorsitz von Prof. Dr. med. Inga Zerr und Prof. Dr. med. Dieter Willbold.
Preisverleihung auf dem Felgenhauer-Symposium

Multiple Sklerose-Preis der Eva und Helmer Lehmann-Stiftung

Der neue mit 5000 Euro dotierte Nachwuchsforschungspreis wird erstmalig 2012 und danach alle zwei Jahre gemeinsam vom Krankheitsbezogenen Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vergeben. Die Stiftung fördert Nachwuchswissen-schaftler, die originelle Forschungsarbeiten im Bereich der Multiplen Sklerose geleitet haben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Arbeiten mit translationalem Therapiecharakter, die zu einer hochrangigen Publikation geführt haben. Die diesjährige Preisträgerin ist Dr. Anneli Peters (Boston, USA). „Ihre Forschungsarbeit zu Th17-Zellen und deren Einfluss auf die Bildung ektopischer lymphoider Strukturen im ZNS ist originell und die dazugehörige Publikation in der Fachzeitschrift ‚Immunity' herausragend", so die Begründung der Jury (siehe auch gemeinsame Pressemitteilung des KKNMS und der DGN „Nachwuchspreis für originelle Multiple-Sklerose-Forschung vergeben").
Preisverleihung  auf der DGN-Mitgliederversammlung

Ehrenmitglieder
Prof. Dr. med. Otto Busse
Prof. Dr. med. Detlef Kömpf

Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
c/o albertZWEI media GmbH,
Englmannstraße 2, 81673 München
Tel.: +49 (0)89-461486-22, Fax: +49 (0)89-461486-25
E-Mail:
Pressesprecher: Prof. Dr. Hans-Christoph Diener

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) 
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren mehr als 7300 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin. www.dgn.org

1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Wolfgang Oertel
2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Heinz Reichmann
3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Martin Grond
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter

Geschäftsstelle: Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel: +49 (0)30-531437930, E-Mail: 

Pressesprecher der DGN: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen

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